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Radovan Vlajkov ergatterte den einzigen Punkt für den VfB Hallbergmoos.

Sportkegeln

1:7-Packung trotz neuem Vereinsrekord: VfB Hallbergmoos verliert beim Dauermeister

Für die Kegler des VfB Hallbergmoos hingen die Trauben beim Bundesliga-Auftakt in Zerbst wie erwartet zu hoch. Die Verantwortlichen waren trotzdem zufrieden.

Hallbergmoos – Für die Sportkegler des VfB Hallbergmoos war schon vorher klar, dass es bei Rot-Weiß Zerbst nichts zu holen geben würde. Und so kam es auch: Die Hallberger unterlagen zum Bundesliga-Auftakt mit 1:7 Matchpunkten und 3731:3935 Holz – und das trotz Vereinsrekord.

Gegen Zerbst ist es schon etwas Besonderes, kleine Erfolge wie einen Zähler oder einen Satzgewinn zu feiern – denn dieses Team ist das Maß aller Dinge im Kegelsport: 2020 wurde die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt zum 15. Mal in Folge (!) Deutscher Meister, zudem hatte der SKV schon neun Mal den Weltpokal geholt.

Neuzugang Vlajkov sichert sich drei Sätze

Dennoch wollten die VfB-Männer zeigen, dass auch sie Potenzial haben: In den ersten beiden Partien gingen Radovan Vlajkov und Dietmar Brosi an den Start. Bei beiden lief der erste Durchgang durchwachsen ab, Vlajkov unterlag Jürgen Pointinger mit sieben Holz und Brosi war chancenlos gegen die 170 Kegel von Christian Wilke. In den nächsten Abschnitten zeigten sich deutliche Aufwärtstendenzen: Vlajkov sicherte sich klar die nächsten drei Sätze, hatte am Ende mit 657:623 Holz die Nase vorne und erzielte damit nicht nur den Teambestwert für den VfB, sondern auch den einzigen Punkt. Brosi agierte in den nächsten beiden Sätzen auf Augenhöhe, musste sich letztlich aber dann doch mit 0:4 und 602:673 Holz geschlagen geben.

In den zwei mittleren Partien versuchten Bogdan Tudorie und Tobias Kramer ihr Glück. Obwohl Tudorie zwei Sätze für sich entschied, zog er gegen Dominik Kunze mit 613:673 Kegeln den Kürzeren. Kramer musste gegen Florian Fritzmann ran und konnte zumindest den dritten Durchgang für die Hallbergmooser an Land ziehen, unterlag aber trotzdem mit 590:639 Holz.

Starke Hallbergmooser ziehen den Kürzeren

Richtig spannend wurde es in den beiden Schlusspartien: Damir Cekovic spielte zu Beginn genauso wie sein Gegner Timo Hoffmann 156 Holz und holte so 0,5 Satzpunkte. Im zweiten Abschnitt lag der Zerbster mit einem Kegel vorne. Am Ende unterlag Cekovic trotz einer starken Vorstellung mit 621:645. Alexander Stephan musste derweil gegen den amtierenden Mannschaftsweltmeister Igor Kovacic antreten. Der legte gleich mit 169 Kegel im ersten Abschnitt los, Stephan hatte mit 143 Holz das Nachsehen. Im Anschluss spielte er jedoch zwei bärenstarke Sätze, die er mit 181 und 170 Holz zu seinen Gunsten entschied. Allerdings konnte er im letzten Abschnitt nicht mehr an diese Leistung anknüpfen und verlor bei 2:2 Sätzen trotz hervorragender 648 Holz. Kovacic kam auf 682.

Obwohl die Hallbergmooser mit 1:7 Mannschaftspunkten und 8,5:15,5 Sätzen den Kürzeren gezogen hatten, waren sie am Ende mehr als zufrieden. Immerhin hatten sie mit ihren 3731 Holz einen neuen Vereins- respektive Mannschaftsrekord aufgestellt. Abteilungsleiter Sepp Niedermair hatte die Partie live im Internet verfolgt und zeigte sich nach dem Spiel optimistisch: „Auch wenn wir klar verloren haben, stimmt mich das Ergebnis positiv. Es war von Anfang an klar, dass wir hier nichts holen würden. Aber wir haben einen neuen Vereinsrekord erzielt, und bis auf einen Spieler haben alle über 600 Holz geworfen. Das passt.“

Thomas Schneider kann frühestens Anfang November wieder spielen

Der Aktivensprecher und Ex-Zerbster Thomas Schneider, der nach einer Kreuzband-OP und einer Knorpelentfernung aus dem Knie noch im Muskelaufbau ist und frühestens Anfang November wieder spielen kann, freute sich an seiner alten Wirkungsstätte über einen herzlichen Empfang. Auf den gut präparierten Bahnen, so Schneider, wäre sogar noch einiges mehr drin gewesen – zumindest ein 2:6.

Auch Kapitän Mario Cekovic, der als Ersatzmann dabei war, zeigte sich insgesamt zufrieden, haderte jedoch mit den Ergebnissen beim Abräumen. Besser laufen soll es am kommenden Samstag, 14 Uhr, gegen die SF Friedrichshafen. Allerdings sind bei diesem Heimspiel noch keine Zuschauer zugelassen.

Christiane Oldenburg-Balden

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