Die Freisinger Softballerinnen stimmen sich lautstark, aber mit Abstand auf den Saisonauftakt ein.
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Auf geht’s, Grizzlies, kämpfen und siegen! Die Freisinger Softballerinnen stimmten sich lautstark auf den Doubleheader zum Bundesliga-Saisonauftakt gegen die Tübingen Hawks ein.

Softball-Bundesliga

Grizzlies-Mädels drehen im zweiten Spiel den Spieß um

  • Leyla Yildiz
    VonLeyla Yildiz
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Zum Saisonauftakt in der Softball-Bundesliga lief bei den Freising Grizzlies noch nicht alles nach Plan. Doch im zweiten Spiel trumpften die Mädels richtig auf.

Freising – Der Bundesliga-Auftakt der Freising Grizzlies war wahrscheinlich der ungewöhnlichste, den der Verein jemals erlebt hat. Die Corona-Pandemie bestimmte die Umstände der beiden Matches gegen die Tübingen Hawks. Alle Beteiligten mussten außerhalb des Spielfelds Masken tragen, zudem waren keine Zuschauer erlaubt. Die konnten stattdessen dank eines Livestreams auf YouTube zwei spannende Partien – und immerhin einen Sieg der Freisinger Softballerinnen – bestaunen.

Zu Beginn der ersten Partie positionierten sich die Grizzlies-Mädels hochmotiviert auf dem Feld, Fiona Brosch startete als Werferin. Und die legte bei ihrer Pitching-Serie auch gleich knallhart los und ließ den Tübinger Damen kaum eine Chance. Sie markierte zwei Strikeouts am Stück – und die dritte Hawks-Schlagfrau wurde durch einen gefangenen Ball aus der Luft out gemacht.

Gastgeberinnen geben Führung aus der Hand

Somit hatten die Gastgeberinnen die Möglichkeit, sich gleich einen Vorsprung zu erspielen – und die nutzten sie sofort: Mara Sandner schaffte es als Erste mit einem gezielten Schlag ins Right Field auf die erste Base. Lioba Biswas präsentierte dann ihren bärenstarken Schwung und drosch die Kugel durch die Mitte ins Centerfield. Pitcherin Fiona Brosch verhalf den Grizzlies schließlich zum ersten Punkt, indem sie Sandner nach Hause brachte. Anschließend holte Biswas den zweiten Run.

Auf Base: Mara Sandner (l.) und ihre Freisinger Teamkolleginnen holten zum Saisonstart einen Split.

Die Grizzlies gingen so mit einer Führung von zwei Zählern ins zweite Inning. Hier schafften es auch die Gegnerinnen, sich einen Punkt zu sichern. In den nachfolgenden Durchgängen war das Match recht ausgeglichen. Beide Seiten zeigten starke Spielzüge – bis zum sechsten Inning. Die Grizzlies führten 3:2, doch auf einmal war in ihrem Spiel der Wurm drin. Pitcherin Fiona Brosch sorgte für drei Walks, weshalb Spieltagscoach Nico Steffen sie gegen Mara Sandner austauschte.

Sandner hatte nun die große Aufgabe, keine Punkte zuzulassen. Kein leichtes Unterfangen, denn sämtliche Bases waren durch die Tübingerinnen besetzt. Erst sah es noch gut aus, Catcherin Franca Brosch verhinderte den Ausgleich mit einem Fang auf der Homeplate. Die Hawks machten aber weiter viel Druck und schlugen gezielt in die Lücken der Grizzlies-Defense. Die logische Folge: Die Gäste verbuchten weitere vier Zähler auf ihrem Konto. Den Rückstand konnten die Freisinger Mädels im letzten Abschnitt zwar noch um einen Punkt reduzieren, mehr war jedoch nicht drin. So verloren sie die erste Partie knapp mit 4:6.

Daneben: Im zweiten Spiel des Tages ließen die Grizzlies-Frauen die Gäste aus Tübingen nicht mehr zur Entfaltung kommen – sehr zur Freude der Freisinger Catcherin Franca Brosch (r.).

Die Freisingerinnen hakten das erste Match aber schnell ab und schnappten sich im ersten Inning der zweiten Begegnung fünf Punkte. Zuvor hatten die Gegnerinnen sich bereits einen Score geangelt. Es schien, als ob die Grizzlies den Spieß einfach umdrehten und den Gästen ihre Stärken zeigten – trotz der Kälte, die im Attachinger Ballpark herrschte. Ihren Score verteidigte die Heimmannschaft durch ein gutes Zusammenspiel im Feld, und so konnten die Bärinnen im zweiten Inning nochmals zwei Punkte draufpacken.

Erster Einsatz für Laura Krüger

Die Tübingerinnen schafften es im weiteren Verlauf des Spiels nicht, die starke Verteidigung der Grizzlies zu überwinden – unter anderem auch dank Laura Krüger auf der ersten Base, die ihren ersten Einsatz in der Bundesliga-Mannschaft bekam. Lediglich zwei Punkte konnten die Hawks ergattern, während die Gastgeberinnen im unteren vierten Inning noch einmal so richtig Gas gaben: Lioba Biswas, Regina Guth und Chiara Steffen nutzten am Schlag ihre Chance. Die Grizzlies dominierten die Partie mit schlauen Spielzügen und aggressivem Base-Running. Der Zwischenstand: 11:3. Dabei blieb es auch: Ein Aus auf der dritten Base, eines auf der ersten Base sowie ein Strikeout führten dazu, dass das Spiel bereits im fünften Inning aufgrund der sogenannten Mercy Rule beendet war. Diese Regel besagt, dass bei einem Vorsprung von sieben Runs im fünften Inning die Führenden als Sieger aus der Partie hervorgehen.

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