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Handball ist kein Schmusesport: Hier wird Altenerdings Ann-Kristin Gößwein (mit Ball) rüde von einer Kontrahentin gestoppt.

Im Endspurt nachgelassen

Zum Schluss noch kurz gezittert: Altenerdinger Handballerinnen gewinnen knapp

Lange hatten Altenerdings Handball-Frauen alles im Griff, zum Schluss ließen dann aber nach und der Sieg gegen den SC Kirchdorf fiel knapp aus: 25:23.

Altenerding – In den letzten zehn Minuten machten sich die Handballerinnen der SpVgg Altenerding das Leben im Duell der Bezirksoberliga gegen den SC Kirchdorf zwar selbst ein wenig schwer. Am Ende reichte es aber zu einem 25:23 (14:9)-Sieg, und Trainer Simon Klawe zeigte sich zufrieden: „Bis dahin haben wir gut gespielt und dank einer aggressiven Abwehr viele Konter gefahren.“

Dagegen konnte man die erste und zweite Welle der Gäste gut aus dem Spiel nehmen und holte sich im ersten Abschnitt bald eine komfortable Führung. Ab dem 4:4 zogen die SpVgg-Frauen davon. Angetrieben von einer starken Stefanie Rott und einigen sehenswerten Kontern durch Theresa Gassner, wuchs die Führung nach gut 22 Minuten auf 12:6 an. Beeindruckend dabei auch die Wurfstärke von Claudia Simon. Zweimal ging sie bei einem Freiwurf an den Ball und traf dank geschickter Blockhandlungen ihrer Mitspielerinnen in den gegnerischen Kasten.

Beim Stand von 14:9 wurden die Seiten gewechselt, es sah nach einem klaren Sieg für die Gastgeberinnen aus. Die machten auch im zweiten Abschnitt erst mal konsequent weiter. Die Abwehr stand bestens, und Torhüterin Anna-Lena Schmitt konnte sich mit einigen Paraden auszeichnen.

18:12 und 20:14 lauteten die Zwischenstände nach der Pause, eine Viertelstunde vor dem Abpfiff führten die Biber noch 22:16. Dann ging jedoch langsam, aber sicher die Konzentration nach unten. Es wurde hektisch. Der Ball wurde nicht mehr an die Nebenfrau weitergegeben, sondern landete zu oft beim Kontrahenten. Daher schaffte Kirchdorf eine kleine Aufholjagd und war zwei Minuten vor dem Ende auf 22:24 dran. Für die Entscheidung sorgte schließlich Ricarda Baierl mit ihrem Tor zum 25:22 – da machte auch der letzte Treffer der Gäste nichts mehr aus.

Klawe betonte, dass er zu keiner Zeit Angst um den Sieg gehabt hätte: „Wir haben gekämpft und wollten den Erfolg mehr als die Kirchdorferinnen.“ Man müsse aber wieder mehr Lockerheit ins Spiel bekommen. Der Coach sprach von wichtigen zwei Punkten, mit denen seine Truppe auf eine Bilanz von 12:14 und Rang sieben in der Bezirksoberliga kommt.

SpVgg-Tore:

Stefanie Rott 7/3, Claudia Simon 4, Theresa Gassner 4/1, Ricarda Baierl 3, Susanne Schneider 3, Theresa Wyhnalek 2, Grit Kschischow und Verena Bauer.

Bernd Heinzinger

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