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So schwer hatten sie es selten: Christina Schredl (r.) und die HSG-Frauen hatten gegen die Schweinfurterinnen über weite Strecken leichtes Spiel. 

Handball  

Der Feier-Countdown läuft

Meister sind sie zwar noch nicht geworden, weil parallel auch die Verfolger gepunktet haben. Nach dem klaren 31:13 (18:6)-Sieg gegen den MHV Schweinfurt 09 dürfte es aber nicht mehr lange dauern. Bei noch vier Spieltagen in der Landesliga Nord haben die Handballerinnen der HSG Freising-Neufahrn weiter sieben Zähler Vorsprung auf Platz zwei.

Freising  – Im Hinspiel hatten sich die Freisinger Frauen gegen den Tabellenzwölften noch schwer getan. Doch in der heimischen Halle dominierten sie von Anfang an das Geschehen: Sie agierten aus einer kompakten und aggressiven Abwehr heraus schnell nach vorne – damit waren die Gäste aus Schweinfurt überfordert. Anna Sophia Meyerhofer leitete den Torreigen ein, Sabine von Bechen organisierte das Spiel der HSG. Nach zehn Minuten führten die Gastgeberinnen bereits mit 5:1, wenig später stand es 11:2. Melanie Lerch präsentierte sich auf Außen erneut in guter Form und konnte ihre Schnelligkeit bei Kontern unter Beweis stellen. Auch mit guten Anspielen hebelte die HSG die Schweinfurter Abwehr ein ums andere Mal aus – und so lag Freising-Neufahrn zur Halbzeit deutlich mit 18:6 vorne. Wenn man bedenkt, dass der HSG in der Hinrunde gegen den MHV insgesamt gerade einmal 19 Tore gelangen, dann war das eine starke Ausbeute.

Auch im zweiten Abschnitt ging es munter weiter. Die Torhüterinnen Melanie Schild und Rosalie Amanze zeichneten sich durch starke Paraden aus, vorne hielt man das Tempo hoch. Oft wussten sich die Gäste nur durch Fouls zu helfen, und so kam es zu diversen Siebenmetern – die waren die Aufgabe von Sabine von Bechen und Melanie Lerch. 24:8 führte Freising-Neufahrn durch den Treffer von Christina Schredl nach 40 Minuten, in der Folge durften sich auch Sandrine Nierhaus und Saskia Dötterl auszeichnen. Nach dem 31:11 waren noch acht Minuten zu spielen, doch in der Schlussphase war die HSG gnädig und warf einige Male daneben. Das war an diesem Nachmittag allerdings herzlich egal: Der hohe Heimsieg stand längst fest – und wenn alles normal läuft, wird eine Woche nach Ostern sowohl die Meisterschaft als auch der Bayernliga-Aufstieg gefeiert.

Bernd Heinzinger


Die HSG-Tore:

Sabine von Bechen 8/6, Melanie Lerch 7/2, Christina Schredl 5, Anna Sophia Meyerhofer 4, Saskia Dötterl 3, Sandrine Nierhaus 2, Simone Frachet und Nora Biesenthal je 1.

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