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Freude ohne Ende: Petra Horneber, Christopher Küster, Andrea Horneber, Luna Troppmann, Mike Troppmann und Steffi Schmid (v. l.) von den Schweden-Schützen Kranzberg waren mit dem Luftgewehr das Maß aller Dinge.

Siegerehrung in Garching-Hochbrück

DSB-Pokal: Schweden-Schützen Kranzberg holen Gold

Riesen-Erfolg für die Luftgewehr-Mannschaft der Schweden-Schützen Kranzberg! Das Team hat beim DSB-Pokal – nach einem dritten Platz im vergangenen Jahr – diesmal die Goldmedaille gewonnen. Die Freude ist groß – und das nicht nur bei den sechs Schützen.

Kranzberg – Petra Horneber (53) hat in ihrer langen Schützenkarriere so einiges erreicht: Sie holte 1996 Olympia-Silber in Atlanta, war vier Mal Weltmeisterin und sammelte insgesamt mehr als 30 deutsche Meistertitel. Doch auch dieser Erfolg wird der erfahrenen Sportlerin noch lange in Erinnerung bleiben. Und das aus gutem Grund: „Diese Medaille ist für mich eine ganz besondere, weil sie von einer jungen, aus dem Verein gewachsenen Mannschaft erreicht wurde.“

Vergleichbar mit dem DFB-Pokal im Fußball treten beim DSB-Pokal Schützenvereine aus ganz Deutschland gegeneinander an. Geschossen wird in zwei Bereichen: In der Kategorie A mit je acht Schützen pro Team dürfen auch Zweitmitglieder eines Vereins dabei sein – also Schützen, die nicht als Hauptmitglied in dem startenden Verein gemeldet sind. In der Kategorie B – hier sind es jeweils sechs Sportler – dürfen dagegen nur Erstmitglieder des teilnehmenden Schützenvereins starten. Dabei können jeweils reine Luftgewehr- und/oder Luftpistolen-Mannschaften angemeldet werden. Die größte Besonderheit im Pokal ist allerdings die klassenübergreifende Zusammenstellung der Teams: Diese müssen mindestens aus je einem Schützen der Kategorien Jugend, Junioren, Damen/Herren I/II sowie Damen/Herren III/IV bestehen. Die restlichen beiden Plätze können beliebig aufgefüllt werden.

Und so funktioniert’s: Die Mannschaften werden in ihrer Kategorie in Gruppen mit bis zu vier Teams gelost. Das Endergebnis errechnet sich dann aus der Platzierung in der Gruppe sowie dem erzielten Ringschnitt über alle Wettkämpfe.

Die Kranzberger Schweden-Schützen haben sich für die Kategorie B und die Disziplin Luftgewehr entschieden. Somit starteten mit Petra Horneber, Stefanie Schmid, Luna Troppmann, Andrea Horneber, Christopher Küster und Mike Troppmann sechs Erstmitglieder des Vereins – und die waren das Maß aller Dinge: Das Team gewann mit einem Schnitt von 2316,0 Ringen die Goldmedaille. Auf Platz zwei folgte die Mannschaft von „G’mütlichkeit“ Luckenpaint mit 2311,0 Ringen, Dritter wurde der SV Appenhofen I (2309,5 Ringe).

Die Siegerehrung fand nun am Samstag auf der Olympia-Schießanlage Garching-Hochbrück im Rahmen der deutschen Meisterschaften statt – und da war der Jubel bei den Schweden-Schützen natürlich grenzenlos: „In dem Moment, als mir die Goldmedaille umgehängt wurde, habe ich mich einfach nur riesig gefreut. Ich war so stolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein“, meinte Luna Troppmann, mit ihren 15 Jahren die Jüngste im Kranzberger Team.

Freude pur herrschte auch bei den Funktionären: „Ich finde das einfach nur genial, was die Mannschaft da geleistet hat“, betonte Christoph Rottenfußer, Schützenmeister und 1. Vorsitzender der Schweden-Schützen. „Ich bin unheimlich stolz und gratuliere ganz herzlich zu diesem großartigen Erfolg.“ Dem konnte sich Gauschützenmeister Valentin Harrieder nur anschließen: „Man sieht hier einmal mehr die Ergebnisse der tollen Jugend- und Trainingsarbeit des Vereins. Fünf der sechs Mannschaftsschützen stammen aus der Jugend der Schweden-Schützen – und Luna ist immer noch in der Jugend.“ Er freue sich sehr über diesen Erfolg in seinem Schützengau: „Das ist was Einzigartiges – ganz besonders, weil hier Alt und Jung gemeinsam erfolgreich waren.“

Andrea Brunner

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