Mehrere Softballerinnen der Freising Grizzlies klatschen sich nach einem Sieg ab.
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Der Spaß am Spielen steht im Vordergrund: Die Freisinger Softballerinnen starten am Samstag zu Hause mit einem Doubleheader gegen die Tübingen Hawks. Fans können sich die beiden Partien anschauen – zwar nicht vor Ort, aber live auf YouTube.

Softball

Freising Grizzlies vor dem Bundesliga-Auftakt: Dank Corona so schlecht vorbereitet wie noch nie

  • Leyla Yildiz
    vonLeyla Yildiz
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Sie dürfen spielen: Die Softballerinnen der Freising Grizzlies starten am Samstag mit zwei Heimspielen in die neue Bundesliga-Saison. Allerdings ohne Trainer.

Freising – Kein Trainer und die Auswirkungen der Corona-Pandemie: Das sind für die Softball-Damen der Freising Grizzlies die größten Herausforderungen in der kommenden Bundesliga-Saison. Schon die Vorbereitung war alles andere als leicht für die Mannschaft. Erst vor etwa zwei Wochen konnten die 15 Frauen wieder als Team zu trainieren beginnen. Für die Mannschaft war der Startschuss ein regelrechter Glücksmoment: „Wir haben uns richtig gefreut, wieder anfangen zu können, weil es uns wieder mehr Normalität zurückgibt“, sagt die Sprecherin des Teams, Rebecca Hillebrand. „Es ist aber auch ein bisschen merkwürdig, dass wir anfangen dürfen, obwohl wir im eigentlichen Sinne keine Profisportlerinnen sind.“

Das Training gestaltete sich gleichwohl nicht anders als sonst – Stichwort kontaktfreier Sport. Allerdings, und das gibt Hillebrand zu, gehen die Grizzlies so schlecht vorbereitet in die Spielzeit wie nie zuvor. Gründe dafür sind unter anderem das fehlende Hallentraining im Winter, und dass das Team momentan keinen Coach hat. Im vergangenen Jahr musste die US-amerikanische Trainerin Mariesa Davies nach zwei Monaten aufgrund der Corona-Pandemie schon wieder zurück in die Heimat. Diese Saison will der Verein sie zurückholen. „Wir warten noch auf das Visum“, sagt die Teamsprecherin.

„Die Gesundheit ist wichtiger als der Sport.“

Die Erwartungen für die anstehende Runde sind den Umständen entsprechend nicht so hoch. Hillebrand: „Wir sehen die Saison etwas lockerer als die bisherigen, da uns definitiv die Gesundheit wichtiger ist als der Sport.“ Jetzt steht der Spaß am Spiel im Vordergrund. Den Mädels ist es wichtig, überhaupt spielen zu dürfen und gemeinsam als Team an einem Strang zu ziehen. Das beweisen sie in der schwierigen Situation ohne Coach gerade einmal mehr. Beispielsweise bei der Gestaltung der Übungseinheiten. „Im Moment wechseln wir uns immer bei der Erstellung des Trainingsplans ab“, erzählt Rebecca Hillebrand.

Doubleheader gegen die Tübingen Hawks

Die Erfahrung spielt hier eine große Rolle, und die Frauen können sich gegenseitig unterstützen. So wollen sie für die Spieltage noch gemeinsam eine Lösung finden, wie sie das Fehlen eines Coaches kompensieren können.

Nun freut sich die Truppe aber erst mal auf die neue Saison – und auf ein Stück Normalität. Zusammen mit dem jüngsten Teammitglied Laura Krüger, die ab diesem Jahr in den Spielbetrieb der Damen reinschnuppern soll, wollen die Grizzlies die Zeit als Mannschaft genießen. Das erste Heimspiel steigt am Samstag um 12.30 Uhr gegen Tübingen. Gegen 15 Uhr beginnt dann das zweite Match. Das Besondere dabei: Beide Partien werden live auf dem YouTube-Kanal „Grizzlies Baseball & Softball“ übertragen, da wegen der Corona-Pandemie aktuell keine Zuschauer erlaubt sind.

Der Grizzlies-Kader für die Saison 2021

Chiara Steffen, Elinor Weyer, Fiona Brosch, Franca Brosch, Lea Salomon, Lioba Biswas, Mara Sandner, Nadja Honstetter, Nina Mann, Rebecca Hillebrand, Regina Guth, Shaya Raziorrouh, Tamara Biswas, Teresa Vanah, Laura Krüger.

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