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Echinger Premieren-Pleite bietet reichlich Diskussionsstoff

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SCE-Trainer Marc Thieme: „Wir haben trotzdem verdient verloren.“ © Gleixner

Eines war bis dato beim Blick auf die Ergebnisse in der Handball-Bezirksliga der Männer so sicher wie das Amen in der Kirche: Eching hat gewonnen und damit die nächsten zwei Punkte für den ersehnten Aufstieg geholt. 13 Mal ging das in dieser Saison so – und wer wollte schon daran denken, dass diese Serie in Landshut reißen könnte? Doch was steht da auf der Seite des Bayerischen Handball-Verbands? ETSV 09 Landshut – SC Eching 27:25! Das gibt es ja gar nicht!

Eching – Aber es stimmt: Der Nimbus der Unbesiegbarkeit ist den SCE-Männern am Samstagabend abhanden gekommen. Das ändert freilich nichts daran, dass sie weiter klar auf Meisterkurs sind.

Für Echings Trainer Marc Thieme gibt es zwei Gründe für die Schlappe. Einer davon liegt klar auf der eigenen Seite: Seine Truppe habe einfach nicht ins Spiel gefunden und zu viele leichte Fehler im Angriff fabriziert. Die Landshuter hätten dagegen teils richtig guten Handball gespielt und seine Jungs vor allem über den Kreis vor Probleme gestellt. Außerdem hätten die Gastgeber Eching mit ihrer Gangart das Leben schwer gemacht: „Es ist bei uns seit Jahren der Fall, dass wir mit hart spielenden Teams, die teilweise über das Erlaubte hinausgehen, nicht klarkommen“, sagt Thieme.

Da wäre normalerweise ein Schiedsrichtergespann gefragt, um für geordnete Verhältnisse zu sorgen. Nur gibt es einfach nicht genügend Unparteiische, um dies in sämtlichen Partien, vor allem in den unteren Ligen, auch zu gewährleisten. In Landshut pfiff nur ein Mann – ob das angesichts der dortigen, bekannt hitzigen Atmosphäre die richtige Entscheidung war? Laut Thieme war der Schiedsrichter jedenfalls überfordert – und seine Spieler hätten darunter gelitten: Konstantin Daum habe einen Schlag in den Nacken bekommen, Marlon Escriva einen ins Gesicht. Am Ende ließ der SCE-Coach fünf Verletzte in den Spielberichtsbogen eintragen. Seine Mannschaft sei dagegen für „jeden Fliegenschiss“ zurückgepfiffen worden. Als Beispiel nannte Thieme die Rote Karte für Thomas Schild: „Da hat er einen Gegner beim Zurücklaufen überholt, der läuft dann in in ihn rein – das wäre nicht einmal Gelb gewesen.“ Auch ansonsten habe es viele hitzige Situationen auf dem Feld gegeben – ein zweiter Unparteiischer hätte der Begegnung auf alle Fälle gut getan.

Jetzt müssen die Echinger mit der Niederlage klarkommen. Doch trotz der Umstände sagt Thieme: „Wir haben verdient verloren, weil wir nicht das abgerufen haben, was wir können.“ Vielleicht sei es ganz gut, einmal auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren. 

Bernd Heinzinger

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