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Immer mit Vollgas unterwegs: der Ex-Dorfener Andreas Voglsammer.

Start der 2. Bundesliga mit Andreas Voglsammer und Vitus Eicher

Zum Auftakt das Duell der Spezl

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  • Wolfgang Krzizok
    Wolfgang Krzizok
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Die 2. Liga startet in die neue Saison. Mittendrin: der Langengeisliger Vitus Eicher und der Dorfener Andreas Voglsammer. Beide erwarten eine schwierige Saison in der Liga, in der sich alles um den HSV und den 1. FC Köln dreht. Fast alles.

Heidenheim/Bielefeld– Zwei Fußballer aus dem Landkreis spielen in der 2.  Bundesliga, die am Wochenende ihren Punktspielauftakt hat. Ihre Clubs treffen bereits am ersten Spieltag aufeinander. Am Sonntag empfängt der 1. FC Heidenheim mit Vitus Eicher Arminia Bielefeld, für die Andreas Voglsammer im vergangenen Jahr 13 Liga-Treffer erzielt hat.

Das ist vielleicht auch der Grund, warum der 26-Jährige beinahe beim FC Ingolstadt gelandet wäre. Drei Millionen Euro hätten die Oberbayern den Ost-Westfalen geboten, war den Medien zu entnehmen. Doch die Arminia wollte nicht auf ihren Top-Stürmer verzichten, bestand auf den Vertrag bis 2021.

Voglsammer macht keinen Hehl daraus, dass ihn die Herausforderung in Ingolstadt gereizt hätte. „Man macht sich seine Gedanken und versucht abzuwägen. Daraus habe ich aber auch nie ein Geheimnis gemacht“, sagt der Ex-Dorfener. „Aber die Vereine sind sich nicht einig geworden. Für mich heißt das: Weitermachen und Vollgas geben – so wie ich es auch schon im Winter gemacht habe.“

Die Vorbereitungsspiele verliefen laut Voglsammer „eher zäh. Die Ergebnisse waren nicht so erfreulich“. Bei einem Trainingslager in Österreich verlor Bielefeld 0:1 gegen den FK Jablonec und 1:4 gegen Dinamo Moskau. Beim 5:0-Sieg gegen den SC Verl bereitete Voglsammer per Kopf einen Treffer vor, beim 5:1 gegen Gütersloh wurde er erst in der 62. Minute eingewechselt. Die Generalprobe war die 0:1-Niederlage gegen den SV Werder Bremen.

Voglsammer misst den Testspielergebnissen nicht all zu viel Bedeutung bei. „Wichtiger ist, dass wir gut gearbeitet haben und den Neuzugängen unser Spielsystem eingeimpft haben“, sagt der Profi, der seit der Saison 2015/16 ein Armine ist. Sein Credo: „Man muss Gas geben, dann kommt es in der Liga ganz alleine. Ich denke, dass ich für die Liga gut gewappnet bin.“

Höchster Marktwert im Arminen-Kader

Mit Sven Schipplock (TSG Hoffenheim, SV Darmstadt 98), Hamburger SV) hat Voglsammer einen namhaften Konkurrenten im Angriff bekommen. Ein 18-jähriges Wunderkind kam vom VfB Stuttgart: Rechtsaußen Roberto Massimo. Doch der Ex-Dorfener, der laut Transfermarkt.de mit 1,75 Millionen Euro den höchsten Martkwert im Kader der Armina hat, ist selbstbewusst: „Ich bin gut drauf, trainiere gut. Der Trainer weiß ganz genau, was er an mir hat und dass er sich auf mich verlassen kann.“ Der Profikicker hat seine Hausaufgaben gemacht. „Ich bin fit, ich bin immer fit“, sagt er und fügt lachend hinzu: „Es ist schon schwierig, mich kaputt zu machen.“

Eine Startelf-Garantie habe er freilich nicht, wie auch kein anderer in der Mannschaft. Die Aufstellung ist Trainersache, da möchte er auch keine Prognosen abgeben. Und zur Rolle der Arminia, die im vergangenen jahr sensationell auf dem vierten Platz landete?

„Mit dem HSV und Köln haben wir zwei Schwergewichte in die Liga bekommen. Beide haben die individuelle Qualität, dass sie vorne weg marschieren können, und diesen Anspruch haben sie ja auch.“ Voglsammer vermutet aber, dass es für den 1. FC Köln einfacher sein könnte, „weil er die 2. Liga im Gegensatz zu Hamburg schon kennt“.

Und die Arminia? „Wir müssen wie letztes Jahr sehen, dass wir so schnell wie möglich, die berühmt berüchtigte Punktezahl erreichen“, umschreibt er die 40. „Wir wollen versuchen, guten Fußball zu spielen. Aber es wäre falsch, vorne anzugreifen“, warnt Voglsammer. Neben den beiden Absteigern gebe es mit Union Berlin, dem VfL Bochum, St. Pauli und eben Ingolstadt „Mannschaften, die ganz andere Ambitionen haben wie wir“. so der 26-Jährige. Und der Auftakt dürfte auch nicht so leicht werden. Im März diesen Jahres schafften die Arminen in Heidenheim gerade noch ein 2:2 – dank eines Treffers in der 91. Minute von Voglsammer.

Vitus Eicher freut sich auf einen Ratsch

Torwart Vitus Eicher wird den Saisonauftakt wohl auf der Heidenheimer Ersatzbank verbringen. Für ihn verlief die Vorbereitung eher holprig und war überschattet von einer Verletzung. Zwei Wochen war der Langengeislinger im Training, und alles lief perfekt. Er durfte auch bei den ersten beiden Testspielen zwischen den Pfosten stehen und vertrat den verletzten Kevin Müller. Dann aber wurde bei Eicher ein Nabelbruch diagnostiziert. Er wurde sofort operiert und musste insgesamt zweieinhalb Wochen aussetzen. „Jetzt bin ich aber soweit wieder hergestellt und trainiere schon seit eineinhalb Wochen wieder voll“, erzählt der 27-Jährige. Allerdings habe er seit seiner Operation noch kein Spiel mit Wettkampfcharakter absolviert, und so ist erst einmal Geduld gefordert.

Insgesamt seien die Ergebnisse aus der Vorbereitung sehr gut gewesen, besonders die Abwehr habe sich zuletzt als Prunkstück erwiesen. „In den letzten vier Testspielen haben wir kein Gegentor kassiert“, berichtet Eicher. „Das sagt einiges aus.“ Und so geht er davon aus, dass Müller gegen Arminia Bielefeld im Tor stehen wird.

Doch das sieht der Langengeislinger erst einmal entspannt. „Wichtig ist jetzt erst einmal, dass ich vollständig gesund werde und wieder auf mein altes Level komme, dann schauen wir mal, was die Saison so alles bringt,“, konstatiert der 27-Jährige.

Und auch wenn er am Sonntag nur auf der Ersatzbank Platz nehmen wird, fiebert er der Saison entgegen, bei der für die Heidenheimer der Klassenerhalt klar im Vordergrund steht, angesichts der starken Konkurrenz, die ordentlich aufgerüstet hat. Was die Bielefelder um Andreas Voglsammer am Sonntag bei der Auftaktpartie in Heideheim erwartet, das ist für Eicher klar. „Der Andi hat ja selbst ein paar Jahre hier in Heidenheim gespielt, deshalb weiß er, wofür Heidenheim steht“, sagt der 27-Jährige. „90 Minuten Kampf, Leidenschaft und Einsatzfreude.“ Dass die Heidenheimer daheim sehr schwer zu knacken sind, zeigt die Bilanz der vergangenen Saison. Da belegt der 1. FCH Platz vier in der Heimtabelle. Und so glaubt Eicher auch an einen Sieg gegen die Arminen.

Dass er nachher mit seinem Spezl ein paar Worte wechseln wird, das steht für ihn außer Frage. „Wir haben uns im Sommer in Erding getroffen und haben lange geratscht“, erzählt der Langengeislinger. „Ich freue mich auf alle Fälle schon, wenn ich den Andi sehe. Und egal wie das Spiel ausgeht, nachher haben wir bestimmt kurz Zeit, dass wir uns unterhalten.“

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