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Trinkfeste Aufsteiger und ein stolzer Absteiger

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Des einen Freud, des anderen Leid: Während die Reserve-Kicker des FC Erding ausgelassen ihren Aufstieg in die Kreisklasse feiern, lassen sich die niedergeschlagenen Grüntegernbacher von ihren Fans trösten. fotos: Weingartner
Des einen Freud, des anderen Leid: Während die Reserve-Kicker des FC Erding ausgelassen ihren Aufstieg in die Kreisklasse feiern, lassen sich die niedergeschlagenen Grüntegernbacher von ihren Fans trösten. fotos: Weingartner

Erding - Nach den Aufstiegen des FC Langengeisling und des FC Erding 2 war der Jubel in beiden Lagern groß. Auf der anderen Seite standen aber auch enttäuschte Verlierer.

Nach dem souveränen 3:0-Erfolg gegen die FVgg Gammelsdorf und dem Aufstieg in die Kreisliga kannte der Jubel beim FC Langengeisling keine Grenzen mehr. So störte es Fußballchef Gerhard Rösmair auch nicht, die obligatorische Bierdusche über sich ergehen zu lassen: „Das nehme ich bei so einem Anlass gerne in Kauf.“

Den Erfolg feierte die Mannschaft dann zum Großteil im FCL-Vereinsheim, in dem laut Röslmair bereits die vielen Fans warteten und es somit „rappelvoll“ war: „Das Freibier floss in Strömen.“ Auch deswegen ging die Feier bis in die frühen Morgenstunden, wie der Abteilungsleiter schmunzelnd berichtet: „Die Jungs mit weniger Kondition gingen bereits um 3 Uhr nach Hause. Ich gehörte zu den konditionsstärkeren, die noch in die Disko feierten.“ Neben der tollen Fete nahm sich Röslmair aber auch Zeit die Saison Revue passieren zu lassen: „Die Erfolgsfaktoren waren neben der geschlossenen Mannschaftsleistung vor allem die beiden Trainer. Matthias Foltin hat eine hervorragende Vorleistung gebracht, die dann Marco Zehner mit seinen Umstellungen nochmal getoppt hat.“ Für ihn sei es am Schluss zudem die Lockerheit gewesen, die für den Erfolg sorgte: „Wir haben von Spiel zu Spiel gedacht und wären auch nicht böse gewesen, wenn es der dritte Platz geworden wäre.“

Der Erfolg in den Aufstiegsspielen spülte auch noch etwas Geld in die FCL-Kassen, was für Röslmair wichtig ist: „Wir haben auf dem Hauptplatz die Sechzehner erneuert. Zudem wurde der Nebenplatz neu gesät. Auch für unseren Ausflug nach Österreich Anfang Juli können wir das Geld gut gebrauchen.“

Noch leicht verkatert traf sich Erdings Reservetrainer Mathias Köppen gestern Vormittag mit einem Teil seiner Spieler zum Weißwurstessen beim Erdinger Weißbräu. Bis um 6.30 Uhr morgens hatte der FC Erding 2 den Aufstieg in die Kreisklasse gefeiert: „Zuerst fuhren wir mit dem Bus ins TSV-Vereinsheim, danach verschlug es uns ins Papa Remo, ehe wir wieder am Sportplatz landeten. Dort gab es dann auch noch eine schöne Kabinenparty.“

„Wir sind zusammengewachsen“, nannte Köppen einen der Gründe für den Aufstieg. „Nach einer durchwachsenen Wintervorbereitung waren die Stimmung und der Zusammenhalt trotzdem super. Dass uns Thomas Greckl in den vergangenen sechs Wochen zur Verfügung stand, war wichtig. Rückschläge wie das 0:5 gegen Moosinning haben uns noch mehr zusammengeschweißt.“

Beim Blick auf die nächste Spielzeit, in der er nur noch als Spieler zur Verfügung steht, bekommt Köppen ein wenig Bauchschmerzen: „Es tut mir in der Seele weh, wenn bei einem Aufstieg so viele Spieler den Verein verlassen. Ich hoffe, dass die sportliche Leitung guten Ersatz findet.“

Wir nah Freud und Leid beieinander liegen, zeigte sich am Sonntag in Dorfen, denn der TSV Grüntegernbach musste nach der 0:1-Niederlage gegen die Erdinger Reserve den schmerzlichen Gang in die A-Klasse antreten. Dennoch war Trainer Marcus Balbach stolz: „Wir haben auch mit zehn Mann einen geilen Kampf geliefert. Aufgrund der guten Leistungen in den letzten drei Wochen hält sich die Enttäuschung auch in Grenzen.“ Deswegen blieb die Mannschaft noch zwei Stunden in Dorfen zusammen, ehe es geschlossen weiter ins Grüntegernbacher Vereinsheim ging. Balbach: „Dort haben wir noch ein bisschen den Geburtstag unseres Torhüters Daniel Franz gefeiert.“

sv

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