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Starker Auftritt nach langwieriger Schulterverletzung: Frederike Fell (18) vom DAV Freising meldete sich bei der deutschen Meisterschaft in Hilden eindrucksvoll in der nationalen Spitze zurück.

Sportklettern

Dritter Platz bei der DM im Lead: Frederike Fell feiert starkes Comeback

Nach langer Verletzungspause hat Frederike Fell vom DAV Freising mit einem starken Auftritt bei der DM ein bemerkenswertes Comeback gefeiert.

Freising – Nachdem Frederike Fell in diesem Jahr nur im April einen Wettkampf absolvieren konnte, meldete sie sich mit einem dritten Platz bei der DM im Lead eindrucksvoll in der deutschen Spitze zurück.

Als Titelverteidigerin reiste die 18-Jährige vom DAV Freising nach Hilden bei Düsseldorf. Aber die Voraussetzungen waren völlig andere als 2018, als sie mehrere deutsche Titel holen konnte – unter anderem auch die begehrte Meisterschaft in der Olympischen Kombination. Eine langwierige Schulterverletzung durchkreuzte ihre Pläne für 2019, doch mit Geduld und Beharrlichkeit kämpfte sie sich wieder auf bundesdeutsches Spitzenniveau zurück.

Frederike Fell zieht sicher ins Halbfinale ein

Die 31 besten deutschen Leadkletterinnen waren in die „Bergstation“ nach Hilden gekommen, um ihre Meisterinnen zu küren, und sahen sich mit technisch anspruchsvollen Routen konfrontiert. Frederike Fell lieferte in den Qualifikationsrouten eine solide Leistung ab und zog sicher in das Halbfinale ein. Dort war dann ein gutes Auge gefragt, um die richtige Lösung zu finden. Ein Sprung zu einem großen Volumen verlangte dazu noch Athletik und Entschlossenheit. Fell meisterte diese Anforderungen als erfahrene Boulderin jedoch bravourös und löste als Dritte sicher das Finalticket. Hier zeigte sich, dass die bayerischen Kletterinnen aktuell die deutsche Wettkampfszene dominieren: Fünf Athletinnen kamen aus dem Freistaat.

Hochspannung im Finale

Zur Finalzeit war die Halle gut gefüllt – 400 Zuschauer sorgten für beste Stimmung. Die Route mit ihren neongelben Griffen zog sich durch einen überaus steilen Teil der Wand. Nach einem kräftigen Auftakt war eine felsähnliche Risskombination zu lösen, in der die Finger durch Verklemmen Halt finden mussten. Frederike Fell konnte hier ihre am Fels erworbenen Fähigkeiten ausspielen und musste sich erst nach 35 Zügen an sehr abschüssigen Griffen der Schwerkraft geschlagen geben. Fazit: In der Endabrechnung bedeutete dies einen hoch einzuschätzenden dritten Platz hinter Roxana Wienand (Aschaffenburg) und der Siegerin Lucia Dörffel (Sächsischer Bergsteigerbund) – das Comeback nach langer Pause ist also gelungen.

Christian Rester


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