So sehen Sieger aus: Alle geehrten Sportler auf einen Blick. Bernd Ernemann (Chef der Merkur-Außenredaktionen), Jakob Schwimmer (Vizelandrat) und Redaktionsleiter Hans Moritz (Bild oben, hintere Reihe, v. r.) gratulierten.
1 von 30
So sehen Sieger aus: Alle geehrten Sportler auf einen Blick. Bernd Ernemann (Chef der Merkur-Außenredaktionen), Jakob Schwimmer (Vizelandrat) und Redaktionsleiter Hans Moritz (Bild oben, hintere Reihe, v. r.) gratulierten.
2 von 30
3 von 30
4 von 30
Der Festsaal im Gasthof Klement bot den prächtigen Rahmen für die große Siegerfeier, zu der der Erdinger/Dorfener Anzeiger eingeladen hatte.
5 von 30
Der Festsaal im Gasthof Klement bot den prächtigen Rahmen für die große Siegerfeier, zu der der Erdinger/Dorfener Anzeiger eingeladen hatte.
6 von 30
Der Festsaal im Gasthof Klement bot den prächtigen Rahmen für die große Siegerfeier, zu der der Erdinger/Dorfener Anzeiger eingeladen hatte.
7 von 30
Der Festsaal im Gasthof Klement bot den prächtigen Rahmen für die große Siegerfeier, zu der der Erdinger/Dorfener Anzeiger eingeladen hatte.
8 von 30
Der Festsaal im Gasthof Klement bot den prächtigen Rahmen für die große Siegerfeier, zu der der Erdinger/Dorfener Anzeiger eingeladen hatte.

Sportlerwahl des Erdinger/Dorfener Anzeiger

Liebeserklärung an die Heimat

  • schließen
  • Wolfgang Krzizok
    Wolfgang Krzizok
    schließen
  • Timo Aichele
    schließen

Über 4800 Stimmzettel sind ausgezählt, die Sieger der Sportlerwahl der Heimatzeitung stehen fest. Amelie Zachenhuber und die Erding Gladiators verteidigen ihre Titel. Und Gewinner Felix Schütz schickt eine Videobotschaft.

Isen– Dass er nicht hier sein konnte, hatte sich Felix Schütz selbst eingebrockt. Mit seinen drei Treffern leitete der Stürmer der Kölner Haie vor zehn Tagen in den Playoff-Spielen gegen Ingolstadt die Wende ein. Also trainierte er für die Halbfinal-Serie gegen die Mannheimer Adler, während das Erdinger Eishockey-Ass in Isen kräftig gefeiert wurde: als Sportler des Jahres 2018.

Der Festsaal im Gasthof Klement bot den prächtigen Rahmen für die große Siegerfeier, zu der der Erdinger/Dorfener Anzeiger eingeladen hatte. Schütz grüßte die Gäste per Videobotschaft und bewies dabei seine Heimatverbundenheit: „Jeder, der mich kennt, weiß, wie sehr ich Erding liebe.“

Und alle anderen waren ohnehin gekommen: Die erfolgreichen Sportler, die wir auf diesen beiden Seiten vorstellen, aber auch die Leser, die sich über prächtige Preise freuen durften (siehe Seite 15), und natürlich Sponsoren und Ehrengäste, die seit diesem Abend wissen: Das war ein ganz besonderes Sportjahr.

Daran hatte Ressortleiter Dieter Priglmeir mit einem Filmbeitrag ebenso erinnert wie in seiner Begrüßung, in der er noch einmal einige Höhepunkte wie das Forsterner Pokalspiel gegen Wolfsburg und Maxi Dallingers WM-Titel aufgriff.

Dass aber zum Beispiel Boxprofi Simon Zachenhuber nicht nur eine schnelle Faust hat, sondern auch am Mikrofon schlagfertig ist, bewies er – wie auch alle anderen Athleten – im Interview mit Redakteur und Moderator Wolfgang Krzizok, der wieder mit viel Witz und Wissen durchs Programm führte.Und er selbst durfte sich auch wieder ein bisserl freuen – aus familiären Gründen.

Erding Gladiators: „Große Ehre für uns“

Denn die Erding Gladiators, bei denen sein Sohn Daniel spielt, haben den Mannschaft-des-Jahres-Hattrick geschafft. „Wir sind sehr glücklich über den ersten Platz und dass die Leute unsere Leistung so honorieren“, sagte der Rekordspieler und Top-Torjäger der Erdinger Eishackler, der in der Einzelwahl auf Rang sechs landete (siehe Kasten unten). „Vor allem, wenn man sieht, welche tollen Einzelsportler hier geehrt worden sind.“ Ähnlich sehen es auch seine Teamkameraden. „Wir machen unseren Sport ja eher als Hobby, und trotzdem werden wir von den Anzeiger-Lesern so gut aufgenommen“, meinte Lars Bernhardt und schwärmte: „Da sind Olympioniken, Weltmeister, Europameister und Weltcupsieger dabei. Was die leisten, ist einfach sagenhaft.“ Auch Marco Deubler ist beeindruckt von den Leistungen der geehrten Einzelsportler. „Im Vergleich zu denen sind wir doch eigentlich unwichtig“, philosophierte der 22-jährige. „Und wir haben die Ehre, hier aufzutreten – auf der gleichen Stufe.“ Für Daniel Krzizok steht dennoch fest: „Ich würde meinen Mannschaftssport nie gegen einen Einzelsport eintauschen.“ Seine Begründung: „In der Mannschaft sind Siege doppelt so schön und Niederlagen tun nur halb so weh.“

Eine eher ungewöhnliche Niederlage mussten die Gladiators am Ehrungsabend aber doch noch einstecken. Die Fußballfrauen des FC Forstern verwickelten die Eishackler in intensive Gespräche und klauten ihnen dabei den Deckel vom Pokal.

Der muss jetzt ausgelöst werden, und da haben sich die Kickerinnen etwas einfallen lassen. „Wir müssen für das nächste Spiel der Forsternerinnen am Sonntag gegen Spitzenreiter FC Ingolstadt auf unseren Seiten in den sozialen Netzwerken Werbung machen“, erzählte Deubler grinsend. „Und wir müssen in möglichst großer Zahl zum Zuschauen kommen, erst dann kriegen wir den Deckel wieder.“ Es geht ja auch gar nicht, dass in der Pokalsammlung der Gladiators ausgerechnet beim Triple-Pokal der Deckel fehlt.

Amelie Zachenhuber: „Ich liebe den Schmerz“

Auch Amelie Zachenhuber wurde zum dritten Mal in Folge zur Sportlerin des Jahres gewählt. Die 14-Jährige schwimmt von Erfolg zu Erfolg. Bei der deutschen Kurzbahnmeisterschaft hat sie im Dezember über 50 Meter Freistil den deutschen Altersklassenrekord geknackt und wurde fünffache Deutsche Meisterin. 2019 ist sie für das Europäische Olympische Jugendfestival EYOF nominiert. Außerdem hat der Bundestrainer ein Auge auf sie. Als einzige 14-Jährige stehe sie im N1-Kader, erzählt sie stolz.

Den Zachenhubers liegt der Erfolg im Blut. Amelies Bruder Simon hat als Profiboxer noch keinen Kampf verloren. Und bei seinen Kämpfen fiebert die 14-Jährige immer mit.

Selbst tritt die Athletin aus Reisen jedes Wochenende bei Wettkämpfen an. Ihr wöchentliches Trainingspensum liegt bei zehn Stunden. Von Montag bis Freitag kommt Amelie auf sechs Wassereinheiten plus Krafttraining. „Andere trainieren doppelt so viel“, sagte die 14-Jährige aber. Und da will sie auch hin – und deswegen von zuhause ausziehen.

Momentan pendelt sie täglich zur Isar Wirtschaftsschule München und trainiert in wechselnden Schwimmhallen in der Landeshauptstadt. Das sind lange Wege für den Sport. Auf der Bertolt-Brecht-Schule, einem Elite-Sportinternat in Nürnberg, sollen sie kürzer werden. Dort will die 14-Jährige ab Herbst die neunte Klasse wiederholen, schließlich wechselt sie von einer Wirtschafts- auf die Realschule. Mehr Zeit zum Trainieren wird sie dennoch haben. Und das will sie mehr als alles andere. Das Beste am Schwimmen sei, „dass man sich immer austoben und voll Power geben kann“, erzählte sie. Schmerz gehöre da einfach dazu: „Ich liebe den Schmerz.“ 

Die Top 15

Sportlerinnen

1. Amelie Zachenhuber

1122

2. Hadil Larbaoui

507

3. Marie-Sophie Zeidler

366

4. Marina Rappold

340

5. Mona Mayer

327

6. Luzia Obermeier

296

7. Anna Herbst

282

8. Anna-Lena Blaschke

276

9. Sorsha Sabus

257

10. Annette Zweck

232

11. Evi Weber

220

11. Tatjana Obermeier

205

12. Alexandra Mitschke

191

13. Steffi Kothieringer

47

14. Franziska Widl

28

15. Evi Richter

17

Sportler

1. Felix Schütz

837

2. Stefan Lex

441

3. Simon Zachenhuber

421

4. Maximilian Dallinger

411

5. Oliver Zeidler

387

6. Daniel Krzizok

222

7. Thomas Elsenberger

218

8. Maximilian Riedl

217

9. Maximilian Wisbacher

216

10. Andreas März

176

11. Franz Herbst

146

12. Simon Weinsteiger

133

13. Markus Kalb

124

14. Yannik Angenend

104

15. Lukas Kohlmüller

102

Mannschaften

1. Erding Gladiators

624

2. Fußballerinnen des FC Forstern

591

3. Handballer der SpVgg Altenerding

556

4. TSG Pastetten

488

5. Fußballer des TuS Oberding

331

6. TGM-Mädchen des TSV Dorfen

277

7. Fußballer des FC Moosinning

248

8. Fußballer des SV Wörth

202

9. Jennerwein Eicherloh

200

10. ESC Dorfen

198

11. RKB Solidarität Wartenberg

142

12. Fußballer der BSG Taufkirchen

131

13. Reit- und Fahrverein Taufkirchen

116

14. SpVgg Eichenkofen

101

15. Fußballer von RW Klettham

93

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

Sportlerehrung der Stadt Erding: „Vereine bedeuten Identität“
Sportler, die überregional Medaillen gewinnen, werden auch von der Stadt Erding ausgezeichnet. Heuer wurden wieder 66 Medaillen vergeben, Gold gab es in der Team-Wertung …
Sportlerehrung der Stadt Erding: „Vereine bedeuten Identität“