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Es ist vollbracht: Die Freisinger Volleyballer haben nach einer Saison mit vielen Höhen und Tiefen das rettende Ufer erreicht und bleiben in der Regionalliga.

Regionalliga Süd-Ost

Bayreuth sei Dank! Freisinger Volleyballer haben den Klassenerhalt sicher

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Das waren zweieinhalb Stunden Spannung und Dramatik pur! Und am Ende herrschte Ungewissheit, ob der Klassenerhalt geschafft ist. Die Volleyballer des SC Freising verloren in eigener Halle gegen den Tabellendritten TSV Zirndorf denkbar knapp mit 2:3 (25:16, 22:25, 25:23, 16:25, 14:16), bleiben aber in der Regionalliga Süd-Ost, weil Konkurrent SC Memmelsdorf in Bayreuth mit 1:3 unterlag.

Freising – Über fünf Sätze lang standen die SCF-Fans mit ihrem Trommeln und ihren lautstarken Anfeuerungsrufen hinter dem Team. Doch nach dem Abpfiff war es kurzzeitig so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Sportclub-Kapitän Moritz Steinberg hatte den letzten Ball ausgerechnet in den Block des Ex-Freisingers Severin Bienek gedonnert. Aus und vorbei! Zirndorf hatte das letzte Saisonmatch mit 3:2 gewonnen. Die bange Frage im SCF-Lager: Muss die Mannschaft nun in die Relegation oder nicht? Die Erlösung folgte wenig später: Die Memmelsdorfer hatten in Bayreuth verloren – damit war den Freisingern der rettende viertletzte Platz sicher.

Die Freisinger hatten sich fest vorgenommen, aus eigener Kraft den Ligaverbleib zu packen. Hoch motiviert und konzentriert starteten sie am Samstagabend in die Partie. Dabei saß Mittelblocker und Leistungsträger Philipp Geißelmeier grippegeschwächt auf der Bank, seine Kräfte reichten nur für Kurzeinsätze. Die Gastgeber setzten die Franken jedoch mit starken Aufschlägen unter Druck. Immer wieder schnappte der Block zu. Und weil der Spielaufbau gut klappte, verzeichnete der SCF-Angriff ein Erfolgserlebnis nach dem anderen – das 25:16 war ein Start nach Maß.

Das SCF-Team konnte sein spielerisches Niveau aber nicht konstant hochhalten und leistete sich im zweiten Durchgang viel zu viele Leichtsinnsfehler. „Wir haben aus einfachen Danke-Bällen zu wenig gemacht“, monierte Trainer Klaus Lösch. So brachten die Freisinger im zweiten Satz ihren Gegner ins Spiel (22:25). Im dritten Durchgang hielten sich die Schwächephasen dagegen in Grenzen. Einen knappen Vorsprung aus der Anfangsphase konnten die Hausherren geschickt bis zum Ende verwalten (25:23).

Dann der erneute Leistungseinbruch im vierten Durchgang: Die Luft schien raus zu sein – die Körpersprache der Spieler verhieß nicht allzu Gutes (16:25). Das setzte sich zu Beginn des Tiebreaks fort (1:4). „Dann hat unsere Mannschaft doch noch den nötigen Siegeswillen gezeigt“, sagte Lösch. Das Team kämpfte sich heran und ging sogar mit 13:12 in Führung – die Fans tobten. Allerdings übertrug sich die gute Stimmung von außen offenbar nicht aufs Spielfeld: Die Freisinger wirkten gehemmt und nervös, Zirndorf profitierte von unnötigen Fehlern, was zum 15:14-Matchball für die Gäste führte. Es folgte Steinbergs Schmetterball in den TSV-Block – das Team war am Boden zerstört. Und dann die Erleichterung, als das Ergebnis aus Bayreuth im Internet aufploppte. Es war geschafft!

Für Freising spielten:

Aigner, Geißelmeier, Goisser, Kock, Liebl, Panev, Recknagel, Schmidt, Schöps, Steinberg.

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