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Sie kämpften um jeden Ball: Jakob Kock (M.) und die Korbjäger des TSV Jahn Freising zeigten gegen Milbertshofen eine ganz andere Körpersprache als zuletzt – und wurden dafür am Ende auch belohnt.

Basketball

TSV Jahn zeigt die richtige Reaktion

Es geht doch! Nach zwei desolaten Vorstellungen haben sich die Basketballer des TSV Jahn Freising in der 2. Regionalliga Süd eindrucksvoll zurückgemeldet. Sie besiegten ihren Tabellennachbarn MIL Baskets Milbertshofen mit 90:68 (22:17, 41:34, 60:49) und holten damit zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Freising – Die von Jahn-Routinier Andreas Pink einberufene Krisensitzung hat offenbar Wirkung gezeigt: Die Körpersprache war zu Beginn der Partie gegen Milbertshofen eine ganz andere als noch bei den beiden jüngsten Auftritten. Die Motivation, die Einsatzbereitschaft und vor allem der unbedingte Siegeswille waren deutlich erkennbar. „Die Energie in der Defensive war viel besser als zuletzt“, stellte Co-Trainer Gojko Stojisavljevic zufrieden fest. „Eine stabile Abwehr ist im Basketball der Garant für den Erfolg.“

Aus dieser konzentriert und agil agierenden Defense starteten die Freisinger immer wieder ihre Fastbreaks. „Unsere Taktik, mit einem schnellen Spiel den Milbertshofenern den Zahn zu ziehen, ist letztlich aufgegangen“, freute sich Jahn-Headcoach Denis Rühmann. Allerdings konnten die Freisinger nicht über die gesamten 40 Minuten Vollgas-Basketball spielen. „Es ist uns nicht immer alles so gelungen, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagte Jakob Kock, einer der Leistungsträger im Jahn-Team. Deshalb schafften es die Gäste bis zum Ende des dritten Viertels immer wieder zu verkürzen.

In den vergangenen beiden Partien war das Jahn-Team in der zweiten Halbzeit jeweils komplett eingebrochen. „Das war heute nicht so“, analysierte Coach Rühmann. „Überraschenderweise waren wir gegen Ende der Partie deutlich frischer als die Milbertshofener.“ Die Vorentscheidung fiel vermutlich in den letzten Minuten des dritten Durchgangs. In der Phase, in der MIL nochmals aufzukommen schien, gelangen Youngster Thomas Kahlert zwei klasse Korb-Erfolge. Damit gingen die Freisinger mit einem Elf-Punkte-Vorsprung ins letzte Viertel. Danach ließen die Freisinger nicht mehr locker und kämpften um jeden Ball. Als dann vier Minuten vor Schluss Tim Peisker nach einer herrlichen Kombination das 72:56 markierte, gaben die Gäste endgültig klein bei.

„Unsere Mannschaft war heute voll da und hat die gewünschte Reaktion gezeigt“, strahlte Rühmann. Neben einer halbwegs stabilen Defensive war in der Offensive ganz entscheidend, dass die Domstädter nicht mehr wie zuletzt mit Einzelaktionen zum Erfolg kommen wollten, sondern die Milbertshofener Abwehr mit einem klugen Zusammenspiel aufmischten. „Wir haben heute Ball und Gegner laufen lassen“, freute sich Kock. „Jetzt brauchen wir noch zwei Siege, um den Klassenerhalt fix zu machen.“

Peter Spanrad


Aufstellung:

Babl (4 Punkte), Kahlert (6), Kock (16), Manhart (3), Nibler (10), Pathekas (10), Peisker (14), Pink (2), Pook (7), Riemensperger, Thummerer (1), Weiß (17).

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