Neue Ziele im Visier: der Lengdorfer Sportschütze Maximilian Dallinger. Fioto: privat
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Neue Ziele im Visier: der Lengdorfer Sportschütze Maximilian Dallinger.

Maxi Dallinger im Interview

„Weltcup in Neu-Delhi wäre der Hammer“

  • Dieter Priglmeir
    VonDieter Priglmeir
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Lengdorf – Von den Junioren zu den Herren, von den Isental-schützen zum Bundesliga-Neuling Niederlauterbach – Sportschütze Max Dallinger steht vor einer spannenden Saison. Und es warten noch größere Herausforderungen.

Er feierte seinen 20. Geburtstag mit dem Wissen: Seine Zeit als Junior ist nun vorbei. Ab sofort muss sich Maxi Dallinger in der Herrenklasse behaupten. Am Wochenende wartet mit dem Einstieg in die Bundesliga-Saison eine neue Herausforderung auf ihn. Der Europameister ist von seinem Heimatverein Isental Lengdorf zu den Sportschützen Niederlauterbach gewechselt. Der Verein aus dem Kreis Pfaffenhofen an der Ilm startet als Bundesliga-Aufsteiger in der Süd-Gruppe. Wir fragten nach.

-Herr Dallinger, wie war Ihr letztes Juniorenjahr?

Maxi Dallinger: Es war mit Abstand mein erfolgreichstes. Zuerst der EM-Titel mit dem Luftgewehr, dann der Weltrekord im Finale des Internationalen Wettkampfes in Hochbrück und der Sieg beim Junioren-Weltcup in Suhl. Ein Schmankerl war mein Finalsieg in Meran. Da habe ich gegen den späteren Olympiasieger Niccolo Campriani gewonnen. Der DM-Titel mit dem Luftgewehr hat die Saison dann so richtig toll abgerundet.

-Wie geht’s jetzt weiter?

Dallinger: In der Deutschen Rangliste habe ich es letztes Jahr in allen drei Disziplinen, also KK-liegend, KK 3 x 40 und Luftgewehr auf den ersten Platz geschafft. Zur Belohnung hat der Bundestrainer bereits erste Weltcupeinsätze in Aussicht gestellt. Die Nominierung für den Weltcup in Neu-Delhi wäre schon ein Hammer.

-Wie schaffen Sie das zeitlich?

Dallinger: Natürlich erhöht sich der Trainingsaufwand. Ich trainiere pro Woche zwei- bis dreimal am Olympiastützpunkt in Hochbrück und wenn es die Zeit erlaubt zusätzlich in Lengdorf. Mit großzügigen Freistellungen macht das mein Arbeitgeber, die Bayerische Bereitschaftspolizei, möglich. In der Spitzensportförderung ermöglicht hier der Freistaat aussichtsreichen Sportlern berufliche Ausbildung und Erreichung sportlicher Ziele unter einen Hut zu bringen.

-Sie sind von Isental Lengdorf zu den Sportschützen Niederlauterbach gewechselt. Was bedeutet das für Sie für einen zeitlichen Aufwand?

Dallinger: Der zeitliche Mehraufwand betrifft ja nur die Bundesligawettkämpfe. Diese finden an sechs Wochenenden statt, wobei jeweils am Samstag und am Sonntag ein Kampf geschossen wird. Wegen der weiten Anfahrten gehen für die Wettkämpfe schon zwei volle Tage drauf, in denen das Team an den Wettkampfstätten in Hotels übernachten wird.

-Warum haben Sie eigentlich Ihren Heimatverein verlassen?

Dallinger: Der Wechsel war rein sportlich motiviert und betrifft nur meine Starts in der Bundesliga. Bei Meisterschaften trete ich weiterhin für Lengdorf an. Niederlauterbach ermöglicht mir, dass ich in der Bundesliga schießen kann, in der eine extreme Leistungsdichte herrscht. Sich an jedem Wettkampfwochenende mit Weltklasseschützen zu messen, ist dabei die große Herausforderung. Dabei holt man sich die Wettkampfhärte für spätere Großereignisse wie EM, WM oder Olympische Spiele. Nebenbei wollen wir als Aufsteiger aber auch für die eine oder andere Überraschung sorgen, zumal wir mit den Schützen Daniel Brodmeier, Michi Janker, Andi Geuther, Olivia Hofmann und Nicolas Schallenberger in unserer Mannschaft hervorragend besetzt sind.

-Und was sind Ihre persönliche Ziele im ersten Jahr in der Herrenklasse?

Dallinger: Ich will möglichst viele Punkte in der Bundesliga holen, mich im Deutschen Kader etablieren und möglichst viele Weltcupstarts.

-Schauen wir ein wenig weiter. Im Jahr 2020 findet Olympia in Japan statt.

Dallinger: Tokio? Ja, das ist schon mein Fernziel. Mal schauen, wie weit die Reise geht.

Das Gespräch führte Dieter Priglmeir.

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