Trainer Simon Klawe (l.) und einige HSG-Spielerinnen schauen auf das Spielfeld.
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Schauen nach vorne, nicht nach oben: Trainer Simon Klawe (l.) und die HSG-Handballerinnen konzentrieren sich lieber auf den Neustart der Bayernliga im kommenden Herbst.

Handball

Aufstiegsturnier zur 3. Liga: Hohe Auflagen schrecken die HSG Freising-Neufahrn ab

Die Entscheidung war schnell gefällt: Die Bayernliga-Handballfrauen der HSG Freising-Neufahrn nehmen nicht am Aufstiegsturnier zur 3. Liga teil.

Freising – Bis hoch zur Bayernliga hat der Bayerische Handball-Verband (BHV) die Punkterunden annulliert, alles soll im Herbst beim Stand wie vor dieser Saison neu beginnen. Allerdings gab es jetzt eine neue Meldung: Für die 3. Liga werden aktuell noch Aufsteiger gesucht – und dafür konnten sich Teams aus der Bayernliga melden. Für die Frauen der HSG Freising-Neufahrn ist das jedoch keine Option.

Schuhbauer: „Das bedeutet erhebliche Kosten für die Vereine.“

Der Aufstieg soll in einer noch nicht genau definierten Turnierform ermittelt werden. Die Auflagen dafür seien allerdings ziemlich hoch, sagt die Freisingerin Ingrid Schuhbauer, Vizepräsidentin Spielbetrieb beim BHV: „Wir wollten nicht, dass manche sich einfach nur deswegen anmelden, um wieder ein paar Spiele in der Halle zu haben.“ Das Ganze gelte nur für ambitionierte Teams. Vom Deutschen Handballbund (DHB) sei etwa eine Bürgschaft gefordert, das Training und die Partien dürften nur mit vorher absolvierten Corona-Schnelltests stattfinden. „Das bedeutet natürlich erhebliche Kosten für die Vereine“, sagt Schuhbauer.

Coach Klawe: „Die 3. Liga ist für uns absolut kein spruchreiches Thema.“

Aus dem Landkreis kamen die Frauen der HSG Freising-Neufahrn für diesen Modus in Frage – Trainer Simon Klawe winkt allerdings ab: „Es war schnell klar, dass wir an den Aufstiegsspielen nicht teilnehmen werden.“ Der finanzielle Aspekt wäre der Wichtigste, betont der HSG-Coach: „Wir wissen nicht, wie es künftig mit den Sponsoren aussieht. Da müssen wir schauen, wie wir die Bayernliga stemmen.“ Aber auch der sportliche Gesichtspunkt spreche gegen eine Teilnahme: „Die 3. Liga ist für uns absolut kein spruchreiches Thema. Wir sind eine junge Truppe. Wir wollen uns erst einmal in der Bayernliga etablieren und weitere Nachwuchskräfte einbauen.“ Ohne Vorgaben hätte man es sich bei der HSG überlegt, ein paar Spiele ohne großen Druck zu absolvieren.

Nun wollen sich Klawe und sein Team auf den Neustart der Bayernliga im Herbst konzentrieren: „Die Liga wird nach aktuellem Stand wieder zweigleisig sein – und das ist für uns die beste Lösung.“

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