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Mit den neuesten Infos wurden die Vertreter der Vereine aus dem Fußballkreis Donau/Isar am Montagabend via BFV-Webinar versorgt. Screenshot: Jürgens

DFB schnürt Maßnahmenpaket

Fußball-Saisonabbruch die letzte Lösung: Verlängerung der aktuellen Runde bis Juni 2021 möglich

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Wie geht‘s im Amateurfußball weiter? Der BFV informierte über die jüngsten Entwicklungen. Der Abbruch der Saison ist derzeit die allerletzte Lösung.

Landkreis – Wie geht es im Amateurfußball weiter? Am Montagabend richteten sich die Blicke der Vereinsverantwortlichen einmal mehr auf ihre Computer-Bildschirme: Der Bayerische Fußball-Verband (BFV), vertreten durch Vizepräsident Robert Schraudner, Donau/Isar-Kreisvorsitzenden Florian Riepl sowie Geschäftsstellenleiter Wolfgang Hauke, informierten über die jüngsten Entwicklungen rund um den ausgesetzten Spielbetrieb – und da waren einige spannende Punkte dabei.

Abbruch ohne staatliche Anordnung „aktuell keine Option“

Die BFV-Führungsriege beschäftige sich aktuell „mit 15 Szenarien“, erklärte Schraudner. Das Spektrum reiche von „Wir fangen gleich wieder an bis hin zum Abbruch“. Da jedoch mit Regressansprüchen von insbesondere Vereinen, Spielern und Trainern, aber zusätzlich seitens der Sportheimwirte und Sponsoren zu rechnen wäre, bliebe der Abbruch – auch aus finanziellen Aspekten – die allerletzte Lösung und sei ohne staatliche Anordnung „aktuell keine Option“. Käme es irgendwann zu einer Fortsetzung der laufenden Runde 2019/20, könnten also bislang erreichte Tore, Punkte und Platzierungen bestehen bleiben.

Formell hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am vergangenen Freitag mit einem der weitreichendsten Eingriffe in die Spiel- und Jugendordnung das Rechtliche geklärt: Von der 3. Liga bis runter in die untersten Amateurklassen kann bei Bedarf die aktuelle Spielzeit maximal bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden und im Zuge dessen die reguläre Saison 2020/21 teilweise oder ganz entfallen. Das bedeutet auch: Der berühmt-berüchtigte 30. Juni als Stichtag zum Vereinswechsel fiele heuer flach. Ebenso könnten Spielberechtigungen sowie Spielerverträge zeitlich angepasst werden.

Weg von „alten Denkmustern“

„Das Maßnahmenpaket gibt vor allem den für den Amateurspielbetrieb zuständigen 21 Landes- und fünf Regionalverbänden nun statuarisch die Möglichkeit, so flexibel wie möglich auf diese Ausnahmesituation und neue Entwicklungen zu reagieren“, betonte DFB-Vizepräsident Rainer Koch bereits am Freitagabend. Schraudner ergänzte, dass ein Abbruch auch „immer sportliche Ungerechtigkeit“ bedeute. Für die Vereine und ihre Planungen scheint damit der Weg vorgezeichnet: Weg von „alten Denkmustern“ mit Saisonende – ligaabhängig – im Mai oder Juni und dem Neustart im Juli oder August, hin zu geduldigem Abwarten und hoher Flexibilität.

Vorstellbar sei auch, die notwendige Sommerpause in die bayerischen Sommerferien zu legen. Das Verreisen sei ja zu Ostern nicht möglich – „und an Pfingsten wahrscheinlich auch nicht“, sagte Schraudner, der auch zur Durchführbarkeit von Vereinsfesten und Sommerturnieren Stellung bezog. „Verlegt sie am besten ins Jahr 2021“, riet er den Vereinen aus Gründen der Planungssicherheit. Bereits entstandene finanzielle Schäden sollten unbedingt über das BLSV-Meldesystem angezeigt werden.

Vereinen und BFV gehen Gelder verloren

Doch nicht nur den Vereinen, auch dem BFV gingen Gelder verloren. „Alleine die Eintrittskarten-Abgaben der bayerischen Profi-Klubs machen in einem Zeitraum von sechs Monaten über eine Million Euro aus“, sagte Schraudner – von fehlenden Einnahmen aus Sportgerichtsurteilen, Spielverlegungen und Lehrgangsgebühren ganz abgesehen. Doch wie man es auch dreht: „Es gibt eine große Unbekannte: Wann geht es weiter?“, resümierte Schraudner und gab zu bedenken, dass bei den Profis ja aktuell nur mit Sondergenehmigung, in Kleinstgruppen und auf Abstand trainiert werden dürfe. Das mag mit Trainerstäben und Sportanlagen wie beim FC Bayern funktionieren, sei hingegen auf Amateurebene kaum vorstellbar. Eine Sorge nahm er den Vereinen aber: „Wir entscheiden nichts im Alleingang“, versicherte der BFV-Vizepräsident, „sondern werden immer wieder Meinungsbilder einholen“.

Aktuelles im Landkreis Freising

Der BFV hat den Spielbetrieb noch immer nicht abgebrochen. Mögliche Optionen wie Geisterspiele stoßen im Landkreis auf wenig Begeisterung. Die Klubs verweisen auf fehlenden Umsatz und logistische Probleme.

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