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Auch gegen Sauerlach lief es rund für die Altenerdinger Handballherren, hier im Spiel gegen HSG Dietmannsried/Altusried

Das starke Stück vom Wochenende

Altenerdings Handballer: Ohne Trainer zum Sieg

Altenerding gewinnt gegen den TSV Sauerlach. Auswärts. Ohne Trainer. Damit rückt das Mittelfeld der Landesliga-Tabelle näher.

Altenerding – Die Trainersuche war bisher erfolglos. Also haben die Handballmänner der SpVgg Altenerding die Sache in die eigenen Hände genommen. Und das mit großem Erfolg: Beim TSV Sauerlach gab es für den Landesligisten einen souveränen 35:24 (15:9) Erfolg – was für ein Befreiungsschlag. Mit jetzt 8:18 Zählern bleiben die Biber zwar im hinteren Feld, schafften aber den Anschluss ans Mittelfeld.

In Sauerlach agierten die Gäste von Anfang an konzentriert. Vor allem Maximilian Arnold und Christopher Schmalz konnten sich zu Beginn auszeichnen, die beiden sorgten gemeinsam für die ersten fünf Treffer zu einer 5:2-Führung nach gut zehn Minuten. Die Sauerlacher kamen in der Folge beim 8:6 aus SpVgg-Sicht zwar noch einmal auf zwei Tore heran, dann folgte aber die nächste gute Phase der Altenerdinger. Der ebenfalls starke Severin Henrich erhöhte auf 9:6, dann trafen Arnold und Schmalz zusammen dreimal zum 12:6.

Bis zur Pause hielt Altenerding den Schwung, jetzt konnte sich auch Franco Callovini gleich dreimal in die Torschützenliste eintragen und beim Stand von 15:8 für die SpVgg wurden die Seiten gewechselt. Die Abwehr passte sehr gut, nur acht Tore in einer Halbzeit sprachen eine deutliche Sprache. Keeper Marc Sennefelder hatte ebenfalls einen großen Anteil daran, die Absprache zwischen ihm und seinen Vorderleuten passte sehr gut.

Doch noch konnte man sich nicht sicher sein – schließlich vermasselten die Altenerdinger in dieser Spielzeit schon das eine oder andere Mal eine schöne Führung. Diesmal blieben sie unter der Anleitung der Spielertrainer Lukas Donaubauer und Julian Rieß auch im zweiten Abschnitt konsequent. Henrich und der in dieser Phase sehr starke Thomas Peteranderl erhöhten für die SpVgg-Truppe, sodass es nach knapp 40 Minuten bereits 21:13 aus ihrer Sicht stand. Damit war die Entscheidung praktisch gefallen, denn in der Folge kamen die Sauerlacher nicht mehr näher als auf fünf Tore heran.

Das erste Spiel im Jahr 2020 macht Hoffnung auf eine erfolgreiche Rückrunde – die Suche nach einem neuen Trainer läuft im Hintergrund weiter auf Hochtouren. Doch Neues gab es diesbezüglich noch nicht zu vermelden. Donaubauer: „Die Mannschaft lebt. Wir wissen alle, dass wir in der Liga bestehen können. Wenn wir so weiter arbeiten, schaffen wir den Klassenerhalt.“ Man habe als Team einfach stark funktioniert und jeder habe seine Rolle perfekt gespielt. Arnold konnte die Pässe aus dem Rückraum gut verwerten – das hatte man so im Training auch einstudiert.

Der Interimstrainer wollte keinen Spieler hervorheben: „Wir verstehen uns alle sehr gut und haben zusammen gekämpft.“ Lukas Donaubauer gestand: „Es war aber die anstrengendste Partie für mich überhaupt. Es wäre mir schon lieb, wenn wir wieder einen Trainer hätten. Der muss uns aber sofort weiterhelfen – und daher ist es schwer, jemanden zu finden.“

Die SpVgg-Tore:

Maximilian Arnold 9, Severin Herich 7, Christopher Schmalz 6/1, Thomas Peteranderl 4/3, Franco Callovini 3, Quirin Huber 2, Lukas Donaubauer 2, Joseph Wyhnaelk und Simon Rüdiger.

Bernd Heinzinger

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