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Nicht nur in der freien Wildbahn geht die Haager 3D-Bogenschützin Manuela Widmair erfolgreich auf die Jagd nach Tierattrappen. Auch in der Halle zeigte sie einmal mehr ihre ganze Klasse.

3D-Bogenschießen

Manuela Widmair verteidigt bei der Regionalmeisterschaft ihren Titel

Sie ist wieder erfolgreich auf der Pirsch, die Haager 3D-Bogenschützin Manuela Widmair, die ihrem Verein Hubertus Hörgertshausen so viel Freude macht. Denn Widmair sammelt mit ihrem traditionellen Recurve-Bogen Titel am laufenden Band. Mit dem hat sie es bereits bis zur Deutschen Meisterschaft in der Halle und im Freien gebracht, von ihrem EM-Titel in der Halle ganz zu schweigen.

Haag – Da kam der Bogenschützin, die jedoch nur Tierattrappen ins Visier nimmt, die Regionalmeisterschaft Süd des Deutschen Feldbogen-Sportverbandes – kurz DFBV – in der Schwarzwaldhalle in Gärtringen gerade recht. Obwohl sie jüngst Probleme mit der Schulter hatte und sich außerdem einer beruflichen Weiterbildung widmete, schaffte die Krankenschwester abermals den Sprung auf das Siegerpodest. Wie ihre große Konkurrentin Beatriz Gil Garcia erzielte sie stolze 204 Punkte. Allerdings hatte Manuela Widmair deutlich mehr genauere Treffer verbucht und konnte somit ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen.

Auf den Lorbeeren ausruhen kann und will sich die Sportlerin aber nicht. Finden doch bereits in gut sieben Wochen die deutschen Hallenmeisterschaften des DFBV in Bedburg nahe Köln statt. Auch da will die zweifache Mutter vorne mitmischen. „Ich erhoffe mir eigentlich schon, eine Medaille mit nach Hause bringen zu können“, sagt Widmair. Aber Titel sind für sie nicht alles: „Ich freue mich darauf, wieder tolle Menschen zu treffen.“

Auch wenn in diesem Jahr außer ein paar Vereinsturnieren nicht so viel ansteht und sie es erklärtermaßen etwas ruhiger angehen lassen will, hat Widmair ihre nächsten Ziele bereits fest ins Visier genommen. Anfang 2020 stehen beispielsweise die 3D-Feldbogen-Europameisterschaften in Frankreich an.

Das ist aber noch Zukunftsmusik. Jetzt will die Haagerin erstmal die aktuellen beruflichen und sportlichen Herausforderungen annehmen. Bis März ist noch viel Training in der Halle angesagt, bevor es wieder raus in die freie Natur geht. Dorthin, wo Widmair das Bogenschießen am meisten Spaß macht. Dazu zählt sie auch das sogenannte Feldschießen, das im Prinzip das Gleiche wie das 3D-Schießen ist. Nur, dass man dabei auf Scheiben statt auf Attrappen zielt. Dass es beruflich derzeit hoch hergeht und es nicht immer leicht ist, Job, Familie und Sport unter einen Hut zu bringen, hat für die Krankenschwester am Klinikum Freising aber auch ein Gutes. „Irgendwie muss ich mir ja die Startgelder verdienen“, feixt sie, fügt allerdings sofort an, dass das Bogenschießen auch einmal hintenanstehen müsse. Was das im Fall einer derart ambitionierten Schützin wie Manuela Widmair heißt, das wird sich allerspätestens bei besagter Europameisterschaft zeigen.

Alexander Fischer

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