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In Europas Elite vorgedrungen ist Theresa Faltermaier. Die Erdingerin gewann neun ihrer elf Spiele bei den Euro-Mini-Champs in Straßburg. 

Erdings Tischtennis-Ass ist erst zehn Jahre alt

Theresa Faltermaier hat neun von elf EM-Spielen gewonnen

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Erdingerin landet trotz Top-Bilanz bei den Mini-Euro-Champs nur auf Platz 19, aber sie hat viel gelernt und sich fürs  TOP-14-Turnier in Brüssel  qualifiziert.

Erding – Neun Siege und nur zwei Niederlagen – das ist eine Top-Bilanz für Theresa Faltermaier. Schließlich war das zehnjährige Tischtennis-Ass, das zur herausragenden Jugendmannschaft des TSV Erding zählt,  nicht bei irgendeinem Turnier im Kreis, in Bayern oder in Deutschland, sondern bei den Euro-Mini-Champs in Schiltigheim bei Straßburg. Die schlechte Nachricht: Aufgrund des Modus’ sprang nur Platz 19 raus. Die gute: Als Belohnung für ihre großartige Leistung hat sich die Erdingerin für das europäische TOP-14-Turnier in Brüssel/Belgien qualifiziert. Das findet Ende Oktober statt.

75 Teilnehmer, darunter auch Gäste aus Japan und den USA, hatten im Elsass in drei Tagen ihre Besten ausgespielt. Theresa war vom DTTB als eine von drei deutschen Teilnehmerinnen für den Jahrgang 2008 nominiert worden. Conny Faltermaier, die einstige Weltklassespielerin, begleitete ihre Tochter als Trainerin. Und die beiden hatten schon vor dem Wettkampf einige Abenteuer zu bewältigen.

„Nachdem schon das Auto des bayerischen Tischtennisverbandes gestreikt hatte, waren auch die Hotelzimmer nicht korrekt gebucht“, erzählt Günther Mittermaier, Theresas Vater. Die Lösung war ein anderes Hotel, das nicht nahe der Sportstätten, sondern mitten in Straßburg lag. Der Weg zur Halle dauerte eine gute Dreiviertelstunde. „Deshalb machte es auch keinen Sinn, in den Spielpause kurz ins Hotel zurückzukehren“, erklärt Conny Faltermaier. „Gesehen haben wir von Straßburg nicht allzu viel.“

Trotz dieser widrigen Umstände erwischte die Erdingerin einen perfekten Turnierstart. Gespielt wurde in Dreiergruppen, wobei die beiden Erstplatzierten weiterkamen. Die Gegnerinnen aus Frankreich und Estland hatten keine Chance und verloren 0:3. „In der nächsten Dreiergruppe siegte Theresa zunächst gegen eine spielstarke Tschechin 3:0 und anschließend gegen eine weitere Französin 3:1“, erzählt ihr Vater.

Tags darauf hatte die Spielerin des TSV Erding gegen eine weitere Französin beim 3:0 keine Probleme. Gegen ein Mädchen aus Portugal wurde es erstmals eng, doch letztlich blieb Faltermaier mit 3:2 Sätzen siegreich.

„Trotz ihrer makellosen Bilanz von 6:0 wurde Theresa für die nun beginnende K.O.-Runde in der Setzliste äußerst ungünstig platziert“, wunderte sich ihr Vater. Die Zusammensetzung war ziemlich willkürlich“, meinte auch Conny Faltermaier. Von wegen Bonus für die ersten sechs gewonnenen Spiele. „Hätte Theresa ihr erstes K.O.-Spiel gewonnen, wäre die nächste Gegnerin die an Nummer eins Gesetzte gewesen.“ Aber so weit kam es gar nicht. Denn ihre Gegnerin aus Belgien erwies sich als ganz schwerer Brocken. „Nach dem 4:11 im ersten Satz sah es nach einer glatten Niederlage aus“, berichtet Mittermaier. Aber Conny Faltermaier hatte offenbar die richtigen Tipps für ihre Tochter, die die nächsten beiden Sätze gewann. Und dann kam das Pech: „Der vierte Satz war äußerst knapp, ehe zwei Kantenbälle den Satz zu Ungunsten von Theresa entschieden“, bedauerte der Vater. Und weil auch der fünfte Satz verloren ging, blieb seiner Tochter die Runde der Besten 16 verwehrt. Da auch die Plätze 17 bis 32 ausgespielt werden, war für Theresa Faltermaier das Turnier noch nicht zu Ende. Drei weitere Siege und eine Niederlage bedeuteten schließlich den 19. Gesamtplatz.

„Theresa hat bei ihrem ersten internationalen Turnier wahnsinnig viel gelernt“, sagt ihre Mutter. „Die Spielsysteme sind in anderen Nationen anders, aber auch das Verhalten. Dass bei Kanten- oder Netzbällen laut geschrien oder jeder Fehler bejubelt wird, das kannte Theresa so nicht.“ Aber auch am eigenen Spiel werden Mutter und Tochter feilen. „Theresa muss schauen, dass sie noch schneller angreift. Nach dem Aufschlag noch aktiver sein – daran werden wir arbeiten.“ 

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