Maximilian Homberg hält die Siegesrede in Hammamet und eine Trophäe in der Hand.
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Siegesrede: Maximilian Homberg war in Hammamet als Turnierchampion ein gefragter Mann.

Tennis

Maxi Homberg ist der Junior-König von Hammamet

  • Michael Leitner
    VonMichael Leitner
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Tennisspieler Maxi Homberg (18) aus Freising hat in Tunesien seinen ersten Einzeltitel 2021 gefeiert. Nächste Woche geht’s in Pilsen um Punkte.

Freising – Den Abistress hat er hinter sich, und schon läuft es auf dem Tenniscourt wieder wie geschmiert: Maximilian Homberg hat das Juniors-Turnier im tunesischen Hammamet gewonnen – und das sogar ohne Satzverlust. Nur eine Woche davor stand der 18-jährige Freisinger in Hannover im Doppelfinale – am Ende fehlten ihm und seinem Spielpartner Neo Niedner nur zwei Pünktchen zum Sieg.

Es war ein regelrechter Spagat, den Maxi Homberg in diesem Jahr zu bewältigen hatte: Online-Unterricht und Crash-Kurse fürs Abi, die Abschlussprüfungen am Privatgymnasium in Schwetzingen, Training an der TennisBase in Oberhaching, Turniere am Wochenende. Ziemlich viel für einen jungen Mann, der sich nichts sehnlicher wünscht, als den Sprung auf die ATP Tour zu schaffen und Tennisprofi zu werden. Im März und April schied der 18-Jährige bei den J1-Turnieren in Spanien und Russland im Einzel jeweils in der ersten Runde aus. „Ich war in einigen Phasen zu unkonzentriert, weil ich natürlich die Schule im Hinterkopf habe“, sagte er damals.

Homberg und Niedner lassen vier Matchbälle ungenutzt

Mittlerweile hat er den Kopf wieder frei. Und schon stellen sich die Erfolge ein. Homberg absolvierte zuletzt drei Turniere der zweiten Kategorie, wobei es Ende Mai in Hannover anfangs noch nicht rund lief: Im Einzel zog er – wiederum in der ersten Runde – gegen den Polen Filip Pieczonka mit 4:6 und 2:6 den Kürzeren. „Da hat mir noch ein bisschen die Matchpraxis gefehlt“, sagt der 18-Jährige. Die holte er sich im Doppel: An der Seite von Neo Niedner aus Frankfurt zog er ins Endspiel ein, das die beiden gegen Edas Butvilas aus Litauen und Alejandro Manzanera Pertusa (Spanien) hauchdünn mit 6:2, 5:7 und 12:14 verloren. „Das ist echt ärgerlich, weil wir vier Matchbälle hatten“, betont der Freisinger.

Anfang Juni in Tunesien mussten sich Homberg und Niedner schon im Viertelfinale geschlagen geben. Doch im Einzel war bei Maxi der Knoten geplatzt: Er besiegte den Tunesier Rayen Hermassi mit 6:0, 6:0, ließ auch gegen Yannik Rahman aus den USA beim 6:0, 6:4 nichts anbrennen und setzte sich im Viertelfinale mit 7:6, 6:4 gegen den Südafrikaner Luc Koenig durch. In der Vorschlussrunde traf er dann auf ein guten Bekannten: Philip Florig ist einer seiner Trainingskollegen an der TennisBase Oberhaching – doch auch ihm zeigte Homberg beim 7:6, 6:3-Sieg die Grenzen auf. Das Finale war dagegen eine klare Angelegenheit: Der Freisinger schlug Alexander Blockx aus Belgien 6:2, 6:1 und avancierte damit zum Junior-König von Hammamet. „Ich bin sehr zufrieden, ich habe richtig gut gespielt“, freut sich Homberg.

Turniersieg in Hammamet bringt Homberg satte 200 Punkte ein

An diese Leistungen wollte der 18-Jährige wenige Tage später in Taschkent anknüpfen – doch den Trip nach Usbekistan hätte er sich sparen sollen. „Ich habe in Tunesien etwas Falsches gegessen und hatte einen fiesen Magen-Darm-Infekt. Ich hätte das Erstrundenspiel aufgeben sollen.“ Am Ende unterlag er mit 1:6, 4:6.

Mittlerweile ist Maxi Homberg wieder fit – und voller Tatendrang: Nächste Woche beim J2-Turnier im tschechischen Pilsen sollen möglichst weitere Zähler fürs ITF Junior Ranking dazukommen. Der Erfolg von Hammamet hat ihm satte 200 Punkte eingebracht, dadurch kletterte der 18-Jährige in der Jugendweltrangliste auf Rang 70. Wenn es weiterhin so gut läuft, stehen die Chancen gut, dass Homberg im Sommer in Flushing Meadows aufschlägt. Die US Open wären das erste Junior-Grand-Slam-Turnier seiner Karriere – und ein Meilenstein auf dem Weg zum Tennisprofi.

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