Mannschaftsfoto der Bundesliga-Sportkegler des VfB Hallbergmoos
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Wollen im September wieder voll angreifen: die Hallbergmooser Bundesliga-Kegler mit (hinten, v. l.) Abteilungsleiter Sepp Niedermair, Thomas Schneider, Damir Cekovic, Tobias Kramer, Alexander Stephan, (vorne, v. l.) Bogdan Tudorie, Dietmar Brosi, Radovan Vlajkov und Patrick Krieger. Ebenfalls zum Team gehören Mario Cekovic und Tobias Lacher.

Sportkegeln

DKBC cancelt Bundesliga-Saison: „Es ist wahnsinnig schade“

Plan C tritt in Kraft, die Bundesliga-Saison ist beendet. Die Sportkegler des VfB Hallbergmoos reagieren mit Verständnis und Wehmut.

Hallbergmoos – Nun ist es amtlich: Wegen des Corona-Lockdowns bis mindestens 10. Januar tritt mit sofortiger Wirkung der Plan C des Deutschen Keglerbunds Classic (DKBC) – und damit die Absage der Saison 2020/21 – in Kraft. Und das bedeutet: Die Runde wird im September mit der jetzigen Ligenstruktur neu gestartet – alle bisherigen Siege, Leistungen und Ergebnisse sind Makulatur.

Besonders bitter ist diese Entscheidung für die Sportkegler des VfB Hallbergmoos, die sich bisher als Aufsteiger in der 1. Bundesliga mit vier Siegen und nur einer Niederlage gegen Klassenprimus Rot-Weiß Zerbst sehr gut auf dem vierten Platz behauptet haben. VfB-Aktivensprecher und Spitzenkegler Thomas Schneider schaut aber bereits nach vorne: „Es war zu erwarten, dass diese Entscheidung getroffen wird, es ist nachzuvollziehen. Aus sportlicher Sicht wird es jedoch eine Herausforderung. Die Qualität wird sehr darunter leiden, und jeder einzelne muss noch härter an sich arbeiten, damit wir die Ziele erreichen.“ Allerdings betont er auch: „Wenn wir dann wieder spielen dürfen, kommt ein jeder mit einer Bären-Motivation zurück – da bin ich mir sicher. Ich werde dann eher auf die Bremse drücken müssen.“

„Wir haben als Team sehr gut zusammengefunden.“

Alexander Stephan, der mit seiner Auswärtsbilanz von 648 Holz auf Rang vier der Schnittliste der Bundesliga steht, ist hingegen untröstlich: „Es ist wirklich sehr schade, dass die Saison so und vor allem jetzt schon endet. Wir haben als Team sehr gut zusammengefunden, wir hatten Spaß zusammen, und auch die Ergebnisse haben gepasst. Alle waren sehr zufrieden mit dem Start und den gezeigten Leistungen.“ Nach der Unterbrechung sei der Abbruch jedoch abzusehen gewesen. „Das ist sehr schade, weil wir alle gerne kegeln und uns auch an die Auflagen gehalten haben, damit der Sportbetrieb funktionieren kann. Da haben unsere Funktionäre im Verein mit dem aufgestellten Hygienekonzept sehr gute Arbeit geleistet. Trotzdem muss jeder die Entscheidung akzeptieren.“ Eine gute Sache habe das vorzeitige Saisonende allerdings: „Positiv ist natürlich, dass die Familie nicht zu kurz kommt – und man auch mal am Samstag für sie Zeit hat.“

Kegler-Chef Niedermair: „Es tut mir innerlich weh.“

Sein Teamkollege Dietmar Brosi nahm die Nachricht vom Saisonabbruch relativ gelassen zur Kenntnis: „Es ist schwierig, hier etwas zu sagen, denn so etwas gab es noch nie. Ich finde die Entscheidung zwar hart, aber in der jetzigen Situation gibt es keine Planungssicherheit für den weiteren Saisonverlauf. Niemand weiß, wie es in den nächsten Wochen weitergeht. Deshalb ist es der richtige Schritt.“ Sein Motto lautet nun: „Abhaken und auf den Neustart im September fokussieren.“

Abteilungsleiter Sepp Niedermair reagierte etwas emotionaler: „Es ist wahnsinnig schade. Wir haben bisher besser gespielt als erwartet. Und ich finde es nicht nur schade, sondern es tut mir innerlich weh, dass das bisher Erreichte einfach so verpufft. Ich hoffe, dass wir die Leistungsstärke mit in die neue Saison nehmen können.“ 2021/22 werde aber Thomas Schneider nach seinen Knieproblemen wieder voll einsatzfähig und Patrick Krieger aus dem Ausland zurück sein. „Mit diesem starken Kader sollte es möglich sein, den Klassenerhalt zu schaffen und in den folgenden Jahren vielleicht einmal international zu spielen.“

Christiane Oldenburg-Balden

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