Handball

Happy End nach dramatischer Schlussphase

Nach einer packenden Schlussphase durften die Handballfrauen der HSG Freising-Neufahrn über den nächsten Sieg in der Landesliga Nord jubeln: Bei der TG Landshut setzten sie sich hauchdünn mit 23:22 (11:12) durch.

Freising – Das Match hätte aber ganz anders ausgehen können: Als noch 20 Sekunden zu spielen waren, bekam Landshut einen Siebenmeter zugesprochen – Rosalie Amanze parierte! Freising-Neufahrn griff noch einmal an – und mit dem Schlusspfiff wurde auf Freiwurf für die Gäste entschieden: Sabine von Bechen schnappte sich den Ball – dieser wurde abgefälscht und trudelte in den Kasten der TG. Damit war der Sieg unter Dach und Fach – und zugleich klar, dass die Freisinger Frauen auf Meisterschaftskurs bleiben.

Zuvor hatte es eine Partie auf Augenhöhe gegeben, wobei die HSG mit einigen harten Entscheidungen zu kämpfen hatte: So musste Monika Eisgruber nach einer knappen Viertelstunde mit Rot vom Platz. In der Folge wechselte Trainer Peter Mesiarik am Kreis munter durch, das Fehlen der erfahrenen Eisgruber merkte man jedoch deutlich. Es war eine enge Kiste: Mal führte Landshut, dann wieder Freising-Neufahrn, kein Team konnte auf mehr als ein Tor davonziehen.

Überragend auf Seiten der Gäste agierte die 18 Jahre alte Fjolla Haska. Nachdem es bei Anna Sophia Meyerhofer diesmal nicht so gut lief, kam Haska aufs Feld und zeigte ihre wohl beste Leistung im HSG-Dress. Am Ende hatte sie sieben Tore erzielt. In der Abwehr schaffte es das Mesiarik-Team, die starken Außenspielerinnen der TG meist aus der Partie zu nehmen – ein Verdienst vor allem von Simone Frachet und Lisa Sigl, die eine bravouröse kämpferische Leistung zeigten.

Im zweiten Abschnitt setzte sich Freising-Neufahrn sogar ein wenig ab. Die Führung wuchs bis auf 21:17 an, woran die Torhüterinnen Melanie Schild und Rosalie Amanze maßgeblichen Anteil hatten. Doch Landshut gab nicht auf, wobei die Gäste jetzt einige Male in Unterzahl agieren mussten. 22:22 stand es daher kurz vor Schluss – der Rest ist bekannt.

Trainer Peter Mesiarik lobte die komplette Mannschaft: „Ich zolle allen einen Riesenrespekt. Vor allem Fjolla war so gut wie noch nie – das ist schon etwas Besonderes für eine 18-Jährige.“ Jetzt wartet die nächste schwere Aufgabe beim Verfolger MTV Stadeln. Auch dort will die HSG ihren Vorsprung an der Spitze verteidigen. 

Bernd Heinzinger


Die HSG-Tore:

Fjolla Haska 7, Sabine von Bechen 6/3, Melanie Lerch 4, Lisa Sigl 2, Anna Sophia Meyerhofer, Monika Eisgruber, Christina Schredl und Nora Biesenthal je 1.

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