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Abgezockte „Frösche“ kochen Freising ab

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Ein Lichtblick in der Offensive: Thomas Nibler war der einzige Freisinger Basketballer, der am Samstagabend zweistellig punktete. Er kam auf starke 23 Zähler. © Gleixner

Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus. Die Basketballer des TSV Jahn Freising unterlagen am Samstagabend auch beim Tabellendritten DJK SB München, klar mit 60:75 (13:17, 25:34, 36:60). Damit müssen die Freisinger weiter um den Klassenerhalt in der 2. Regionalliga Süd bangen.

Freising – Gegen die „Frösche“, so werden die Korbjäger der DJK SB München in der Szene wegen ihrer grünen Trikots genannt, fand das Jahn-Team abermals kein passendes Rezept, um endlich einmal einen Sieg feiern zu können. Dabei starteten die Freisinger vielversprechend in die Partie. „Es war zwar von Beginn an ein enges Match, aber wir haben in den ersten Minuten sehr gut mitgehalten“, erklärte Jahn-Headcoach Denis Rühmann in seinem ersten Rückblick auf das Spiel. Doch bereits im ersten Viertel zeigte sich, wo die Freisinger momentan ihr größtes Problem haben: Wie in vielen Partien der vergangenen Wochen stotterte der Angriffsmotor. Einfache Korbleger missglückten. Die Folge: Am Ende des ersten Durchgangs lagen nicht die Freisinger vorne, sondern die Gastgeber.

Dank einer halbwegs intakten Defensive hielten die Freisinger die Partie auch im zweiten Abschnitt noch offen. Allerdings: Was bringt die beste Verteidigung, wenn man im Angriff zu viele Möglichkeiten auslässt und beim Offensivrebound meist nur zweiter Sieger bleibt? Die „Frösche“ machten das deutlich besser: Sie nutzten die Unkonzentriertheiten im Jahn-Spiel eiskalt aus. In der Schlussphase des zweiten Viertels ging’s ratzfatz, Freising geriet mit neun Punkten in Rückstand.

Die Vorentscheidung fiel dann bereits Mitte des dritten Durchgangs: Das Jahn-Team kassierte immer wieder unnötige Fouls, leistete sich Abspielfehler und traf phasenweise überhaupt nichts mehr. Die Hausherren punkteten dagegen aus allen Lagen. „Wir haben in der Offensive überhaupt keinen Rhythmus mehr gefunden. Wir haben viel zu statisch agiert und uns in Einzelaktionen verzettelt. Damit waren wir insgesamt in der Offensive sehr leicht auszurechnen“, begründete Denis Rühmann die Schlappe. Das Spiel erinnerte stark an die Heimniederlage gegen Schlusslicht Landsberg vor Wochenfrist.

Auch wenn die Freisinger im vierten Viertel bemüht waren, nochmals aufs Tempo zu drücken, waren sie gegen die abgezockten Münchner unter dem Strich chancenlos. „Man hat gesehen, dass uns gegen so ein routiniertes Team ein Maximilian Hellmich gefehlt hat – er war leider beruflich verhindert“, betonte Rühmann, der sorgenvoll in die Zukunft blickt. „Das wird nicht leicht werden. Unserem Spiel fehlen die Automatismen. Das liegt einfach daran, weil wir zu wenig gemeinsam trainieren können.“ Am kommenden Samstag gastiert Spitzenteam Bayern München III in Freising. Die Hoffnungen, dass der TSV Jahn da den letzten noch benötigten Sieg einfahren kann, sind gering. 

Peter Spanrad

Aufstellung und Punkte:

Babl (4), Kahlert (3), Kllapija (4), Kock (9), Nibler (23), Peisker (7), Pink (2), Stanzel, Weiß (8).

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