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Einzige weiblic he Abteilungsleiterin beim TuS ist Agnes Pointner. Vorsitzender Hubert Merklein dankte ihr mit einem Blumenstrauß.

TuS Oberding 

Eine Spiegelwand und die Abstiegsangst der Volleyballer

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Agnes Pointner musste ein wenig grinsen, als sie bei der Jahreshauptversammlung des TuS Oberding (wir berichteten) vom Bewegungsraum sprach, den die neue Dreifach-Turnhalle der Gymnastik- und Tanzabteilung zur Verfügung stellt. „Da wird es eine Acht-Meter-Spiegelseite geben. Unsere Mädels freuen sich schon darauf – unsere Erwachsenen nicht so.“

Oberding – Das sind die kleinen Luxusproblemchen der 371 Mitglieder starken Abteilung, die sich aber natürlich auf den Umzug in die neue Halle freuen, wie die Abteilungsleiterin betonte. Das Angebot sei umfangreich: Für die Erwachsenen wird Wirbelsäulengymnastik, Piloxing, Powerfitness und – mit rund 20 Teilnehmern weiterhin der Renner – Seniorensport geboten. Die Kinder seinen in vier Tanz- und fünf Turngruppen bestens aufgehoben.

Schon Zweijährige tanzen beim TuS, erzählt Pointner. „Bis zur 4. oder 5. Klasse können wir unseren Kindern etwas anbieten. Für ältere Kinder haben wir leider nichts, weil uns da die Übungsleiter fehlen“, bedauert sie.

Ein ähnliches Problem plagt auch die Volleyballabteilung, wie Tom Forster erklärte. „Wir haben zwar genügend Nachwuchs, aber extreme Altersunterschiede, so dass wir keine vernünftigen Jugendmannschaften stellen können.“ Forster regte an, der Gesamtverein möge ein Konzept für alle Jugendlichen erstellen, „damit wir die Lücke zwischen Kleinen und Jugendlichen schließen“.

Sportlich läuft es laut Forster nicht optimal. Trainer Klaus Lösch hatte die Chance ergriffen, in Freising eine Regionalliga-Mannschaft zu übernehmen. Bei allem Verständnis für dessen sportlichen Ambitionen – er trainiert auch noch die Wartenberger Damen – räumte Forster ein, „dass uns das schon umvorbereitet getroffen hat“. Also machte sich der TuS im März auf der Suche nach einen Nachfolger, den sie in Kurt Gebhardt gefunden hatten. Allerdings habe die Chemie zwischen der Mannschaft und dem Mann aus Isen nicht gestimmt. Bis Ende der Saison hat nun Ex-Spieler Martin von Truchseß den Trainerposten übernommen. Vier Spieltage vor Schluss liegt der TuS auf einem direkten Abstiegsplatz in der Landesliga. Ziel sei es, wenigstens noch die Relegationsspiele zu erreichen. „Dabei haben wir heuer eigentlich die Aufstiegsspiele angepeilt“, meint Forster.

Trübsal wird in der 101 Mitglieder starken Abteilung deswegen nicht geblasen. Forster freut sich auf die Verjüngungskur, lässt sich auch davon nicht beeindrucken, dass die U20-Mädels in ihrem ersten Jahr noch keinen Satz gewonnen haben und ist stolz darauf, dass Chris Sieracki die Prüfung zum C-Trainer erfolgreich absolviert hat. Auch in der Abteilungsleitung werde sich etwas ändern, kündigte Forster an. Adriatik Bejko habe bereits angekündigt, nicht mehr für das Amt zu kandidieren.

Von zwei Aufstiegen berichtete Stockschützenchef Bernhard Loider. Auf Eis habe der TuS den Sprung in die Bezirksliga geschafft, auf Asphalt spiele Oberding künftig gar in der Bezirksoberliga. Die 55 Mitglieder starke Abteilung war nicht nur sportlich erfolgreich, sondern auch sehr fleißig. „Wir sind zu 45 Turnieren gefahren“, berichtete Loider.

Erfolgreich läuft es auch bei den Fußballern, die Tabellenführer in der A-Klasse 7 sind. Abteilungsleiter Tobias Huber berichtete von der vorzeitigen Vertragsverlängerung mit Trainer Hans Bruckmeier (siehe Bericht Seite 10) und freute sich, dass der TuS inzwischen acht Schiedsrichter stelle („So viele wie noch nie“). Außerdem stellte er klar: „Wir sind ein Amateurverein, in dem für Spieler kein Geld bezahlt wird. Das ist in der A-Klasse nicht immer so. Bei uns spielen zu 85 Prozent echte Oberdinger. Und der Rest sind Leute, die einfach gern bei uns spielen.“

dieter priglmeir

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