Beachvolleyballszene vom Frauenturnier.
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Mitreißende Duelle am Netz lieferten sich die Frauen bei ihrem Masters-Turnier am Sonntag. Insgesamt 16 Teams kämpften um Ranglistenpunkte.

Beachvolleyball

BVV Beach Masters in Freising: Packende Matches bei brütender Hitze 

  • VonMatthias Spanrad
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Lokalmatador Moritz Steinberg ist beim BVV Beach Masters in der Freisinger Luitpoldanlage leer ausgegangen. Dafür durfte ein Ex-Freisinger jubeln. 

Freising – Sommerzeit ist Beachvolleyballzeit. Und weil es die aktuelle Corona-Situation zulässt, konnten die Volleyballer des SC Freising am Wochenende jeweils ein Turnier der BVV-Masters-Serie für Männer und Frauen in der heimischen Luitpoldanlage ausrichten. Dass es letztlich zu keinem Erfolg für den einzigen Freisinger Teilnehmer Moritz Steinberg reichte? Fast geschenkt. Versprühte der Wettbewerb doch wieder so etwas wie Normalität. Und immerhin hatte am Ende ein Ex-Freisinger Grund zu jubeln.

Den Sand unter den Füßen zu spüren, Zwei-gegen-Zwei-Duelle am Netz zu führen, Pritschen, Baggern, Aufschlagen: Für Steinberg, Freisings Regionalliga-Volleyballer, war der Samstag wie ein kleines Präsent. „Das ist schon ein Traum, dass wir jetzt wieder spielen können“, betonte Steinberg, der mit seinem Spielpartner Marko Riedlbeck (ASV Dachau) mit einer Wildcard in das stark besetzte Masters-Turnier der Kategorie 2 gegangen war. Zwar sei es, ohne Tribüne und viele Zuschauer, noch nicht der gewohnte Rahmen gewesen, resümierte der Freisinger. Allerdings: „Ein Schritt in die richtige Richtung war das auf alle Fälle.“

Extreme Temperaturen von über 30 Grad machen den Spielern zu schaffen

Auch Dejan Jankovic – Freisings Abteilungsleiter hatte die beiden Turniere am Samstag und am Sonntag federführend organisiert – war zufrieden: Vor rund drei Woche erst sei er vom Verband kontaktiert worden. Er habe bis zum Schluss gebangt, dass der Austragung nichts dazwischenkommt. „Am Ende war es ein richtig tolles Gefühl, dass wieder etwas gehen kann“, meinte Jankovic. „Für den Sport beginnt endlich wieder so etwas wie Normalität.“

Gefragter Mann: Sportclub-Abteilungsleiter Dejan Jankovic musste immer wieder die Beachplätze bewässern.

Zu schaffen machten vor allem den Männern am Samstag die extremen Temperaturen von über 30 Grad. Immer wieder mussten die vier Plätze in der Luitpoldanlage gewässert werden, Jankovic war mit dem Wasserschlauch ein gefragter Mann. Trinkpausen waren obligatorisch. Dabei erwischten Moritz Steinberg und Marko Riedlbeck keinen guten Start: Gegen Sebastian Burgis und Johannes Klinkert vom Verein Beach4U ging der erste Satz mit 6:15 völlig daneben. Im zweiten Durchgang fanden sie besser rein – und zwangen das an Nummer eins gesetzte Duo aus München beim 14:16 zumindest in eine kurze Satzverlängerung. Dennoch stand am Ende eine 0:2-Niederlage.

Alles gegeben: Moritz Steinberg bestritt mit seinem Spielpartner Marko Riedlbeck ein echtes Marathon-Match.

Völlig verrückt wurde dann das zweite Match für Steinberg und Riedlbeck: Mit Eric Paduretu – der spielte zusammen mit Mirko Herrmann – ging es gegen einen Bundesliga-Volleyballer des TSV Unterhaching. Steinberg und sein Spielpartner wehrten sich insbesondere im ersten Abschnitt nach Kräften und erzwangen einen nicht enden wollenden Durchgang. Es ging hin und her, bei brütender Mittagshitze wollte keines der Teams den entscheidenden Doppelfehler machen. Und so konnten sich Steinberg/Riedlbeck mit 32:30 durchsetzen, eigentlich geht ein Satz beim Beachvolleyball bis 15. Diese Verlängerung sollte aber Folgen haben: Während vor allem Paduretu, der Sohn von Trainerikone Mihai Paduretu, weiter Gas gab, „ist uns am Ende die Luft ausgegangen“, gab Steinberg zu. Mit 13:15 und 9:15 gingen die beiden folgenden Sätze verloren. Dennoch war die Enttäuschung nicht allzu groß. Vielmehr, so Steinberg, „gilt die Konzentration ja eher der Halle“.

Tim Noack und Vincent Graven gewinnen das Männerturnier

Den Sieg beim Männerturnier holten sich am Ende Vincent Graven vom ASV Dachau und Tim Noack vom TSV Grafing, Letzterer hat einige Jahre für den SC Freising in der Halle gespielt. Mit 2:0 (18:16, 15:12) gewannen sie das Finale gegen Tim Peter (TSV Herrsching) und Florian Schweikart (Beach4U).

Beim Damenturnier am Sonntag hatte der Sportclub kein Team mit einer Wildcard ins Rennen geschickt – auch, weil SCF-Beach-Expertin Romy Hagn derzeit im Urlaub ist. Die 100 Punkte für die Rangliste schnappten sich Amelie Busch (MTV Rosenheim) und Samira Winkler (TB/ASV Regenstauf): Sie entschieden das knappe Finalspiel mit 16:14 und 15:13 gegen Stefanie John und Carina Malescha vom SV Lohhof für sich.

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