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Walter Schuhbauer beendet seine Trainertätigkeit bei den HSG-Männern.

Handball

HSG-Männer gehen freiwillig in die BOL

Nach dem Saisonabbruch hätten die Handballer der HSG Freising-Neufahrn trotz des letzten Platzes in der Landesliga bleiben können. Doch jetzt kam alles anders.

Freising - Nach dem Corona-bedingten Abbruch der Saison hätten die Handballer der HSG Freising-Neufahrn trotz des letzten Tabellenplatzes in der Landesliga bleiben können. Innerhalb des Teams gab es lange Diskussionen via Skype – doch jetzt ist es raus: Die Mannschaft wird den Weg des freiwilligen Abstiegs gehen und in der kommenden Saison in der Bezirksoberliga antreten.

Abteilungsleiter Jürgen Steinhauer betont, dass sich Vorstandschaft und Trainer aus dieser Entscheidung herausgehalten hätten: „Das sollte das Team intern machen.“ Er selbst und auch HSG-Coach Erik Brˇasko hätten zwar lieber einen neuen Versuch in der Landesliga gestartet, „ich verstehe aber auch die Argumente dagegen, und akzeptiere es“.

HSG Freising-Neufahrn: Die Zweifel haben überwogen

In diesem Entscheidungsprozess sah es bei der ersten Online-Zusammenkunft allerdings noch so aus, dass die meisten der HSG-Männer ebenfalls oben bleiben wollen. Walter Schuhbauer, der nach dieser Saison seine Trainertätigkeit bei den Männern aufgibt, in den Prozess jedoch noch involviert war, erklärt: „Die Mehrheit der Spieler wollte zunächst beweisen, dass Freising-Neufahrn in der Landesliga bestehen kann. Es gab innerhalb der Runde ja auch positive Tendenzen.“ Die Zweifel hätten dann aber immer mehr überwogen, sagt Steinhauer: „Es kam die Meinung durch, dass es vorteilhafter sei, Erfolge in der Bezirksoberliga zu feiern und dadurch Selbstvertrauen zu gewinnen.“ Außerdem könnten die jungen Spieler dann besser in die Mannschaft eingebaut werden.

Gleichzeitig sei die Angst vorhanden gewesen, dass man angesichts der schweren Brocken in der Landesliga gleich wieder mit einem Negativlauf starte und unten in der Tabelle stehe. „Da es zudem keine Absteiger, sondern nur Aufsteiger gibt, wäre die Runde mit bis zu 16 Mannschaften gestartet. Da hätten wir schon ein extremes Programm gehabt“, fügt Steinhauer an.

Die Mannschaft bleibt zusammen

Ein wichtiger Grund, dass Abteilungsleitung und Trainer sich der Entscheidung der Mannschaft beugten, ist die Tatsache, dass so gut wie alle Spieler bei der HSG bleiben werden: „Sie haben versichert, dass sie mitziehen wollen und alles geben werden, um in der Bezirksoberliga vorne dabei zu sein.“ Denn das ist das ausdrückliche Ziel von Jürgen Steinhauer: „Wir müssen von Beginn an angreifen. Es wird sicherlich kein Selbstläufer, aber jetzt müssen sich alle reinhängen.“

Bernd Heinzinger

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