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Ein Spanier kassiert den Siegerscheck

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Auf Abwegen befand sich manchmal Lokalmatador Marcel Siem, der dem Golfclub Eichenried „sensationelle Grüns“ bescheinigte. foto: BMW-Sport
Auf Abwegen befand sich manchmal Lokalmatador Marcel Siem, der dem Golfclub Eichenried „sensationelle Grüns“ bescheinigte. foto: BMW-Sport

Eichenried - Zwei Tage lang hatte der Spanier Rafa Cabrera-Bello die 27. BMW International Open im Golfclub München Eichenried dominiert, am Ende hatte jedoch sein Landsmann Pablo Larrazábal mit 171 Schlägen (17 unter Par) die Nase vorn. Zum zweiten Mal nach 2011 durfte er sich über den Siegerscheck von 333 330 Euro freuen.

Es war ein Turnier der Superlative. Hatten vor zwei Jahren 60 000 Zuschauer die besten Golfspieler auf ihren Runden vor den Toren Erdings begleitet, so waren es heuer 65 300 Besucher - „ein überragender Rekord“, freute sich Pressesprecherin Nicole Stempinski. Vergangenes Jahr waren es auf dem Platz in Gut Lärchenhof bei Köln 64 000 Golf-Fans gewesen.

Weniger Grund zum Jubeln hatten alledings die deutschen Profis. 14 nationale Spieler waren am Start, nur fünf davon haben den Cut geschafft. Die große Enttäuschung für die vielen Zuschauer und für ihn selbst war Deutschlands Aushängeschild und zweifacher Major-Sieger Martin Kaymer. Am zweiten Tag hat er auf der letzten Bahn zu hoch gepokert und alles verloren. Nach einem Wasserschlag und einem halbstündigen Disput mit den Schiedsrichtern spielte er nur ein Bogey und scheiterte mit eins unter Par am Cut.

Diesen hatte auch der einzige, echte Lokalmatador Stephan Jäger verpasst, allerdings ganz klar mit Acht über Par. „Vielleicht war der Druck auf seinem Heimatplatz doch größer als er selbst gedacht hatte“, meinte Korbinian Kofler, Geschäftsführer des GC Eichenried. „Aber daraus kann er nur lernen.“ Eine neue Chance hat der Lokalmatador wieder in zwei Jahren in Eichenried, denn dann wird dort wieder abgeschlagen. Der Vertrag mit der PGA European Tour ist nämlich bis 2017 datiert, dann wird neu verhandelt.

Den Cut hat zwar Marcel Siem geschafft, doch im Kampf um einen Spitzenplatz konnte der ehemalige Eichenrieder - seine Eltern hatten das Club-Restaurant bewirschaftet - nicht eingreifen. Am Ende reichte es mit fünf Schlägen unter Par nur zum geteilten 47. Platz. Siem spendete den Gastgebern ein dickes Lob: „Ich glaube, ich habe bei einem Turnier auf der European Tour noch nie auf so guten Grüns geputtet. Die waren wirklich sensationell. Ein großes Lob an den Golfclub und an die Zuschauer. Es hat viel Spaß gemacht.“

Den Rang haben Siem an diesem Wochenende die deutschen Youngster Marcel Schneider (-9) auf dem geteilten 20. Platz, Maximilian Kieffer (-7/29.) und Florian Frisch (-6/40.) abgelaufen. Kieffer war beeindruckt von der „großartigen Atmosphäre“, bedauerte aber, dass „wir deutschen Golfer in der Breite ganz gut mitgespielt haben, aber leider nicht um den Sieg kämpfen konnten“.

Für Aufregung sorgte er, als er einen Schlag verzogen hatte und der Ball eine Helferin am Oberarm traf. Die blutende Wunde musste von einem Sanitäter verarztet werden. Ansonsten verbrachten die BRKler aber vier recht geruhsame Tage.

Eitel Sonnenschein nicht nur beim Wetter, auch in der Public Area herrschte an den Ständen reger Betrieb. Ebenso auf den Parkplätzen, die an allen vier Turniertage gut zu befahren waren.

jo

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