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Nicht zu bremsen: Der Langengeislinger Valentin Busch (l.) lässt im Trikot der Wolfsburg Grizzlys den Augsburger Scott Valentine stehen. 

Stammplatz in der DEL

Langengeislinger Valentin Busch spielt sich fest

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Als er von Nick Latta in der neutralen Zone den Puck zugespielt bekam, hatte Valentin Busch nur noch das Tor im Visier.

Wolfsburg/Langengeisling „Ich habe einfach draufgehalten.“ Und das war die richtige Entscheidung. Die Scheibe zischte ins Netz. Es war das 2:1 für die Wolfsburg Grizzlys gegen die Krefeld Pinguine – und zugleich der erste Saisontreffer in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) für den 22-jährigen Langengeislinger.

Zwei weitere Treffer und sechs Assists sind dazugekommen, denn seit November ist Busch eine feste Größe in der DEL-Mannschaft aus dem Norden. Dreimal hatten die Grizzlys das bayerische Talent schon an die Kassel Huskys, dem Kooperationspartner aus der 2. Liga, ausgeliehen, doch nun scheint der Knoten geplatzt.

Wie es dazu kam? „Es war wie so oft im Profisport“, erzählt er. „Zwei Spieler haben sich verletzt. Deshalb habe ich die Chance bekommen.“ Für den Langengeislinger war klar: „Wenn ich die nicht nutze, dann war’s das wohl.“

Seine Hausaufgaben hatte er schon vor der Saison gemacht – mit Fleißarbeit. Zusammen mit seinem Bruder Sebastian, der in Bayreuth spielt, sowie Oliver Granz und Nationalspieler Felix Schütz ackerte er im Sportpark Schollbach. Er habe körperlich viel aufgeholt, sagte er der Fachzeitschrift Eishockey News, die Busch nun einen Artikel in ihrer neuesten Ausgabe widmete.

Linksaußen in derzweiten Sturmreihe

Dabei begann die Saison für die Wolfsburger alles andere als gut: sieben Niederlagen in Serie – „das war schon recht bescheiden“, bilanziert der 1,83-Meter-Mann.

Doch im November bekam er eben seine Chance, spielt seitdem als Linksaußen mit Mathis Olimb und Spencer Machacek in der zweiten Sturmreihe. Und das funktioniert inzwischen so gut, dass Busch aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken ist. „Ich bekomme pro Spiel gut 15 Minuten Eiszeit“, sagt er und fügt hinzu: „Das ist nicht schlecht für einen 22-Jährigen.“

Ein besonderer Vertrauensbeweis seines Trainers Pat Cortina sei schließlich gewesen, dass er gegen die Düsseldorfer EG einen Penalty schießen durfte. „Das war echt super. Ich habe mich dann aber auch sauber geärgert, dass ich ihn nicht verwandelt habe“, sagt Busch.

Derzeit belegen die Wolfsburger Platz sechs, haben heuer mit München, Mannheim und Straubing schon alle drei Schwergewichte der Liga geschlagen. „Wir brauchen also niemanden in den Playoffs zu fürchten“, sagt der 22-Jährige, dessen Zukunft aber noch offen ist.

Er hofft, dass Grizzlys-Manager Charly Fliegauf die Option zieht und den Vertrag mit Busch um ein Jahr verlängert. „Das wäre super, denn ich bin sehr gern hier in Wolfsburg. Die Stadt hat alles, was man braucht. Und die Fans sind auch super. Die geben immer alles.“

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