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Flüchtinge integriert

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Neufahrn - „Der Verein steht gut da“, hieß es bei der Jahreshauptversammlung des TSV Neufahrn. Auch bei der Integration von Flüchtlingen ist der Club Vorreiter.

2019 wird der TSV 100 Jahre alt. Schon jetzt wirft das Großereignis seine Schatten voraus. Schatzmeisterin Anita Salzbrunn hat bereits 20 000 Euro dafür eingestellt, wie sie in ihrem durchweg positiven Rechenschaftsbericht betonte. Wie vielfältig das Angebot des gut 1600 Mitglieder zählenden Vereins ist, zeigte sich bei den Berichten aus insgesamt 17 Abteilungen.

„25 Sportarten mit 30 Varianten“, werden derzeit laut Sportreferent Herbert Mim betrieben. Die TSV-Halle und die Käthe-Winkelmann-Halle sind zu 90 respektive zu 80 Prozent ausgelastet. Mim sprach von knapp 80 Wochenend-Terminen. Laut Nagl ist der Verein ständig auf der Suche nach neuen Betätigungsfeldern. Gerade eben ist man seinen Worten zufolge dabei, einen der Tennisplätze in einen Beach-Handball-Feld umzuwandeln. 500 Tonnen Sand sind nach den Worten von Mim dafür nötig.

„Wir sind gut aufgestellt in einer großen Breite“, stellte Nagl zufrieden fest. Knapp die Hälfte der TSV-Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. Auch und gerade deshalb herrscht großer Bedarf an Übungsleitern. „Wir brauchen einfach Leute“, bekräftigte der Vorsitzende. Als Glücksfall in dem Zusammenhang stellte sich nach Darstellung des zweiten Vorsitzenden Christian Kallinger das Freiwillige Soziale Jahr heraus. Man habe gute Erfahrungen gemacht mit einer Übungsleiterin in den Bereichen Volleyball und Handball gemacht, die man auf diesem Wege anstellen habe können, gab Kallinger zu verstehen. So gute Erfahrungen, dass man die Stelle bereits erneut ausgeschrieben habe. „Es war ein tolles Jahr und eine interessante Erfahrung“, sagte der zweite Vorsitzende.

Als positive Entwicklung stellten die Verantwortlichen die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern innerhalb des Vereines dar. „Die sind in mehreren Abteilungen drinnen“, erklärte Mim. Ein herausragendes Beispiel führte der Leiter der Abteilung Tang Soo Do, Leonidas Kalojanidis, an. Demnach würden seit geraumer Zeit zwei junge Asylbewerber mittrainieren. Die asiatische Kampfkunst Tang Soo Do sei besonders dafür geeignet, denn es stehe nicht die sportliche Leistung, sondern die Achtung des Einzelnen und der Respekt voreinander im Vordergrund, erklärte der Abteilungsleiter.

„Ein guter Verein, mit tollen Verantwortlichen, das möchte ich dick unterstreichen“, sagte Bürgermeister Franz Heilmeier über den TSV Neufahrn. Dass man auch Flüchtlingsaufgaben übernehme, erachtete der Rathauschef für bemerkenswert. Der Verein könne „eine ganz entscheidende Rolle“ dabei spielen, urteilte Heilmeier. Auch Sportreferentin Barbara Auinger fand lobende Worte für die Verantwortlichen. Sie hob die Jugendarbeit und den dafür nötigen „Unterbau“ hervor. Was manche hier „Stunden schrubben“ würden, sei ihrer Meinung nach aller Ehren wert.

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