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Thomas Elsenberger freut sich auf Kufstein.

Eistockschießen

Thomas Elsenberger greift nach dem Europapokal

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Erst Niederbayern, jetzt Tirol – Thomas Elsenberger ist derzeit wieder in Sachen Stockschießen auf Reisen. In Dingolfing bestritt er für den EC Sassbach zwölf Partien für die Bundesliga und liegt dabei nach der Vorrunde auf Platz sieben. Am  Samstag ist der Gymnasiallehrer in Kufstein, wo am Wochenende der Europacup ausgespielt wird.

Hörlkofen– Die stärksten europäischen Moarschaften kämpfen in der Kufstein-Arena um den Sieg in der Championsleague der Stockschützen. Neben Sassbach vertreten auch noch der TSV Peiting, der EC Gerabach und der FC Penzing die deutsche Fahne – eben jene vier Vereine, die die vorderen Plätze bei den deutschen Meisterschaften belegt hatten.

Jeder von ihnen könnte den Europokal gewinnen, glaubt Elsenberger. „Das gilt aber auch für die vier österreichischen Vertreter und für den ESC Luttach.“ Die Südtiroler bilden seit Jahren das Gros der italienischen Nationalmannschaft, gelten vielleicht als nicht mehr ganz so stark wie in den vergangenen Jahren. „Aber an guten Tagen ist für Luttach alles möglich“, sagt Elsenberger.

Und die Tage beginnen früh. Um 8.30 Uhr starten am Samstag die Spiele in den beiden Vorrunden. Im Modus „Jeder gegen Jeden“ gilt es für Sassbach möglichst viele Spiele (jeweils sechs Kehren) zu gewinnen, um für die K.o.-Runde am Sonntag im Achtelfinale einen möglichst leichten Gegner zu bekommen. „Aber bitte nicht den ESC am Bachtel“, sagt der Hörlkofener. „Die Schweizer sind ein absoluter Favoritenschreck.“

Die Kufsteiner Halle kennt Elsenberger nur von Bildern aus dem Internet. „Es ist eine halboffene Halle. Es kann also recht kalt werden“, sagt der mehrfache Weltmeister, der hofft, dass sich Temperaturen bei etwa zwei oder drei Grad minus einpegeln. Er habe in Passau auch schon mal bei 20 Grad minus gespielt. „Aber da wird das Eis schon komisch.“ Damit sei aber am Wochenende nicht zu rechnen.

Möglichst lange soll es am Sonntag gehen, hofft Elsenberger. Die K.o.-Runden werden als Doppelspiele, also in zwölf Kehren, ausgetragen. „Da dauert ein Spiel schon gut eine Stunde“, rechnet er vor. Einschließlich Finale wären das also weitere vier Stunden. Gut möglich, dass der EC Sassbach nach 2011 und 2013 zum dritten Mal den Europapokal holt, „aber dann müssen wir definitiv besser spielen als in Dingolfing“.

Elsenberger spielt auf die Vorrunde der Bundesliga an, die vom Niveau her kein Top-Level gehabt habe, was vor allem am Untergrund gelegen habe. Der Eismeister habe das Eis einmal längs und einmal quer abgezogen. „Er hat praktisch Karo-Rippen ins Eis gefahren. Das gibt’s sonst nie, und darauf muss man sich erst einmal einstellen“, erklärt Elsenberger. Für ihn sei es nicht so dramatisch gewesen. Aber jene Stockschützen, die mit strengen Platten spielen, hätten große Probleme gehabt. „Die Stöcke sind dann nicht mehr sauber gelaufen, sondern teilweise gehüpft.“ Zu grotesken Schüben sei es gekommen. „Auch die Zuschauer haben sich gewundert.“

So sei dem Zufall Tür und Tor geöffnet gewesen. Jeder konnte jeden besiegen, und so kam es dann auch. Auch der ECS hatte nach drei Siegen und einem Remis plötzlich einen Durchhänger. Den anderen Favoriten ging es nicht anders. Das Ergebnis (siehe Randspalte): Zwischen Vorrundensieger EC Gerabach und dem Tabellen-20. FC Rinchnach liegen vier Punkte. Sassbach hat als Siebter nur zwei Punkte Rückstand auf den Ersten, kann aber auch noch absteigen. „Naja, somit ist es in der Rückrunde so spannend wie nie“, meint Elsenberger. Diese findet am 12. und 13. Januar statt – in Deggendorf, wo das Eis besser sein dürfte.

Startliste Europacup

Deutschland: TSV Peiting, EC Gerabach, EC Saßbach, FC Penzing – Italien: ESC Luttach, ASV Kaltern, SSV Pichl Gsies, EV Eppan Berg– Österreich: ESV SP Pongratz Kowald Voitsberg, SU Guschlbauer St. Willibald, EV Seiwald Tal Leoben, ESV Weierfing, EV Angerberg – Schweiz: ESC am Bachtel, ESC Rigi, ESC Zweisimmen-Rinderberg, ES Sur En – Tschechien: ZKM Vodnany, SK Vcelná, Sokol Prazak.

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