Nach der Zeit bei den D-Junioren wechselte Michael Eberwein zu den Bayern, im Jahr darauf kickte der heute 16-Jährige beim Karibik Cup an alter Wirkungsstätte. ms

Bayern war die richtige Wahl

Freising - Natürlich war Michael Eberwein schon von Kindesbeinen an ein Fan des FC Bayern. Trikot, Fanutensilien, jeden Samstag Bundesliga gucken, das ganze Pipapo eben.

Seit zwei Jahren spielt der Dellnhauser nun selbst für das Juniorenteam an der Säbener Straße, wie für seinen Bruder Maximilian (wir haben berichtet) ging damit ein Kindheitstraum in Erfüllung, als vor zwei Jahren die Scouts des Rekordmeisters auf den heute 16-Jährigen aufmerksam wurden. Momentan kickt Eberwein, der zweite aus der Familie beim FC Bayern, mit der U16 sehr erfolgreich in der Bayernliga - im Sommer winkt für den Stürmer gar der Sprung in die Junioren-Bundesliga.

Dabei wäre die Sache mit den Bayern fast schiefgegangen. Wie schon sein Bruder, erlernte der Dellnhauser das ABC des Fußballs daheim auf dem Land. Beim SV Oberhaindlfing absolvierte Michael Eberwein die Zeit bei den E- und F-Junioren. Beim Merkur Cup, dem großen Turnier der Heimatzeitung für Zehnjährige, erspechteten schließlich die Verantwortlichen des SE Freising das Talent vom Lande. Der Wechsel an die Isar war rasch beschlossene Sache, bis zu den D-Junioren schoss der Angreifer fortan zahlreiche Tore in der Bezirksoberliga. Ende der Saison musste sich Eberwein erneut entscheiden. Zunächst klopften die Jugendchefs von1860 München in der Savoyer Au an, zeitgleich absolvierte Eberwein auch mehrere Probeeinheiten bei den Bayern. Eigentlich hatte er den Löwen schon zugesagt, erinnert sich der 16-Jährige heute. „Im letzten Augenblick habe ich mich aber dann doch noch für die Bayern entschieden“, die richtige Wahl, wie der 16-Jährige jetzt, zwei Jahre später, findet.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die größere Fußballwelt bekam Eberwein in der letzten Saison bereits in der neu gegründeten U15-Regionalliga, wo es gegen Mannschaften wie Stuttgart, Hoffenheim, Frankfurt und Freiburg ging. Sich mit diesen Mannschaften zu messen, sei eine tolle Sache, betont er. Für den Torjäger lief die Saison in der Regionalliga sehr zufriedenstellend. In dieser Saison hinkt Eberwein den Leistungen etwas hinterher, fast die komplette Hinrunde fehlte der 16-Jährige krank. Jetzt, Mitte der Rückrunde, ist der Gymnasiast fast wieder der Alte, verrichtet regelmäßig mehr als ordentlich seine Arbeit als Angreifer, „und ja“, lacht Eberwein, „ich treffe auch wieder.“ Momentan läuft’s für das Reserveteam sogar so gut, dass die Meisterschaft in der Bayernliga winkt. „Das wäre super“, grinst der 16-Jährige, „denn: Meister war ich noch nie.“ Mit dem SEF nicht, und auch mit dem Bayernnachwuchs bisher nicht.

Zudem deutet sich für Michael Eberwein der Sprung in den U17-Junioren-Bundesligakader des FCB an, erste Gespräche um die Fortführung des Kontrakts habe es bereits gegeben. „Es sieht ganz gut aus“, erklärt der Angreifer selbstbewusst. Reisen durch ganz Süd- und Westdeutschland winken, es wäre ein erstes Hineinschnuppern in die große Fußballwelt. Denn: Profi beim FC Bayern zu werden, das ist für den Dellnhausener das Fernziel - wie auch für Bruder Maximilian. Klar, deswegen sei er ja angetreten, bekräftigt der Gymnasiast.

Eine super Sache sei auch, findet der Dellnhausener, dass die U16-Junioren regelmäßig als Balljungen ran dürfen in der Allianz Arena: Adjutanten für die eigenen Profis und den zahlreichen Stars ganz nahe, so wie letztens auch den Gästen aus von Real Madrid in der Champions League. „Da regelmäßig dabei zu sein, das hat schon was“, berichtet Eberwein stolz.

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