Screenshot eines Eishockeyspiels auf der PlayStation 4.
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Virtuelle Eishockey-Action: Spieler aus zahlreichen bayerischen Vereinen wetteiferten auf der Konsole um den Turniersieg.

BAYERISCHE EISHOCKEY-ESPORTS-MEISTERSCHAFT

Landkreis-Konsolen-Eishackler früh aus dem Titelrennen

Lukas Eder und Leon Lieser haben es bei der Bayerischen Eishockey-eSports-Meisterschaft in die K.O.-Runde geschafft. Der Turniersieg ging aber nach Trostberg.

Landkreis – Wayne Grapentine alias „Wayne_grapy“ vom TSV Trostberg hat am Samstag mit 2:0 Siegen das Endspiel gegen Daniel Hilgner (Kettensäge_09) vom SC Forst gewonnen. Der 25-jährige Stürmer des Landesligisten holte damit den Titel des Bayerischen Eishockey-eSports-Meisters nach Trostberg. Auch einige Spieler aus Freising und Moosburg nahmen an dem erstmals vom Bayerischen Eissport-Verband (BEV) durchgeführten Event teil, hatten mit dem Titelrennen aber nichts zu tun.

Dieses machten Grapentine und Hilgner im Finalmodus „Best of three“ unter sich aus. In der ersten Partie holte Hilgner, der mit den Kölner Haien aufs virtuelle Eis ging, in der Schlussphase noch einen 0:2-Rückstand auf. In der anschließenden Overtime erzielte Grapentine mit seinen Red Bull München-Akteuren aber noch den 3:2-Siegtreffer. In Spiel zwei legte erneut der Trostberger Stürmer vor und führte bis zum Ende des zweiten Drittels mit 3:0. Zwar verkürzte sein Gegner, der 26-jährige Torhüter der SC Forst Nature Boyz, zu Beginn des dritten Spielabschnitts, doch zu mehr reichte es nicht mehr. Grapentine stellte den alten Drei-Tore-Abstand wieder her, gewann mit 4:1 Toren – und damit die Finalserie und das komplette Turnier. Der TSV Trostberg darf sich nun über den Meisterpokal und die entsprechende Urkunde freuen.

63 Spieler zocken auf der PlayStation 4

Insgesamt waren am vergangenen Samstag 63 Spieler an den Start gegangen, um den besten NHL 21-Spieler der bayerischen Eishockey-Vereine auf der PlayStation 4 zu ermitteln. Zum Start wurde in 16 Vierergruppen im Modus „Jeder gegen jeden“ gezockt. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe zogen danach in die K.O.-Runde ein.

Jederzeit alles im Griff: Ein dreiköpfiges Moderatorenteam präsentierte im Twitch-Stream alles Wissenswerte zum NHL 21-Event.

Da waren von den fünf gestarteten Eishacklern aus dem Landkreis ohnehin nur noch zwei dabei. Für Fabian Köllner (FabiNight12) aus Freising sowie die beiden Moosburger Hannes (x-ItzZerox_x) und Josef Germaier (ItzCrime) blieb nach der Vorrunde nur noch die Zuschauerrolle. Ein Schicksal, das die beiden Freisinger Lukas Eder (xy_luk) und Leon Lieser (Montessori_13) nach ihren Niederlagen im Sechzehntelfinale teilten. So konnten sie dann über den Livestream bei Twitch spannende Matches bis zum Finale verfolgen.

Mehr als 2000 Nutzer fieberten online mit

Die Organisation und technische Abwicklung des Turniers lag in den Händen des Instituts für eSports der Hochschule für angewandtes Management in Ismaning. Eine zehnköpfige Studierenden-Organisation mit dem Namen „TH3 ACAD3MY“ hatte dabei alles bestens im Griff.

Neben dem Livestreaming via Twitch gab es die Möglichkeit, sich über Social Media interaktiv ins Event einzubringen, was auch von zahlreichen Eishockey-Freunden genutzt wurde. Die Moderatoren nahmen das Feedback und die Ideen der Nutzer auf. Dazu wurde mit dem amtierenden Deutschen Meister Tim Hess ein echter NHL 21-Gaming-Experte in die Übertragung eingebunden. Über den Turniertag verteilt verzeichnete alleine der Livestream über 2000 unterschiedliche Nutzer. Ein großartiger Erfolg, findet BEV-Obmann Frank Butz, der auch ein wenig stolz darauf ist, dass sein Verband als erster diesen Weg einer etwas anderen, innovativen Herangehensweise an den Eishockeysport gegangen ist.

Josef Fuchs

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