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Rückzug: Walter Schuhbauer (l.) coachte zuletzt zusammen mit Erik Brasko das Männerteam der HSG Freising-Neufahrn, jetzt konzentriert er sich auf die Jugendarbeit.

Handball

Ein paar Gänge runter geschaltet

Freising – Viele Jahre war Walter Schuhbauer bei der HSG Freising-Neufahrn so etwas wie der Mann für alle Fälle.

Abteilungsleiter, Trainer der ersten Herren und bei der Jugend. Den Posten an der Spitze der Handballer gab er schon vor einiger Zeit ab, nach dieser vorzeitig abgebrochenen Saison verlässt er auch die Trainerbank. 

Will er sich nach und nach komplett von der HSG verabschieden? Nein, das sei keineswegs der Fall, betont Schuhbauer. Aber ein wenig mehr Raum für Freizeit und Familie, das will er künftig schon haben. Vier Jahre betreute er – zuletzt zusammen mit Erik Brasko – die erste Herrenmannschaft, schaffte mit dieser sogar den Aufstieg in die Landesliga: „Ich bin der Meinung, dass man sich nach einer solch langen Zeit spätestens überlegen sollte, ob die Mannschaft etwas Neues braucht.“ Daher setzte er sich mit Brasko und Abteilungsleiter Jürgen Steinhauer zusammen und entschied sich fürs Aufhören: „Es gab dabei überhaupt kein böses Wort. Die vier Jahre waren eine schöne Zeit, aber jetzt ist es einfach gut.“

Seine Ziele mit der Mannschaft habe er weitestgehend erreicht: „Mir war wichtig, dass die Stabilität zurückkehrt. Der Kern war in den letzten Jahren fast identisch, und die Jungs haben sich gut entwickelt.“

Künftig will sich Walter Schuhbauer auf die Jugendarbeit konzentrieren – zumindest erst einmal für einen Zeitraum von zwei Jahren. Seine ehemalige B-Jugend rückt im Herbst fast komplett in die A-Jugend auf, dort will er die Mannschaft weiter aufbauen und erreichen, dass möglichst viele den Sprung in den Erwachsenenbereich schaffen: „Da sind durchaus einige Talente dabei, und die Arbeit mit ihnen macht mir großen Spaß.“

Sämtliche Trainingseinheiten waren aufgrund der Corona-Maßnahmen zuletzt im gewohnten Umfang nicht mehr möglich, doch das könnte sich schon bald wieder ändern: „Natürlich hatten wir einige extrem ruhige Wochen. Aber jetzt sind wir dabei, den Trainingsbetrieb wieder zu organisieren. Da kommt viel Arbeit auf mich und meine Kollegen zu.“

Ansonsten freut sich „der Aussteiger“ Walter Schuhbauer, dass die Doppelbelastung vorbei ist: „Man merkt durchaus, dass die Akkus irgendwann leerer werden.“ Er selbst machte es vor allem daran fest, dass er das eine oder andere Mal durchaus gereizter auftrat: „Da war es an der Zeit, kürzer zu treten, sich nicht mehr so dermaßen zu überfrachten und mehr Freude an anderen Dingen zu haben.“ Handball sei schließlich nicht alles. Das „Runterfahren“ wurde für ihn auch dadurch einfacher, weil er die Abteilungsleitung als sehr gut und breit aufgestellt sieht: „Wir sind dort für die Zukunft auf alle Fälle gewappnet.“

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