+
Lichtblick: Jakob Kock (r.) kann den jüngeren Spielern im Jahn-Team unter die Arme greifen. 

Basketballer des TSV Jahn Freising angeschlagen

Kampfgeist und Siegeswille sind gefragt

Allmählich geht es ans Eingemachte bei den Basketballern des TSV Jahn Freising. Sie stehen vor dem Kellerderby gegen MIL Baskets Milbertshofen unter Siegzwang, wollen sie im Kampf um den Klassenerhalt der 2. Regionalliga nicht schon vorzeitig abgehängt werden. Die Partie beginnt am Samstag um 18.30 Uhr in der Luitpoldhalle.

Freising  Die Voraussetzungen vor der wichtigen Partie sind bei den Freisingern alles andere als optimal. Michael Buhl und Tim Peisker haben sich letzte Woche in der Partie gegen Dachau so schwer verletzt, dass sie auf alle Fälle bis Weihnachten ausfallen. Angeschlagen sind ferner weitere Leistungsträger wie Vangelis Pathekas, Thomas Kahlert und Marlon Pook. Hinter ihrem Einsatz gegen Milbertshofen steht ein Fragezeichen.

Wieder eingestiegen ins Training sind zwar die Langzeitverletzten Michl Babl und Lennart Hornung, spieltauglich sind sie aber noch längst nicht. „Bei der Teambesprechung am Montagabend waren mehr verletzte und angeschlagene Spieler mit dabei als gesunde“, berichtet Jahn-Headcoach Denis Rühmann.

Jammern nütze nichts, so die Devise von Rühmann und Co-Trainer Gojko Stojisavljevic. Sie sind überzeugt, dass es in der augenblicklichen Notsituation nichts bringe, eventuell einige Routiniers vergangener Zeiten zu reaktivieren. Ein Lichtblick besteht darin, dass Jakob Kock wieder mit von der Partie ist, der den 17-Jährigen im Team, auf denen letztes Wochenende in Dachau die gesamte Verantwortung lastete, diese ein wenig abnehmen kann.

Mit Stefan Manhart sitzt zumindest auf der Bank ein weiterer Routinier. Er hat seine Verletzung halbwegs auskuriert. Seine körperliche Fitness wird freilich nur für Kurzeinsätze reichen.

Rühmann hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt vor allem auch deshalb noch nicht aufgegeben, weil viele der Gegner bislang keineswegs deshalb gewonnen haben, weil sie besser waren als das Jahn-Team. Die jungen Freisinger mussten oft Lehrgeld bezahlen. Bei Schwächephasen, die es in jedem Spiel gibt, ärgerten sich die Youngsters viel zu oft über sich selber und machten dadurch den Gegner erst stark.

Die Erkenntnis von Rühmann darüber hinaus: „Nur immer zu sagen, wir haben ein junges Team, das sehr schönen Basketball spielt, nutzt irgendwann auch nicht mehr. In der augenblicklichen Situation sind vor allem Kampfgeist und der unbedingte Siegeswille gefragt.“

Auch wenn MIL Baskets Milbertshofen wie das Jahn-Team erst einen einzigen Saisonsieg verbucht, erwartet Rühmann ein sehr hartes Spiel.

Er hofft, dass seine Mannschaft dem enormen Druck gewachsen ist, die angeschlagenen Spieler halbwegs fit sind und dass einige Automatismen, die man während der letzten Trainingseinheiten einstudiert hat, halbwegs funktionieren und mit lautstark anfeuernden Fans im Rücken endlich der zweite Saisonsieg gefeiert werden kann.

Peter Spanrad

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Letzte Chance für einen Umschwung
Wenn die Männer der HSG Freising-Neufahrn gegen den MTV Stadeln (So., 16.30 Uhr) nicht endlich den ersten Saisonerfolg einfahren, dann werden sie die Rote Laterne wohl …
Letzte Chance für einen Umschwung
Warten auf die Wende
Freising – Die Lage bei den Bayernliga-Basketballern des TSV Jahn Freising bleibt auch im neuen Jahr angespannt. Nach der Niederlage vor einer Woche in Treuchtlingen …
Warten auf die Wende
Landkreis-Ringer mischen bei der Oberbayerischen kräftig mit
Medaillen en masse haben sich die Ringer aus Hallbergmoos, Freising, Au und Moosburg bei den oberbayerischen Freistil-Meisterschaften in Penzberg gesichert.
Landkreis-Ringer mischen bei der Oberbayerischen kräftig mit
VfB Hallbergmoos: Kegler können in 2. Liga um Aufstieg mitspielen
Dank des 5:3-Erfolgs gegen den SKC Unterharmersbach, Schwarzwald, können die VfB-Kegler nun auf fünf Siege in Folge in der 2. Bundesliga Süd-West verweisen.
VfB Hallbergmoos: Kegler können in 2. Liga um Aufstieg mitspielen

Kommentare