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Die fünf Erdinger Meisterteams (hintere Reihe, v. l.): Georg Auerweck, Ulrich Ernst, Rolf Müller, Jonas Schu, Benedikt Beil, Cornelia Faltermaier, Thomas Faltermaier, Peter Keuchel, Tobias Dangl, Helmut Lippert; (mittlere Reihe, v. l.) Julian Sauerer, Maxi Hildenbrand, Helena Skopko, ¦Christoph Stangl, Tobias Siml, Robin Ernst, Philipp Rollwage, Carolin Stede, Sarah Skopko, Nicole Heller; (vordere Reihe, v. l.) Theresa Faltermaier, Alfred Mülders und Johannes Faltermaier.

Tischtennis – TSV Erding 

Der fünffache Meister

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Der TSV Erding kommt aus dem Feiern gar nicht mehr raus. Fünf Tischtennisteams haben heuer den Titel geholt. Das Erfolgsrezept: überragende Jugendarbeit und die makellose Bilanz einer Spitzenspielerin.

Erding– Wolfgang Brandauer zählt zu den Urgesteinen des TSV Erding, der der Tischtennisabteilung seit 1962 angehört und auch die glorreichen Landesliga-Zeiten erlebt hat. Aber nein, „so erfolgreich wie heuer waren wir noch nie“, sagt der 73-Jährige, schränkt aber dann sicherheitshalber ein. „Zumindest kann ich mich nicht mehr erinnern.“ Fünf Meistertitel hat der TSV Erding heuer errungen, ist damit vor RW Klettham die Nummer eins im Erdinger Tischtennis. Im Landkreis seien aber schon noch der Post SV Dorfen und der TSV Isen, die beide in der Oberbayernliga spielen voraus.

Der TSV Erding aber spielt künftig zumindest in der 2. Bezirksliga. Denn mit einem 9:2-Sieg gegen den TSV Waldtrudering holten sich die Semptstädter den Titel der 3. Bezirksliga Nordisar mit hauchdünnem Vorsprung vor dem punktgleichen Team des TSV Feldkirchen. Überragende Spielerin: die ehemalige Europokalsiegern Conny Faltermaier, die sämtliche Einzel gewonnen hat und die Rangliste mit 20:0 Siegen anführt. Ihr Cousin Thomas Faltermaier belegte mit 25:5 Siegen Platz drei.

Den zweiten Meistertitel holte sich die Fünfte, die in der 4. Kreisliga Ost mit zwei Punkten Vorsprung vor dem VfB Hallbergmoos/Goldach 3 durchsetzte.

Gleich mit neun Punkten Vorsprung setzte sich die Jugend 1 in der 2. Bezirksliga Isar durch. Ein Erfolgsgarant dabei: Johannes Faltermaier. Conny Faltermaiers Sohn wurde mit 21:4 Siegen Ranglistenerster.

Eine weiße Weste hatte nach der Punktrunde der 2. Kreisliga die Erdinger Jugend 3. Entsprechend sieht auch die Rangliste, die von den Erdingern Theresa Faltermaier, Julian Sauerer und Christoph Stangl angeführt wird. Ebenfalls ohne Verlustpunkt blieb die Jugend 5, Meistertitel der 3. Kreisliga West mit acht Zählern Vorsprung.

Wie erklärt sich der Aufschwung im Erdinger Tischtennis? Brandauer hat da eine eindeutige Antwort: „Das liegt an der guten Jugendarbeit und den hervorragenden Trainern.“ Er meint damit insbesondere Conny Faltermaier, deren Cousine Veronika Faltermaier, Thomas Muster, Rolf Müller und Stefan Kappner, der trotz seines Wechsels nach Garching dem TSV als Übungsleiter erhalten bleibt. Sie kümmern sich um die großen Erdinger Talente.

Deren Klasse habe sich zwar inzwischen rumgesprochen, aber Brandauer befürchtet keine Abwerbeversuche anderer Vereine. Ebenso gelassen zeigt er sich, wenn Spieler aus anderen Vereinen sich beim TSV andienen. „Das kommt schon vor, aber die fragen dann immer, was bei uns zu verdienen ist. Und dann sind die Gesprächen auch schon beendet“, meint Brandauer lachend, der auch die Strukturreform (wir berichteten) nicht fürchtet. „Die Richtung ändert sich halt. Bisher sind wir Richtung München gefahren, jetzt geht’s in den Bezirksligen eben nach Landshut oder Ingolstadt.“ Nicht ändern wird sich wohl die Richtung, die das Erdinger Tischtennis bei dieser Jugendarbeit nehmen wird. Es kann nur weiterhin aufwärts gehen – auch wenn es natürlich in den höheren Klassen erstmal schwierig werden könnte.

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