1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Landkreis Erding

TSV und Trainer Teufel trennen sich

Erstellt:

Von: Wolfgang Krzizok

Kommentare

Stefan Teufel verlässt den TSV Erding.
Stefan Teufel verlässt den TSV Erding. © TSV Erding

Diese Nachricht kommt überraschend.

Erding – Die Eishockey-Abteilung des TSV Erding und der hauptamtliche Nachwuchstrainer Stefan Teufel gehen ab sofort getrennte Wege. „Einvernehmlich und auf beiderseitigen Wunsch“, heißt es in der Pressemitteilung. „Über die Details der Trennung wurde beidseitig Stillschweigen vereinbart.“ Nicht einmal darüber, von wem die Initiative ausging, wollten beide Seiten sich äußern.

Teufel stand seit 2018 – nachdem er zuvor 25 Jahre BEV-Landestrainer war – beim TSV unter Vertrag. „Es wurde ein Auflösungsvertrag unterschrieben, es wurde eine für beide Seiten faire Lösung gefunden“, stellt er fest. „Die Entscheidung kann ich zu hundert Prozent mit meinem Gewissen vereinbaren.“ Der gebürtige Oberpfälzer war Mitte der 90er-Jahre als nebenberuflicher Nachwuchscoach in Erding tätig, danach viele Jahre beim EHC Klostersee, ehe er ins TSV-Trainerteam zurückkehrte – seit 2018 hauptamtlich.

„Ich will die Sache zum Wohle des Vereins nicht weiter kommentieren und will auch nicht, dass irgendeine Last, Schuld oder ein Ärgernis aufs Erdinger Eishockeys zukommt, dafür liegt es mir zu sehr am Herzen“, sagt der 57-jährige Teufel und stellt fest: „Ich habe viel Zeit und Engagement reingesteckt.“ Und noch einmal betont er ausdrücklich: „Ich will nicht, dass die Trennung negativ rüberkommt und dass der Verein beziehungsweise das Erdinger Eishockey irgendwelchen Schaden nimmt.“

Gladiators-Pressesprecher David Whitney lobt den scheidenden Coach noch einmal ausdrücklich. „Stefan war seit 2018 federführend für die Entwicklung sämtlicher Nachwuchsmannschaften von den Laufkids bis zur U 20-Mannschaft der Erdinger verantwortlich“, sagt er. „In der zurückliegenden Spielzeit wurde der Verein durch den Deutschen Eishockey Bund (DEB) für seine Nachwuchsarbeit im Fünf-Sterne-Programm mit drei Sternen zertifiziert.“ Auf die Gründe der Trennung will er nicht eingehen und verweist auf die Pressemitteilung: „Wir haben vereinbart, dass wir nichts sagen.“

Beim Erdinger Eishockeynachwuchs übernimmt der zweite hauptamtliche Trainer Florian Zimmermann vorerst den kompletten Nachwuchs, nächste Woche beginnt bereits das Sommertraining. „Aber wir sind natürlich schon auf der Suche nach einem Ersatz für Stefan Teufel“, sagt Whitney. Der Ex-Trainer beantwortet die Frage nach seiner Zukunft gelassen. „Ich lasse es jetzt erstmal laufen und warte ab“, stellt der 57-Jährige fest. „Ich habe ja Zeit und warte ab, welche Angebote ich bekomme.“

Die Jugendleitung des TSV war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Auch interessant

Kommentare