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Zusammenhalten, positiv denken und von Spiel zu Spiel dazulernen: Die junge Jahn-Truppe will – allen Widrigkeiten zum Trotz – im letzten Match vor der Weihnachtspause noch einmal alle Kräfte bündeln.

Basketball - 2. Regionalliga Süd

Jammern gibt’s nicht! Dezimierter TSV Jahn Freising will gegen München gewinnen

Auch wenn die Basketballer des TSV Jahn Freising in dieser Saison vom Verletzungspech verfolgt sind – gejammert wird nicht. Positiv nach vorne schauen, lautet das Motto von Jahn-Headcoach Denis Rühmann. Und deshalb wollen die Freisinger im letzten Heimspiel vor der Weihnachtspause alle Kräfte mobilisieren, um gegen München Basket zu gewinnen. Die Partie steigt am Samstagabend um 18.30 Uhr in der Luitpold-Sporthalle.

Freising – Die personellen Engpässe aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen hatten am vergangenen Sonntag den absoluten Höhepunkt erreicht: Gerade mal fünf Akteure aus dem ursprünglichen 13er-Kader waren noch übrig geblieben, als es zum Tabellennachbarn TSV Weilheim ging. Kein Wunder also, dass die Freisinger am Ende wieder einmal mit leeren Händen dastanden – wie schon so oft in dieser Regionalliga-Saison.

Der stark geschrumpfte Kader hat vor allem auch negative Auswirkungen auf die Übungseinheiten. „Wir können schon seit Wochen kein vernünftiges Mannschafts- und Taktiktraining mehr absolvieren“, sagt Coach Rühmann, der darin eine wesentliche Ursache sieht, warum die Truppe in den Punktspielen taktisch nicht immer clever genug agiert. Dazu komme, so Rühmann, dass man von 17-Jährigen, die zuletzt den Stamm des Teams bildeten, noch nicht die Routine erwarten kann, um gegen abgezockte Haudegen, über die beispielsweise die Weilheimer Mannschaft verfügt, in kritischen Phasen des Matches bestehen zu können.

„Wir dürfen jetzt nicht in der Vergangenheit leben“, appelliert Rühmann eindringlich an seine Truppe. Und weiter: „Wir müssen ganz pragmatisch denken, positiv nach vorne blicken und von Spiel zu Spiel dazulernen.“ Die Moral stimme nach wie vor in seiner Mannschaft, berichtet Trainer Rühmann. Niemand habe nach der Niederlage in Weilheim den Kopf hängen lassen – auch wenn alle Spieler zunächst natürlich frustriert gewesen seien. „In den Trainingseinheiten der abgelaufenen Woche hat man deutlich gesehen, dass alle nach wie vor viel Lust auf Basketball haben“, sagt Rühmann, der sein Team gegen den Tabellenvierten zwar in der Außenseiterrolle, aber keineswegs chancenlos sieht.

München Basket zählt sicher zu den besseren Teams der 2. Regionalliga Süd. Unschlagbar seien die Münchner allerdings nicht, ist Rühmann überzeugt. Er hofft, dass einige der kranken und angeschlagenen Akteure am Samstagabend wieder dabei sein können. „Wenn wir auf der Bank über genügend Spieler verfügen, dann sind wir auch in der Lage, die Münchner mit Pressing und schnellem Spiel unter Druck zu setzen. Mit nur sechs bis sieben Leuten ist das nicht möglich. Da sind die Pausen für die Leistungsträger einfach zu kurz.“

Die Jahn-Basketballer wollen im letzten Spiel vor der Weihnachtspause nochmals vor eigenem Publikum alles geben, ihre Außenseiterchance wahrnehmen und womöglich trotz aller widrigen Rahmenbedingungen ihren dritten Saisonsieg einfahren. Zudem hofft Denis Rühmann, dass sich über die Feiertage alle Verletzten soweit auskurieren können, dass sich sein Team im neuen Jahr mit voll besetztem Kader anschicken kann, vorzeitig den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen.

Peter Spanrad

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