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Strahlendes Lächeln, starke Leistungen: Daniel (l.) und Benjamin Bugl stehen den New York Marathon durch und werden mit einer goldfarbenen Medaille belohnt.

Zwei Freisinger finishen den New York City Marathon

Freising: Bugl-Brüder erleben beim New York Marathon Gänsehaut-Feeling

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Nach 3:31,28 Stunden kam Daniel Bugl (27) beim New York Marathon ins Ziel. Für den Freisinger war es beim ersten Marathon seines Lebens ein persönlicher Sieg. Und auch das Gänsehaut-Feeling beim größten Laufsport-Ereignis der Welt werden er und sein Bruder Benjamin (30) wohl nie vergessen.

New York/Freising – Die Bugl-Brüder reisten von Freising in die amerikanische Metropole, um bei der 49. Auflage des New York City Marathons über die 42,195 Kilometer ihre eigene sportliche Geschichte zu schreiben. Benjamin hatte die Idee, und dann buchten beide über eine Organisation die Reise samt den Startplätzen.

Daniel Bugl lebte auf seine Premiere hin: „Du achtest auf die Ernährung und trinkst dann eben das eine oder andere Bier weniger“, beschreibt der 27-Jährige die Vorbereitung, in der er vier bis fünf Mal pro Woche auch Laufeinheiten absolvierte, natürlich bei jedem Wetter.

Und dann kam der große Tag, an dem Daniel zwei Pläne hatte: „Wir wollten das Ereignis mitbekommen, aber uns auch Ziele setzen.“ Das Freisinger Brüderpaar hatte das sportliche Vorhaben, die Strecke in etwa dreieinhalb Stunden zu schaffen. „Unsere Idee war es, die ersten 35 Kilometer gemeinsam zu laufen, um dann zu schauen, wer noch etwas im Tank hat.“

Marathon-Premierenläufer Daniel war da schon ziemlich platt, sein Bruder Benjamin zog noch einmal an. Er kam nach 3:28,49 Stunden auf Platz 5829 unter 53 518 Startern an, während der drei Jahre jüngere Bruder mit 3:31,28 (Platz 6519) exakt 2:39 Minuten später einpassierte.

Der 27-Jährige relativiert die Zeit aber auch ein Stück weit wegen der besonderen Bedingungen: In der Anfangsphase habe man aufgrund der mehr als 50 000 Starter nur schwer das eigene Tempo bestimmen können, aber auch die Schlaglöcher auf den Straßen oder der kurvige Kurs hätten einen schnelleren Lauf verhindert.

Der Sport war aber nur das eine, das Erlebnis war das andere: „Wir haben uns immer wieder die Zeit genommen, nach rechts und nach links zu schauen“, sagt Daniel Bugl. Und da sahen die Freisinger Menschenmassen, die die Teilnehmer aus der ganzen Welt kräftig anfeuerten. Für alle Finisher gab es im Zielraum eine goldfarbene Medaille, aber auch jede Menge Anerkennung. „Uns haben wildfremde Menschen gratuliert, dass wir das Ziel erreicht haben“, erinnert sich Daniel Bugl an diesen emotionalen Tag. In der finalen Phase des Marathons hatte er sich geschworen, „dass ich das einmal mache und dann nie wieder“. Mit etwas Abstand denkt der in Freising-Neustift wohnende Hobbysportler schon wieder etwas anders. Er und sein Bruder Benjamin liebäugeln mit einem Start in Tokio. Der Marathon in der japanischen Metropole ist ein weiteres Event, das zu den größten der Welt gehört. Es ist durchaus denkbar, dass die Freisinger Brüder am 1. März 2020 dort am Start stehen.

Nico Bauer

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