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Drei Weitenjäger: Der neue Deutsche Meister Felix Karpfinger (Mitte) freut sich zusammen mit den weiteren Medaillengewinnern Johannes Michl (l.) und Kilian Reschberger. 

Karpfinger schießt sich von Silber zu Gold

Wörther Stockschütze wird erst Bayerischer Vizemeister und tags darauf Deutscher Meister

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Ein eher langes Gesicht am ersten Tag, ein strahlendes am zweiten. So kann man in etwa die Gefühlslage von Felix Karpfinger beim Wettkampf-Wochenende in Freilassing bezeichnen.

Freilassing/Wörth – Ein eher langes Gesicht am ersten Tag, ein strahlendes am zweiten. So kann man in etwa die Gefühlslage von Felix Karpfinger beim Wettkampf-Wochenende in Freilassing bezeichnen. Der 15-jährige Stockschütze vom SV Wörth war mit seinem Auftritt bei den bayerischen Meisterschaften nicht zufrieden, wo er sich als großer Favorit mit Rang zwei begnügen musste. Tags darauf bei den deutschen Titelkämpfen war er trotz der widrigen Bedingungen nicht zu stoppen und holte sich überlegen die Goldmedaille.

Bei der Bayerischen legte Karpfinger zum Auftakt einen ungültigen Versuch hin und kam im zweiten Anlauf auf 103,36 Meter. Das war’s dann auch schon für den Wörther, der keinen weiteren gültigen Versuch mehr aufs Eis in der Freilassinger Arena brachte. Ganz anders sein schärfster Konkurrent Johannes Michl vom SV Pocking, der eine unglaubliche Serie hinlegte. Fünfmal knackte er die 102-Meter-Marke, gegen seine größte Weite von 108,70 Meter war kein Kraut gewachsen.

Karpfinger musste indes noch um die Silbermedaille zittern, hatte er doch Kilian Reschberger vom EC Lampoding im Nacken. Der Vorjahressieger im U 14-Wettbewerb musste sich schließlich mit 101,92 Meter und der Bronzemedaille begnügen.

Am zweiten Tag ging es um die deutsche Krone – bei deutlich schlechteren Bedingungen. Es regnete immer wieder, und da die Halle in Freilassing nur bis 85 Meter überdacht ist, war die Bahn im Freien ruppig. Der Wörther musste als Erster ran und eröffnete mit guten 100,06 Meter. Das bedeutete die Führung, die der 15-Jährige im zweiten Duchgang mit 100,42 Meter noch leicht ausbaute. Michl (99,83 Meter) und Reschberger (98,43) kamen Karpfinger dann recht nahe, ehe er im vierten Versuch mit 105,13 Meter den perfekten Schuss aufs Eis zauberte. Die Konkurrenz konnte sich nicht mehr steigern, da konnte es der Wörther verschmerzen, dass sein letzter Versuch ungültig war. Danach kannte der Jubel beim neuen Deutschen Meister keine Grenzen mehr, und plötzlich hatte die Silbermedaille vom Vortag einen viel schöneren Glanz.

Wolfgang Krzizok

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