+
Handballer(innen) im Wartestand: Auch Kathrin Eicheldinger vom SC Kirchdorf wird sich wohl gedulden müssen. 

Handball 

Der Saisonstart wackelt

  • vonRoland Halmel
    schließen

Spielen wir heuer noch oder doch erst im neuen Jahr, fällt die Saison vielleicht ganz aus? Die bayerischen Handballvereine sind wegen Corona stark verunsichert.  

Landkreis Nicht nur die Fußballer fischen aktuell im Trüben was die Wiederaufnahme des Spielbetriebs angeht. Auch die Hallensportler, wie die Handballer, hängen in der Luft. Der Bayerische Handballverband (BHV) um Präsident Georg Clarke informierte seine Vereine in dieser Woche in einem Rundschreiben über den derzeitigen Stand der Dinge, der nicht gerade erfreulich ist. „Bis zum geplanten Saisonstart sind es jetzt noch knapp fünf Wochen, und noch ist keine Lockerung in Sicht – eher im Gegenteil“, sieht der Verband große Fragezeichen, ob es wie geplant am ersten Oktober-Wochenende los gehen kann. Bei einer Sitzung des Verbands-Spielausschuss wurde zuletzt die weitere Vorgehensweise diskutiert, mit dem Ziel, den Vereinen möglichst klare Empfehlungen geben zu können. „Das Ergebnis ist, dass wir derzeit keine Garantie für einen pünktlichen Saisonstart am 3. Oktober geben können“, schreibt der Verband seinen Vereinen. Am 18. September soll darüber das erweiterte Präsidium entscheiden. Die Entwicklung von politischer Seite, wie auch in der Pandemie, werden bis dahin beobachtet und berücksichtigt. „Unter den vorherrschenden Einschränkungen dürfte aktuell ein Spielbetrieb tendenziell wohl eher nicht zum Saisonstart vorstellbar sein“, sieht der Verband derzeit eher geringe Aussichten auf einen regulären Saisonstart. Die Gründe dafür sind die Schwierigkeiten, die von der Politik vorgeschriebene Hygienekonzepte in der Praxis für den „Nicht-Leistungssport“ umzusetzen. Dazu kommt die Hallenproblematik, da noch nicht absehbar ist, wie die Verfügbarkeit der Hallen nach den Sommerferien sein wird. Noch nicht abschließend geklärt ist darüber hinaus die Frage der Haftung im Schadensfall. „Dies sind nur einige der Punkte, die, abgesehen vom medizinischen Gesichtspunkt, derzeit gegen einen Spielbetrieb im Oktober sprechen“, erklärt der BHV. Ungeachtet dessen arbeitet er an einem praktikablen Hygienekonzept, das bei Entspannung der Lage, von vielen Clubs umgesetzt werden kann.

Gleichzeitig finden Überlegungen statt, wie es im Falle einer noch längeren Zwangspause weiter gehen kann. In der Diskussion ist dabei ein Saisonstart erst mit der Rückrunde im neuen Jahr, die dann in Form einer Einfachrunde ausgetragen werden würde. „Falls sich die Lage deutlich zum Positiven wenden sollte und die Politik Wettkampfspielbetrieb gegebenenfalls auch ohne Zuschauer doch erlauben sollte, dann wären die Handballer innerhalb kurzer Zeit in der Lage, zu starten“, macht der Verband den Vereinen aufgrund ihrer Vorarbeiten in den letzten Wochen aber auch Hoffnung. „Handball bleibt für uns Alle eine große Herausforderung, und bei allem Bemühen, einen Spielbetrieb möglich zu machen, gilt doch eines: Als Verein wie auch als Verband haben wir eine Mitverantwortung für die Gesundheit unserer Mitglieder und deren Familien, dem hat sich grundsätzlich alles andere unterzuordnen“, macht der BHV am Ende seines Schreibens deutlich.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare