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Die perfekte Serie

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Von: Dieter Priglmeir

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Trumpfte in Pilsen auf: Maxi Dallinger.
Trumpfte in Pilsen auf: Maxi Dallinger. © fkn

Wenige Tage vor dem Weltcup in München ist Maxi Dallinger blendend in Form. In Pilsen gelang ihm der erste 400er in einem Wettkampf.

Lengdorf – Maxi Dallinger ist die perfekte Serie gelungen. Beim Liberation Cup in Pilsen traf der Lengdorfer im Liegendanschlag mit 40 Schüssen in die Zehn. „Im Training habe ich das schon ein paar Mal geschafft“, erzählt der Lengdorfer, „aber im Wettkampf war das eine Premiere“. Den Polizist freut diese Leistung, weil er das Liegend-Schießen als „meinen Problem-Anschlag“ bezeichnete. Deshalb habe er darauf im Training verstärkt sein Augenmerk gelegt, „und es scheint ja besser geworden sein“, sagt Dallinger.

Der hochklassig besetzte Wettkampf in Tschechien diente Dallinger und seinen Kollegen von der deutschen Nationalmannschaft als Generalprobe für den Weltcup, der von 17. bis 24. Mai in Hochbrück stattfindet. Schon am ersten Tag erwischte Dallinger beim KK-Liegend-Programm mit 60 Schuss einen sehr guten Start. 628,2 Ringe bedeuteten eine persönliche Bestleistung, das zweitbeste Ergebnis aller Teilnehmer und den Einzug ins Finale der besten Acht. Hier leistete er sich zwei 9,7er, womit er in dem Klassefeld auf Platz sechs zurückfiel.

Tags darauf stand mit KK 3x40 die Königsdisziplin auf dem Programm. 391 Ringe im Knieendanschlag – das war laut seinem Vater  Hubert Dallinger „ein solider Start in den Wettkampf“. Dann aber folgte die perfekte Serie im Liegendanschlag. Er schoss einen Zehner nach dem anderem. „Klar, man zählt schon mit“, gesteht der Top-Schütze. „Aber du musst das Ergebnisdenken ausschalten. Es ist wichtig, dass du den Rhythmus und die Ruhe behältst.“ Und das gelang ihm auch noch mit dem 40. Schuss.

Nach weiteren 384 Ringen Stehend stand Dallinger mit 1175 Ringen als Vierter im Finale. Mit gleicher Ringzahl hatte das auch Michael Janker geschafft. Sein Teamkollege aus der Nationalmannschaft musste sich aber nach verhaltenem Start als Sechster vom Kampf ums Podest verabschieden. Dallinger aber steigerte sich von Schuss zu Schuss und holte Bronze.

Am letzten Wettkampftag durfte der Lengdorfer noch in seiner Spezialdisziplin mit dem Luftgewehr ran. Nach 625,1 Ringen und Platz sieben schaffte er erneut den Finaleinzug. Dort setzte sich der Ungar Peter Sidi mit 252,2 Ringen souverän durch. Dahinter kämpfte Dallinger mit den Schützen aus Australien, Österreich, Russland und Ungarn um die weiteren Podestplätze. Letztlich stand er hinter Sidi und Australier Sampson auf Platz drei.

Jetzt freut sich der Lengdorfer, der daheim von Gerhard Obermaier perfekt ausgebildet wurde und nun  von Landestrainer Mario Gonsierowski in Hochbrück betreut wird, auf seinen ersten Weltcup bei den Erwachsenen. Der zweifache Junioren-Europameister tritt dreimal an: mit dem Luftgewehr sowie beim KK-Dreistellungskampf und liegend. Sein Ziel bei seiner Premiere: „Ich würde schon gern die Finalkämpfe erreichen.“

von Dieter Priglmeir

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