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Stefan Still verteidigt den Titel im Stechen

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Den Grundstein zum Sieg legte Stefan Still mit einer überragenden zweiten Runde. foto: (Horst Huber)
Den Grundstein zum Sieg legte Stefan Still mit einer überragenden zweiten Runde. foto: (Horst Huber)

Starnbeg - Das war knapp! Nach zwei guten Runden schwächelte Stefan Still am dritten Tag der bayerischen Golfmeisterschaften in Starnberg. Er rettete sich mit einer 76er-Runde gerade noch ins Stechen, das er an Loch 18 mit einem Birdie gegen Severin Kollmeder vom Golfclub Holledau (Par) mit einem Schlag Vorsprung gewann. Damit verteidigte der Student aus Dorfen seinen bayerischen Meistertitel.

Obwohl es in den vergangenen Monaten für den 21-Jährigen nicht so gut gelaufen ist, was auch an der Belastung durch das Praktikum-Semester bei BMW lag, spielte Still die ersten beiden Runden auf der 18-Loch-Anlage in Starnberg gut. „Vor allem die zweite Runde war richtig geil“, freute er sich, nachdem er mit einer 67er-Runde (fünf unter Par) vor dem Schlusstag mit zwei Punkten Vorsprung die alleinige Führung übernommen hatte.

„Der Sonntag war sehr anstrengend“, resümierte Still. Trotzdem sei es zunächst noch relativ normal gelaufen. Doch fielen diesmal die Putts nicht so wie an den ersten beiden Tagen. Einige schlechte Schläge verunsicherten den Dorfener, was fünf Bogeys auf den letzten acht Bahnen zur Folge hatte. Der Vorsprung von zeitweise fünf Zählern schmolz dahin. Mit einem Birdie am letzten Loch schien der Sieg dennoch perfekt, doch Kollmeder gelang ein Eagle (zwei Schläge unter Par), was Still ins Stechen zwang. Dort spielte er nochmal ein Birdie, sein Kontrahent allerdings nur ein Par, und die Titelverteidigung war perfekt. Erst bei der Siegerehrung gab’s dann die kalte Dusche - das obligatorische Bad im Weiher.

Am kommenden Donnerstag reist Still zu den BMW International Open nach Köln, allerdings nicht als Spieler, sondern im Rahmen seines Praktikums bei der bayerischen Autoschmiede. Er würde sich schon mal gerne mit den besten Professionals der Welt messen, sagt der Student für angewandtes Sportmanagement an der Fachhochschule in Erding, doch „mein Verhältnis zu Nationaltrainer Uli Zilk ist nicht das Beste“. So dürfte eine Wildcard nur schwer zu bekommen sein. Überhaupt sieht er eine eigene Profi-Laufbahn eher skeptisch. „Das werde ich nach dem Studium 2015 spontan entscheiden.“ Aus Gesprächen mit gleichaltrigen Golfern, die diesen Schritt gewagt haben, habe Still erfahren, dass dies ein „ganz hartes Brot“ ist. „Da genügt es nicht, gut zu sein, sondern man muss überragend spielen.“

Zunächst hat jedoch das Studium Priorität. Außerdem will er mit der Herrenmannschaft des Münchner Golfclubs den Klassenerhalt in der Bundesliga schaffen. Im September will er dann noch ein Turnier in der Türkei spielen. (Johann Kalteis)

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