Jede Menge Action: Beach-Handball ist durchaus attraktiv, doch bei den Landkreis-Clubs spielt die Variante aufgrund fehlender Plätze kaum oder gar keine Rolle.
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Jede Menge Action: Beach-Handball ist durchaus attraktiv, doch bei den Landkreis-Clubs spielt die Variante aufgrund fehlender Plätze kaum oder gar keine Rolle.

HANDBALL - Landkreisvereine sehen die Beach-Variante nicht als konkurrenzfähig an

„Eher eine Gaudi“

Wann Handball in den Hallen wieder möglich sein wird, das steht wegen der Pandemie noch in den Sternen. Der Bayerische Verband setzt daher auf die Variante „outdoor“, den Beachhandball.

Landkreis - Dafür verstärkte man die Infrastruktur an den drei bayerischen Stützpunkten, einer davon befindet sich in Ismaning. Die Altersklassen wurden erweitert, Nachwuchsspieler der Jahrgänge 2004 bis 2008 können jetzt dort kostenlos unter der Anleitung lizenzierter Coaches trainieren.

Bei den Vereinen im Landkreis ist diese Variante im Freien allerdings kein großes Thema. Von der HSG Freising-Neufahrn meint Nachwuchstrainer Felix Ilberg sogar: „Das Angebot in Ismaning hat ein gewisses Geschmäckle. Dort ist der Nationaltrainer Beachhandball mit dabei, und man kann durchaus die Befürchtung haben, dass Jugendspieler angesprochen werden, direkt zum TSV Ismaning zu wechseln.“ Ilberg sieht den Handball auf Sand nicht unbedingt als wettbewerbsfähig an: „Das ist für mich eher eine Gaudi, die ich nicht gerade mag. Höchstens als Belohnung nach einer intensiven Trainingseinheit.“ Diese lässt er auch lieber seine Kollegin Carolin Appel durchführen. Dabei wären die Voraussetzungen für die HSG gar nicht so schlecht. In Freising gibt es einen, in Neufahrn sogar zwei Beachvolleyballplätze.

Kirchdorfs Abteilungsleiterin Bettina Kittl sagt, dass in Sachen Beachhandball aktuell nichts geplant sei. Man sei beim SCK schon froh, wenn Außentraining für die Jugend überhaupt wieder möglich sein wird: „Das hängt natürlich von der Inzidenz ab. Wir hoffen, dass wir uns nach den Osterferien wieder draußen treffen und ein bisschen mit den Ball spielen dürfen.“

Bei der SVA Palzing wurde Beachhandball bislang eher nur so nebenbei betrieben, so der Abteilungsleiter Walter Schlott: „Das Angebot in Ismaning ist für uns kein Thema und in der Nähe haben wir ja keinen Platz.“ Den in Freising dürften Vereinsfremde nicht nutzen, also würde es höchstens mit einer Fahrt nach Neufahrn funktionieren: „Da ist der Aufwand aber schon sehr groß.“ Es habe Bestrebungen gegeben, einen Platz im Gemeindegebiet von Zolling zu erbauen: „Das ist aber bislang immer am Aufwand und an den Kosten gescheitert.“

Für den SC Eching betont Abteilungsleiter Bastian Winkler, dass man die Teamdynamik wieder beleben müsse, im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten: „Dazu gehört sicherlich auch der
Beachhandball.“ Eine Planungssicherheit, ob Trainingseinheiten generell bald wieder erlaubt sind, habe man aber nicht: „Solange sich wöchentlich alles ändern kann, ist es halt nicht gerade einfach.“

Bernd Heinzinger

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