Handball – TSV Erding

Zorn auf den Schiedsrichter: „Das war unter aller Sau“

Erding – Trotz einer starken ersten Halbzeit unterlagen Erdings Handballer in Schrobenhausen 22:29 (16:12). Am Ende ärgerten sich die Gäste vor allem über den Schiri.

Andy Adelsberger eröffnete die Partie mit einem mächtigen Wurf in den Winkel, und Max Scherzl legte dreimal zum 4:0 nach. Die Hausherren stellten um, doch auch die Manndeckung auf Adelsberger und Hansi Huber konnte den TSV nicht stoppen. Vor allem Felix Drischberger zeigte sich im Eins-gegen-Eins nervenstark. Bis zur 23. Minute war die Führung auf 14:8 ausgebaut. Zwar gelangen den Gastgebern noch die Treffer zum 12:16-Pausenstand, doch die Partie schien entschieden.

Nach dem Seitenwechsel zog Schrobenhausen aber an und wurde dabei von vermeintlichen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters unterstützt. Immer wieder verwehrte er den Gästen klare Siebenmeter. Die gegnerischen Spieler und Zuschauer gestanden nach dem Spiel, dass nicht viele Fouls für den TSV gegeben worden seien. Zudem bekam Adelsberger, Erdings bester Mann neben Keeper Bernhard Reinl, zweimal zwei Minuten und musste das Feld verlassen. Es war seine dritte Zeitstrafe.

Nun fehlte es den Semptstädtern an Ideen. Schrobenhausens Manndeckung zeigte immer mehr Wirkung. Da Erding nur noch selten mit sechs Mann auf dem Feld stand, hatten es die Hausherren im Angriff nun leichter, glichen aus und zogen davon.

„Wir haben deutlich besser angefangen als aufgehört“, sagte TSV-Trainer Harry Huber. Abteilungsleiter Johannes Scharf kritisierte die Leistung des Unparteiischen: „Ich bin normalerweise der Letzte, der dem Schiri die Schuld in die Schuhe schiebt. Doch was wir hier erlebt haben, ist unter aller Sau. Wenn es sogar dem Gegner peinlich ist, so zu gewinnen, spricht das eine deutliche Sprache.“ Die Leistung der Gastgeber wollte Scharf aber nicht untergraben.  jos

Die TSV-Tore:

Andreas Adelsberger 5/2, Felix Drischberger 5/1, Maxi Scherzl 4, Michael Stefan 3, Philipp Springer 3, Felix Plümer, Hansi Huber.

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