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Sieger in Rekordzeit: Frederic Funk.

26. Erdinger Stadttriathlon

Youngster Funk lässt die Konkurrenz alt aussehen

Einen neuen Rekord stellte Frederic Funk beim 26. Erdinger Stadttriathlon auf. Der Zweitplatzierte hatte bereits acht Minuten Rückstand.

Erding Morgens um acht Uhr startete am Kronthaler Weiher der 26. Erdinger Stadttriathlon mit den Schüler- und Jugendklassen. Vor dem Startschuss freuten sich die Teilnehmer über Tipps einer Triathlon-Legende: Bundestrainer Faris Al-Sultan, einst Ironman-Sieger auf Hawaii, fungierte als Co-Kommentator von Hartwig Thöne. „Hier herrscht immer eine tolle Stimmung, die Strecke ist schön, und die Anlage am Kronthaler Weiher ist auch super geworden“, lobte er. Die vorerst schlechte Witterung mit Regenschauern schwappte, je näher der Start der olympischen Distanz kam, zu perfekten Wettkampfbedingungen über.

Insgesamt 1500 Teilnehmer zählten die Verantwortlichen. So viele wie nie zuvor. Für einen weiteren Rekord sorgte dann der 21-jährige Frederic Funk. Der favorisierte Youngster, jüngst als Newcomer des Jahres 2018 ausgezeichnet, triumphierte auf der olympischen Distanz mit einer sensationellen Zeit von 1:50:40 Stunden – Bestzeit seit Einführung der neuen Strecke 2016 – und ließ damit seine Konkurrenten alt aussehen. Der Zweitplatzierte Marchelo Kunzelmann-Loza erreichte erst acht Minuten später das Ziel. Für Al-Sultan ein „riesiger Niveauunterschied“.

Funks Eltern betrieben schon leidenschaftlich Triathlon. Der Sohn hat Ambitionen auf etwas ganz Großes und möchte gerne in die Fußstapfen von Al-Sultan treten. „Er hat den Ironman Hawaii gewonnen, deshalb ist er ein großes Idol für mich“, sagte Funk. Der Ironman-Sieger von 2005 entgegnete: „Außer, dass er alles zerlegt hat, kann ich nicht viel sagen. Er hat die Gegner heute deutlich deklassiert, ist auf dem Weg nach oben und ein absoluter Vollprofi.“

Auf Rang drei landete Niclas Bock, vor Rekordsieger Michael Göhner, der bereits achtmal auf dem Thron stand. An einen derart großen Vorsprung eines Siegers beim Erdinger Stadttriathlon kann selbst er sich nicht erinnern: „Frederic ist Weltklasse. Dass der Kerl Potenzial hat und gewinnen wird, war mir schon von Anfang an klar“, lobte der Triathlon-Veteran. Mit seinem Rennen war Göhner zufrieden, auch weil er wieder absolut schmerzfrei ist: „Klar wäre es schöner gewesen, wenn ich auf dem Stockerl gestanden hätte, aber damit kann ich gut leben.“

Die Wertung der Frauen gewann Julia Gajer. In 2:08:28 Stunden legte sie die 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen zurück. Keine selbstverständliche Leistung, bedenkt man, dass Gajer gerade erst ihre Babypause beendet hat. „Ich hätte nie gedacht, dass ich es schaffe, so zurückzukommen. Der Spaß am Sport ist wieder zurück, deshalb genieße ich das hier sehr“, sagte sie nach ihrem Erfolg.

Der erst 17-jährige Leo Kreuzer aus Kelheim war gestern der schnellste Volkstriathlet. Nach 53:54 Minuten überquerte er die Ziellinie. Bereits vor zwei Wochen gewann er beim Kallmünzer Triathlon die Jedermann-Distanz. Sahnewochen für das Nachwuchstalent. Seine persönliche Bestleistung toppte er obendrauf: „So deutlich unter einer Stunde war ich noch nie“, verriet er. Dabei hatte er mit Problemen beim Radfahren zu kämpfen: „Mir ist die Sattelstütze dauernd runtergerutscht. Aber das Laufen lief so, wie ich mir das erwartet habe.“

Auch bei den Frauen triumphierte ein Nachwuchstalent. Amelie Hanf kam nach 1:01:11 Stunden als erste Frau ins Ziel. „Das gelingt mir zum ersten Mal“, freute sich die 16-jährige Deggendorferin über ihren Sieg. „Beim Radfahren dachte ich, dass ich mir die Beine kaputt fahre“, erzählte sie. Kommenden Samstag steht ihr persönlicher Saisonhöhepunkt vor der Tür: die deutsche Jugendmeisterschaft im sächsischen Grimma.

Alle Ergebnisse gibt es im Internet unter www.trisport-erding.de

Daniel Georgakos

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