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Das Erfolgsduo: Theresa mit Mama Conny Faltermaier.  

Einer der größten Tischtennistalente Bayerns

Theresa Faltermaier: Einzige Deutsche in Europas Top 14

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Die Erdingerin Theresa Faltermaier (10) landet in Lüttich auf Platz sieben. Schon mal was vom Trikotwechsel im Tischtennis  gehört?

Erding/Lüttich– Conny Faltermaier ist mehrfache Tischtennis-Europacupsiegerin, aber das hatte selbst sie noch nicht erlebt: Als ihre Tochter Theresa an die Platte trat, forderte der Schiedsrichter einen Trikotwechsel. Die Zehnjährige hatte ihr dunkelblaues Shirt des Bayerischen Tischtennisverbandes (BTTV) an, ihre französische Kontrahentin ein königsblaues. Im Tischtennis ist es zwar höchst selten, dass die Gegnerinnen in den Infight gehen, dennoch bestand der Kampfrichter auf ein anderes Dress. „Zum Glück hatte die Französin ein anderes Shirt dabei“, erzählt Conny Faltermaier. Das war das Kuriosum eines intensiven Wochenendes.

Theresa war als einzige deutsche Vertreterin bei der Euro Top 14 im belgischen Lüttich. Dafür hatte sie sich bei denEuro Mini Champs in Straßburg qualifiziert. Schon die Anreise war für die Zehnjährige vom TSV Erding ein Erlebnis. „Es war erst ihr zweiter Flug“, berichtet die Mama, die als BTTV-Trainerin ihre Tochter betreute.

Neun Spiele an drei Tagen, von der Halle ins Quartier und wieder zurück – klingt anstrengend. „Es war total schön“, schwärmt die Zehnjährige. Allein schon die internationale Konkurrenz. Als Fünftklässlerin der Mädchenrealschule hat sie erst seit ein paar Wochen englisch. „Deshalb war die Kommunikation mit den anderen Mädchen natürlich schwierig“, erzählt ihre Mutter. Aber ihre Tochter sei sehr offen, deshalb gab es beim Einspielen mit den Mädels aus Portugal, Ungarn oder Belgien auch ohne Worte was zu lachen.

Aber es ging schon auch sportlich zur Sache. „Wie international gecoacht wird, ist schon interessant“, meint Conny Faltermaier. „Mich wundert es, dass der russische Trainer keinen Herzinfarkt bekommen hat.“ Und in Sachen Fairplay habe man auch dazugelernt. „Bei Kanten- oder Netzbällen wird gejubelt und geklatscht und nicht – wie bei uns üblich - sich entschuldigt.“

Dennoch: Theresa Faltermaier hielt im Wettbewerb der 14 besten Zehnjährigen prima mit und wurde Siebte. Dabei hatte sie ein schwieriges Startprogramm erwischt. Als Letzte der Setzliste ging es gleich gegen die Nummer drei, Esenilia Shirokova aus Russland. Nach 2:1-Satzführung musste sie sich noch im fünften Satz geschlagen geben. Auch gegen die Nummer eins, Gaetane Bled aus Frankreich, holte die junge Erdingerin einen Satz. 0:3 hieß es dann gegen Sofiya Beliasava aus Weißrussland (Nummer fünf), wobei zwei Sätze erst in der Verlängerung verloren gingen.

Aber Theresa Faltermaier gab nicht auf. Jetzt ging es erst los. Serena Jantea (Rumänien) hatte keine Chance. Gegen Lilly Laffineur aus Belgien, gegen die sie noch in Straßburg verloren hatte, gewann sie diesmal 3:1.

Im Achtelfinale wartete mit der Fünftplatzierten der anderen Gruppe, Lessia Lewyckyi, eine weitere Belgierin, die jedoch gegen das variantenreiche Spiel der Erdingerin keine Chance hatte.

Faltermaier gewann 3:0 und musste im Viertelfinale gegen die Nummer zwei ran, Leana Hochart aus Frankreich. Die Linkshänderin erwies sich als zu stark, gewann 3:0 gegen die deutsche Vertreterin und später auch noch das gesamte Turnier. Etwas niedergeschlagen unterlag Theresa gegen die Rumänin Jantea 0:3, bezwang dann die Portugiesin Julia Leal 3:0.

Mit Platz sieben und vielen Erkenntnissen flogen die Faltermaiers zurück. „Theresa hat den Abstand zu den besten verkürzt“, sagt die Mutter und Trainerin. Das Aufschlag/Rückschlag-Spiel müsse noch intensiviert werden. „Theresa muss noch schneller auf Schnitt angreifen und sich auf die Tempowechsel der Gegner schneller umstellen.“ Daran werde sie arbeiten mit ihrer Tochter, deren Fleiß sie lobt. Letzteres sei auch „der Grund, warum Theresa Sport und Schule sehr gut unter einen Hut bringt. Ihr macht das einfach viel Spaß.“

Platz sieben

im Endklassement

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