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Amelie Bensaada (TTC): „Die Entscheidung ist absolut berechtigt.“

Und Kranzbergs Männer dürfen in Verbandsliga

Rolle rückwärts nach Gerichtsentscheid: Freisinger Tischtennisfrauen bleiben in Verbandsoberliga

Nach Klagen vor dem Verbandsgericht hat der Bayerische Tischtennis-Verband die Auf- und Abstiegsregelung modifiziert. Davon profitieren die Frauen des TTC Freising und die Männer des SV Kranzberg.

Landkreis – Kehrtwende beim Bayerischen Tischtennis-Verband (BTTV): Nachdem es einige Klagen vor dem Verbandsgericht gegeben und dieses die Entscheidung zur Saisonwertung gekippt hatte, wurde die Auf- und Abstiegsregelung modifiziert. Ergebnis: Die Mannschaften auf den Relegationsplätzen dürfen doch hoch, auf den hinteren Rängen wurde für „besondere Härtefälle“ die Quotientenregel eingeführt. Die Profiteure: die Frauen des TTC Freising und die Männer des SV Kranzberg.

„Wir freuen uns alle sehr“

Das Tischtennis-Team aus der Domstadt hatte sich bereits mit dem Abstieg aus der Verbandsoberliga abgefunden – wenn auch mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Als Vorletzter hatten sie zum Beispiel drei Partien weniger absolviert als der TSV Stötten, der nur einen Pluspunkt mehr auf dem Konto hatte. In seiner neuen Mitteilung veröffentlichte der BTTV jetzt, dass bei solchen Mannschaften die Quotientenregel angewendet werden soll, dafür aber ein Antrag gestellt werden muss. Das tat die Mannschaft um Teamführerin Amelie Bensaada – und es gab bereits eine positive Rückmeldung.

„Das ist absolut berechtigt. Wir freuen uns alle sehr, dass wir weiter in der Verbandsoberliga spielen dürfen“, sagt Bensaada. „Wir waren so lange eine Klasse drunter und haben den Aufstieg immer wieder verpasst. Wenn wir jetzt wieder runter hätten müssen, wäre das sehr doof gewesen.“ Das Team bleibt zusammen, noch ist aber nicht klar, wie die Besetzung der Verbandsoberliga aussehen wird: „Eventuell kommen auch noch die Zweiten aus den Verbandsligen nach oben.“ Den Freisingerinnen ist das aber egal, das Ziel lautet „Mittelfeldplatz“.

„Die Entscheidung ist absolut korrekt“

Auch die Männer vom SV Kranzberg dürfen sich freuen. Sie standen zum Zeitpunkt des Abbruchs in der Landesliga auf Platz zwei – zunächst hieß es, dass dies nicht für den Sprung in die Verbandsliga reichen würde. Das änderte sich jetzt, und SVK-Abteilungsleiter Florian Hertwig zeigt sich erleichtert: „Es ist toll, dass wir doch aufsteigen. Auch wenn es schade ist, dass die Saison abgebrochen wurde.“ Die Kranzberger hatten selbst schon eine Klage in Erwägung gezogen. „Da waren andere wohl sc

Florian Hertwig (SVK): „Es ist toll, dass wir doch aufsteigen.“

hneller. Doch die Entscheidung ist absolut korrekt. Es konnte ja nicht sein, dass der BTTV einen Alleingang macht, nur weil es das Präsidium so entschieden hatte.“ In den anderen Verbänden war die jetzt auch in Bayern geltende Regelung bereits länger Realität.

Der Blick geht nun in die Zukunft. Hertwig hofft, dass es bald das „Go“ gibt, wieder in der Halle trainieren zu dürfen. „Die Sicherheitsbedingungen könnten wir auf jeden Fall einhalten.“ Er sieht seine Mannschaft für die kommende Saison auf alle Fälle konkurrenzfähig und hofft, dass diese pünktlich starten kann: „Irgendwie sollte es möglich sein, dass wir im Oktober wieder spielen können.“

Bernd Heinzinger

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