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Die neue TCE-Führung (hinten, v. l.): Jürgen Zellner (Schatzmeister), Peter Voigt, Sabine Hildenbrand, Frank Kriesinger, Benjamin von den Stemmen (alle Beisitzer), Präsident Alexander von Gerichten, OB Max Gotz, (vorne, v. l.) Pete Wawrzyniak (Beisitzer), 2. Vorsitzende Janine Krzizok, Pia Hellemann (Presse), 3. Vorsitzende Sandra Voriskova sowie Attila Babos und Jens Hausmann (beide Beisitzer). 

Jahreshauptversammlung Tennisclub Erding

TCE investiert in die Zukunft

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Es war das Jahr der großen  Investitionen beim Tennisclub Erding.

Erding – Das Vereinsheim wurde renoviert, die Halle bekam eine neue Beleuchtung. So lässt sich das Minus im knapp sechsstelligen Bereich im Jahr 2018 erklären. Die Mitglieder zeigten sich mit der Arbeit des Vorstands zufrieden und stimmten schließlich nahezu einstimmig einer Beitragserhöhung zu. Auch die Neuwahlen, die gut vorbereitet waren, verliefen reibungslos.

„In den vergangenen drei Jahren unserer Amtszeit haben wir das durchgezogen, was wir wollten“, sagte TCE-Präsident Alexander von Gerichten bei der Begrüßung. Vor allem sportlich habe man den Verein umstrukturiert. „Wir setzen jetzt mehr auf eigene Leute und kaufen nicht mehr fremd ein“, betonte er. „Wir wollen keine Söldner mehr auf der Anlage, nur um möglichst hoch mitzuspielen.“

Viel Geld sei zuletzt in die Renovierung der Anlage gesteckt worden. So sei unter anderem das Vereinsheim umgebaut worden. Von Gerichtens Fazit: „Es ist geselliger geworden, wir haben auch externe Leute hier.“ Er stellte klar heraus: „Nur von den Tennisleuten kann sich eine Vereinsgaststätte nicht tragen.“ Ein großes Lob ging an den neuen Wirt Thomas Mittermeier, der auch selbst sehr viel investiert habe. „Sein Gesamtkonzept ist voll überzeugend“, lobte der TCE-Präsident.

Der größte Posten sei die Umrüstung der Beleuchtung in der Halle auf LED gewesen. Diese habe rund 70 000 Euro gekostet, 30 000 Euro werden an Bundesförderung wieder zurückfließen. Der Energieverbrauch soll dabei um über 70 Prozent sinken, von Gerichten rechnet damit, „dass sich das in fünf Jahren amortisiert hat“.

Der scheidende Schatzmeister Stefan Schorr erklärte in seinem Kassenbericht, dass der TCE im ideellen Bereich rund 30 000 Euro Plus verbucht habe. Im sportlichen Bereich, in den auch die Umrüstung der Hallenbeleuchtung einfließe, sei das Minus mit rund 114 000 Euro doppelt so hoch wie in den vergangenen Jahren. Ähnlich sehe es im wirtschaftlichen Bereich aus, in dem unter anderem der Umbau des Clubheims verbucht werde. Hier betrage das Minus gut 8000 Euro, „sonst sind wir hier immer so circa 20 000 Euro im Plus“. Schorr wies ein Gesamtminus von rund 92 000 Euro im Geschäftsjahr 2018 aus und merkte an: „Ohne Beleuchtung und Clubhaus hätten wir 14 000 Euro Plus gemacht.“ Somit betrage der aktuelle Schuldenstand des TC Erding rund 122 000 Euro.

Die Mitgliederzahl sei leicht zurückgegangen auf 529 (2018: 531), davon 314 Erwachsene und 215 Kinder. „Gerade bei Kindern ist eine hohe Fluktuation festzustellen“, merkte 2. Vorsitzender Jürgen Zellner an, der anschließend einen Überblick über die sportlichen Erfolge der einzelnen Mannschaften gab. Die Herren 1 seien zwar aus der Landesliga abgestiegen und freiwillig gleich noch eine weitere Klasse zurückgegangen, „aber dafür spielen jetzt in der Bezirksliga sechs Erdinger“.

Auch die Damen 1 konnten die Landesliga nicht halten. Sie gehen in der neuen Runde in der Super-Bezirksliga an den Start – „ebenfalls mit lauter eigenen Spielerinnen“, wie Zellner noch einmal betonte. Im Erwachsenenbereich schickt der TC Erding in der neuen Saison zehn Mannschaften ins Rennen, beim Nachwuchs seien es neun. Der scheidende Vize gab noch einen Überblick über die Turniere im vergangenen Jahr und stellte dabei besonders das 62. Jugendturnier mit über 200 Teilnehmern heraus.

Zwei Anträge wurden vor den Neuwahlen behandelt. Zum einen hatte Rudi Zweck beantragt, bei der Stadt Erding einen Antrag auf Erlass der Erbpacht zu stellen. „So viel ich weiß, sind wir der einzige Verein in der Stadt, der für seine Anlage Erbpacht zahlt“, meinte er. OB Max Gotz entgegnete: „Wir haben über 400 Vereine in der Stadt, und wer mich kennt, der weiß, dass ich ein großes Herz für den Sport habe, aber ich kann keine Gleichberechtigung herstellen.“ Als Beispiel nannte er die Schwimmer, bei denen die Stadt pro Eintritt 10,90 Euro drauflege. Er versprach, den Antrag prüfen zu lassen und schloss mit den Worten: „Ich bin froh, dass bei euch die Dinge so gut laufen.“

Zum Thema Beitragserhöhung sagte von Gerichten, dass der administrative Aufwand immer höher werde, „gepaart mit einer immer geringer werdenden Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren“. Auch die laufenden Kosten für Putzdienst, Bälle oder Platzinstandsetzung würden immer mehr steigen. „Die letzte Beitragserhöhung hatten wir noch zu D-Mark-Zeiten“, sagte der TCE-Präsident. „Wir müssen dringend anpassen.“

Unter anderem schlug er vor, dass die Erwachsenenbeiträge von 180 auf 210 Euro steigen, Studenten und Jugendliche von 120 auf 140 Euro, Kinder bis 14 Jahre von 70 auf 85 Euro und Kinder bis 14 Jahre von 50 auf 60 Euro. Nach kontroverser Diskussion stimmten die knapp 70 Mitglieder mit überwältigender Mehrheit bei nur drei Gegenstimmen der Erhöhung zu, die ab 2020 greift.

Die Neuwahlen zog Wahlleiter Gotz in rekordverdächtigen vier Minuten durch. Präsident von Gerichten wurde im Amt bestätigt, sein bisheriger Vize Zellner wechselt für Schorr ins Amt des Schatzmeisters. Janine Krzizok rückt von der 3. zur 2. Vorsitzenden auf, neue 3. Vorsitzende ist Sandra Voriskova. Sie alle wurden ebenso wie die neun Beisitzer ohne Gegenstimme gewählt.

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