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Schlagkräftig: Leander Liebl (r.) und die Volleyballer des SC Freising hatten gegen den TV Mömlingen klar die Nase vorn und verbesserten sich dank des zweiten Saisonsiegs auf den drittletzten Tabellenplatz.

Volleyball

Kollektives Aufatmen bei den SCF-Männern

Als die Freisinger dank eines Zwischenspurts im zweiten Satz auf 18:12 erhöht hatten, da war klar, dass der zweite Saisonsieg in greifbarer Nähe ist. Am Ende hatten die Gäste vom TV Mömlingen keine Chance. Die SCF-Volleyballer gewannen verdient mit 3:0 (25:18, 25:20, 25:18) – und alle konnten aufatmen. Das waren im Kellerderby der Regionalliga Süd-Ost drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Freising – Die Voraussetzungen vor diesem Heimspiel waren für die Freisinger aber alles andere als ideal. Denn mit Michael Schmidt, Lukas Viebahn und Tobias Recknagel fehlten drei Stammkräfte. Den restlichen SCF-Akteuren war die Anspannung vor dem Anpfiff mehr als deutlich anzusehen. Selbst Trainer Klaus Lösch, ein Routinier in seinem Metier, wirkte nervös. Anders die Gäste aus Unterfranken: Die waren mit einem vollen Kader angereist, die jungen und großgewachsenen Spieler des TVM machten beim Einschmettern durch ihre wuchtigen Angriffsschläge gehörig Eindruck. Außer bei Lösch: „Zwischen dem Einschlagen und dem eigentlichen Spiel muss man unterscheiden und darf sich nicht verrückt machen lassen.“

Lösch sollte recht behalten, denn seine taktische Marschroute gegen die ungestümen Youngsters aus Mömlingen ging auf. Zwar benötigten die Freisinger ein paar Minuten, bis sie ihre Nervosität abgelegt hatten. Ihnen unterliefen zunächst einige ganz billige Fehler, die Gäste lagen vorne. Als dann jedoch die Defensive beim Sportclub immer besser in Schwung kam, machte sich bei den jungen Mömlingern Verunsicherung breit – deren Angriffsmaschinerie geriet ins Stottern. Martin Aigner, Philipp Geißelmeier, Simon Goisser und Leander Liebl blockten sehr konzentriert und kamen dadurch zu Punkten. Das stärkte das Selbstbewusstsein, auch das Stimmungsbarometer auf und neben dem Spielfeld stieg deutlich. Und sauste ein Ball am Block vorbei, dann war die Feldabwehr zur Stelle. Libero Clemens Schöps war in der Defensive immer präsent und sorgte mit seiner guten Ballannahme für einen präzisen Spielaufbau.

„Und dann machte vor allem auch unser Simon Goisser den Unterschied aus“, lobte Kapitän Moritz Steinberg. „Er erzielte von der Diagonalposition aus wichtige Zähler. Vor allem war er wegen seiner Erfahrung in der Lage, auch bei nicht so gut zugespielten Bällen zu punkten. Das zermürbte den Gegner und war psychologisch sehr wichtig.“

Weil sich die Fehlerquote bei den Freisingern diesmal in Grenzen hielt und sie nach zwischenzeitlichen Durchhängern rasch zurück in die Partie fanden, hatten die Gäste aus Unterfranken letztlich keine Chance. Als Top-Regionalliga-Team präsentierte sich der TV Mömlingen nicht. Aber auch solche nervenbelastenden Partien muss man erst einmal für sich entscheiden. Es war also ein wichtiger Sieg zum richtigen Zeitpunkt. „Wenn man gegen einen Konkurrenten gewinnt, sind das unterm Strich gefühlt sechs Punkte“, kommentierte Steinberg den Erfolg. Beim SCF hofft man nun, am kommenden Samstag in eigener Halle auch das nächste Sechs-Punkte-Spiel gegen den SC Memmelsdorf gewinnen zu können.

Peter Spanrad

Aufstellung:

Aigner, Geißelmeier, Goisser, Kock, Liebl, Panev, Schöps, Steinberg.

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