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Thomas Elsenberger: Top in der Bundesliga, heiß auf Europacup

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Von: Dieter Priglmeir

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Mit neuem Stock geht Thomas Elsenberger in die Wettkämpfe.
Mit neuem Stock geht Thomas Elsenberger in die Wettkämpfe. © Privat

Der Hörlkofener Stockschütze ist 48 Jahre alt, war Welt- und Europameister. Und er brennt noch immer für seinen Sport.

Hörlkofen – Unterricht bis 17 Uhr, dann mit dem Sohn zum Fußball-Stützpunkt nach Buchbach – meistens schafft es Thomas Elsenberger nicht ganz pünktlich zum Training in die Erdinger Eishalle. Aber der Abend ist ja lang, und so kommt der Stockschütze schon noch zu seinen Einheiten. Offensichtlich reicht’s, denn der 48-jährige Hörlkofener fährt derzeit wieder einen Erfolg nach dem anderen ein. Und das mit der Mannschaft und im Einzel.

So gewann er das Zielschießen des Kreises 107, wo die Schützen vom Bayerischen Wald organisiert sind. „166 Punkte sind auch gar nicht mal so schlecht“, meint er schmunzelnd. Mit anderen Worten: Er ist bereit für die bayerischen Meisterschaften, die am 18. Dezember in Regen stattfinden. Das liegt auch ein bisschen am neuen Stock, den sein Sponsor Ebra hat springen lassen. „Seit 30 Jahren unterstützen sie mich“, lobt Elsenberger.

Wie lange braucht man, um sich an einen neuen Stock zu gewöhnen? „Nicht lang“, meint der Ex-Welt- und Europameister. „Für mich ist eigentlich der erste Schuss wichtig. Wenn der hinhaut, dann passt’s.“ Aber da sei er ja eben unkompliziert. „Es gibt auch Kollegen, die den Stock ins Bett mitnehmen, um eine persönliche Bindung aufbauen. Das würde mir jetzt nicht unbedingt einfallen.“

Wo die persönliche Bindung deutlich wichtiger ist: im Team des EC Saßbach. Seit Jahren spielt er in der Mannschaft, die in den vergangenen zwei Jahren Deutscher Meister wurde. Und auch heuer läuft es gut.

Zwei Vorbereitungsturniere gewann der ECS. Sowohl in Waldkirchen, als auch im österreichischen Amstetten war internationale Konkurrenz dabei, unter anderem der amtierende Europokalsieger EV Rottendorf. „Da haben wir schon gemerkt, dass es bei uns läuft“, erzählt Elsenberger.

Am vergangenen Wochenende setzte der EC Saßbach noch einen drauf. Am ersten Spieltag der Bundesliga gewann seine Moarschaft zehn der zwölf Spiele und geht damit als Tabellenführer mit 21:3 Punkten vor dem EC Hauzenberg (19:5) und dem EC Passau-Neustift (18:6) in den Bundesliga-Endspurt, der Mitte Januar 2023 stattfinden wird.

28 Moarschaften spielen in der Bundesliga. „15 oder 16 Mannschaften sind fast gleich stark. Die Spiele sind sehr eng, da entscheiden Nuancen“, meint Elsenberger. Umso erfreulich sei das Ergebnis. „Wir haben sieben Spiele in Folge gewonnen und haben dabei sehr souverän geschossen“, meint er. „Wir waren so stabil, dass wir auf die Fehler der Gegner warten konnten.“ Für die Rückrunde ist er zuversichtlich. Mehr noch: Er erinnert an Abonnementsieger EC Grub, der inzwischen zwar nicht mehr in der Bundesliga spielt, aber lange der „FC Bayern des Stockschießen war“, wie Elsenberger sagt. „Unser Ziel ist es, deren Platz einzunehmen“.

Ein erster Schritt: Der Europacup am kommenden Wochenende in Amstetten, den der EC Saßbach bereits 2011 und 2013 gewonnen hat. Vergangenes Jahr scheiterte das Team als Vorrundenerster im Halbfinale am EV Rottendorf. „Da haben wir noch eine Rechnung offen“, sagt der Gymnasiallehrer, der sich aber keinen Druck machen will, sondern sich auf ein großes Event freut. „Die Österreicher ziehen das immer super auf. Wir freuen uns auf viele Zuschauer, das Rahmenprogramm mit dem Christkindlmarkt – und auf tolle Wettkämpfe.“

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